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für den 27.09.2021

Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.

Psalm 119,67

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Rassistische Bluttat in Hanau

„Es tut mir weh, dass so etwas in Deutschland geschieht.“

Auch die Evangelische Kirche in Solingen ist besorgt angesichts des rassistisch motivierten Anschlags, dem in Hanau neun muslimische Menschen zum Opfer fielen. Sie ruft zum Miteinander und zur Solidarität mit den Opfern rassistischer Hetze auf.


 

Ihre Verbundenheit mit allen Religionsgemeinschaften in Solingen erklärt die evangelische Superintendentin Dr. Ilka Werner in einem Brief an die Mitglieder des Runden Tischs der Religionen. Darin drückt sie auch ihr Entsetzen über die gestrige rassistisch motivierte Gewalttat in Hanau aus. Werner: „Es tut mir weh, dass so etwas in Deutschland geschieht.“ Es sei „schrecklich, dass Menschen in unserem Land um ihr Leben fürchten müssen“. Die Theologin beklagt, dass es Menschen gebe, die das Zusammenleben in unserem Land kaputtmachen wollten. Sie kritisiert, „dass es eine Partei gibt, die dem Hass keinen Einhalt gebietet, sondern ihn schürt und wachsen lässt“.

Superintendentin ruft zu Miteinander auf
Das Schreiben, das unter anderem an Vertreterinnen und Vertreter der DITIB-Moscheegemeinde an der Kasernenstraße, des Islamischen Zentrums an der Florastraße, des Ohligser Bildungs- und Kulturvereins im Verband Islamischer Kulturzentren, der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal und des Katholischen Stadtdekanats Solingen und d es Christlich-Islamischen Gesprächskreises gerichtet ist, schließt mit der Bitte: „Lasst uns weiterhin an unserem Miteinander festhalten!“

"Wut, Trauer, Abscheu"
In ihrem Schreiben zitiert die Solinger Superintendentin auch aus einem Text, den der stellvertretende Superintendent und Pressepfarrer Thomas Förster heute im aktuellen Newsletter des Kirchenkreises veröffentlich hat. Trauer, Wut und Abscheu seien angemessene Reaktionen auf die Bluttat von Hanau und „auf hetzerische Wortmeldungen, die den Täter womöglich zu seinem rassistischen Gewaltakt ermuntert haben“. Die Bibel fordere Menschen in der Nachfolge Jesu dazu auf, „Botschafter der Versöhnung zu werden“. Menschen, die tagtäglich zur Zielscheibe rechtsextremer Propaganda würden, hätten darum einen Anspruch darauf, dass Christinnen und Christen sich an ihre Seite stellten und angesichts „menschenfeindlicher Hetzworte“ laut und deutlich widersprächen. Förster: „Der Terrorakt von Hanau macht fassungslos. Aber er darf uns nicht sprachlos machen!“

Gottesdienste gedenken des Anschlags
Auch in vielen Gottesdiensten am kommenden Sonntag werden die Geschehnisse vom gestrigen Donnerstag in Gebeten und Predigten zur Sprache kommen. So soll zum Beispiel die Solinger Karnevalskirche um 11 Uhr mit einer Gedenkaktion und Schweigeminute für die Opfer des Anschlags eröffnet werden. In dem karnevalistischen Gottesdienst in der evangelischen Friedenskirche an der Uhlandstraße möchten Evangelische Kirche und Festkomitee Solinger Karneval gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen in unserer Stadt setzen.

 

21.02.2020



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