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für den 19.09.2021

Steh ab vom Zorn und lass den Grimm, entrüste dich nicht, dass du nicht Unrecht tust.

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Nach dem Hochwasser

Seelsorgende stehen weiterhin für Gespräche bereit

Gut sechs Wochen ist die Hochwassernacht jetzt her. Doch für manche Betroffene geht der Alptraum weiter. Wer darüber reden möchte, findet in Gemeinden und in der Evangelischen Beratungsstelle Ansprechpersonen.

Mitarbeitende des Notfallseelsorge waren in der Hochwassernacht und am Tag danach vor Ort im Einsatz. Mitarbeitende des Notfallseelsorge waren in der Hochwassernacht und am Tag danach vor Ort im Einsatz.

Bäche und Flüsse fließen längst wieder in ihrem gewohnten Bett. Aber die Folgen des verheerenden Hochwassers vom 14. und 15. Juli 2021 sind vielerorts nach wie vor sichtbar – und werden wohl noch lange nachwirken. In Kellern und Häusern, die überflutet wurden, ebenso wie in den Seelen der Hochwasseropfer, deren Zuhause dem Wasser zum Opfer gefallen ist oder die in der Katastrophennacht Bangen mussten: um ihr Zuhause, um ihre Gesundheit, mache sogar um ihr Leben.

Mehr als 700 Menschen wurden in der Hochwassernacht alleine in Solingen evakuiert. In ihrer Notschlafstelle auf der Schützenstraße wurden sie auch von Mitarbeitenden der Solinger Notfallseelsorge betreut. Fünf Seelsorgende leisteten vor Ort Erste Hilfe für die Seele.

Alle möglichen Reaktionen erlebt
 

„Wir gingen von Raum zu Raum, setzten uns zu den Menschen, die im Laufe des späten Abends und der Nacht zur Sammelstelle gebracht wurden, und boten erste Gespräche an, um die bedrückende Situation zu verarbeiten“, erklärt Magda Becker, die in jener nacht das kleine Team koordinierte. Auch Pfarrer Klaus Hammes, der im Evangelischen Kirchenkreis Solingen auch Vorsitzender des Beirats für die Notfallseelsorge ist, war vor Ort. Er hatte zufällig von dem Einsatz erfahren und dafür seinen Urlaub unterbrochen. Peter Binz war als ehrenamtlicher Notfallseelsorger ebenfalls vor Ort: „Wir hatten viele gute Gespräche.“ Auch Renate Tomalik war gegen Mitternacht nachalarmiert worden und bis gegen 5 Uhr als Notfallseelsorgerin aktiv. „Ich habe alle möglichen Reaktionen erlebt“, berichtet die Klinikpfarrerin, „einige waren völlig cool. Andere begegneten mir tief verzweifelt, manche haderten mit Gott.“ war als Ehrenamtliche ebenfalls in der Sporthalle vor Ort. Ein sechster Notfallseelsorger suchte in der Hauptfeuerwache das Gespräch mit Einsatzkräften, die besonders belastende Situationen erfahren hatten.

Bei Aufräumarbeiten im Stadtteil unterwegs
 

Auch am Tag darauf, als die ersten Anwohner wieder in ihre beschädigten Häuser und auf die verschlammten Grundstücke zurückkehren konnten, waren eine Notfallseelsorgerin und ein Notfallseelsorger vor Ort. Der Solinger Krisenstab hatte sie gebeten, Menschen ein Gesprächsangebot zu machen, die nach ihrer Rückkehr verarbeiten mussten, welche Schäden das Hochwasser an ihrem Zuhause angerichtet hatte. Bis zum späten Nachmittag waren sie in ihren violetten Warnwesten mit dem gut lesbaren Schriftzug „Seelsorge“ im Stadtteil unterwegs und kamen mit den Menschen ins Gespräch.

Seelsorgende bieten weiter Gespräche an
 

Auch wer jetzt einige Woche danach das Bedürfnis hat, über seine Hochwassererfahrungen mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger zusprechen, kann sich an die Pfarrpersonen seiner Gemeinde wenden. Im am stärksten betroffenen Stadtteil Unterburg ist die dortige Kirchengemeinde Wermelskirchen zuständig (Burg gehört zwar kommunal zu Solingen, aber evangelisch-kirchlich zu Wermelskirchen). Im übrigen Stadtgebiet sind selbstverständlich die Pfarrerinnen und Pfarrer über ihre jeweiligen Telefonnummern für seelsorgliche Gespräche ansprechbar (Kontaktdaten gibt es hier). Auch die Evangelische Beratungsstelle steht für Menschen bereit, die das Erlebte mit professioneller Hilfe verarbeiten möchten (Tel. 0212 / 287-287).

 

26.08.2021



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