Losung

für den 18.08.2019

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen.

Psalm 37,5

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Christliche Patientenvorsorge

Rechtzeitig die Fragen zum Ende des Lebens bedenken

Vor einigen Wochen haben die christlichen Kirchen die "Christliche Patientenvorsorge" vorgestellt. Jetzt gibt es sie auch in Solingen.

Ab sofort auch in der Evangelischen Klinikseelsorge erhältlich: die neue Broschüre Ab sofort auch in der Evangelischen Klinikseelsorge erhältlich: die neue Broschüre "Christliche Patientenvorsorge" mit umfangreichem Beratungsteil und Formularen für den Patientenwillen.

„Es bleibt eine Gratwanderung“, weiß Astrid Klumb. Die evangelische Klinikpfarrerin kennt den manchmal schwierigen Weg zwischen medizinisch möglichen Behandlungsschritten einerseits und dem Wunsch von Patient und Angehörigen andererseits. Damit in diesem Bereich der Wille des Patienten möglichst maßgeblich wird, gibt es seit vielen Jahren so genannte Patientenverfügungen. Darin kann man bereits in gesunden Tagen festlegen, welche Behandlungsschritte man sich im medizinischen Ernstfall wünscht und welche nicht. Im Jahre 2009 hat der Gesetzgeber die rechtlichen Grundlagen in diesem Bereich erweitert und die Patientenautonomie gestärkt. Aus diesem Anlass haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) nun unter dem Titel „Christliche Patientenvorsorge“ eine neue Broschüre veröffentlicht. Dieses Heft ist ab sofort bei der Evangelischen Klinikseelsorge in Solingen zu erhalten.

Vor der Presse haben Astrid Klumb und ihre Kollegin, die Klinikpfarrerin Renate Tomalik, noch einmal die Grundlinien der Broschüre dargelegt. „Die Christliche Patientenvorsorge hält daran fest, dass wir das ganze Leben als ein Geschenk Gottes begreifen und das Sterben als Teil des Lebens dazu gehört“, betont Renate Tomalik. Darum könne und solle auch dieser letzte Lebensabschnitt aktiv mitgestaltet werden, so die Theologin. Die christlichen Kirchen ermutigen dazu, sich rechtzeitig mit den Fragen rund um das eigene Lebensende auseinanderzusetzen und dabei auch Angehörige mit einzubeziehen. Die „Christliche Patientenvorsorge“ soll hierbei eine Hilfestellung leisten, indem sie wichtige Aspekte beleuchtet und auch die eigene christliche Position nicht verleugnet. So betonen die Kirchen in ihrer Broschüre, dass sie den Wunsch nach Maßnahmen der passiven Sterbehilfe vor allem hinsichtlich eines unmittelbaren Sterbeprozesses oder einer unheilbaren tödlichen Krankheit für legitim halten. Nur für solche Fälle werden entsprechend in der Patientenverfügung die gewünschte Behandlung oder Behandlungsausschlüsse abgefragt. Die Broschüre weist aber gleichzeitig auf die Möglichkeit hin, darüber hinaus auch für Fälle dauerhaft schwerster Erkrankungen, wie etwa dem Wachkoma, weitere Behandlungseinschränkungen vorzusehen. Diese können ebenfalls notiert werden. So soll den Bedenken gegen eine zu weite Sicht der Sterbehilfe, die zwar gesetzlich erlaubt ist, aber nicht vollständig dem christlichen Menschenbild entspricht, Rechnung getragen, aber gleichzeitig die Patientenautonomie respektiert werden.

Entscheidend, so die beiden Klinikseelsorgerinnen, sei, dass man Vertrauenspersonen mit einbezieht. Das kirchliche Formular umfasst neben der eigentlichen Patientenverfügung zu den Behandlungswünschen auch eine Vorsorgevollmacht sowie eine Betreuungsverfügung. Damit können Menschen benannt werden, die im Ernstfall die Interessen des Patienten gegenüber den Ärzten vertreten, oder allgemein zum gesetzlichen Vertreter bestimmt werden sollen.

„Menschen, die bereits eine Patientenverfügung unterschrieben haben, sollten diese Neuausgabe zum Anlass nehmen, noch einmal über ihre Wünsche nachzudenken und eine aktuelle Fassung auszufüllen“, rät Pfarrerin Astrid Klumb. Die Mitarbeitenden der Evangelischen Klinikseelsorge am Städtischen Klinikum und in der St. Lukas-Klinik leisten hier gerne Hilfe. Für medizinische Fragen sei es aber sinnvoll auch den Hausarzt einzubeziehen, ergänzt ihre Kollegin Renate Tomalik.

Die „Christliche Patientenvorsorge“ gibt es in Solingen bei der Evangelischen Klinikseelsorge im Städtischen Klinikum (Tel. 547-2399) und in der St Lukas-Klinik (Tel 705-3101). Außerdem ist sie unter www.ekd.de/patientenvorsorge auch im Internet herunterzuladen.

Thomas Förster / 29.03.2011



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung