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für den 27.09.2021

Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.

Psalm 119,67

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Service

Evangelische Klinikseelsorge

Seelsorgerinnen bieten Gespräche, Musik und Stille

Die gegenwärtigen Belastungen betreffen in besonderer Weise auch die Menschen in den Solinger Kliniken. Die Pfarrerinnen der Evangelischen Klinikseelsorge versuchen darum für Patientinnen und Patienten genauso wie für Mitarbeitende da zu sein.

<strong>Kümmern sich um Kranke wie um Mitarbeitende: die evangelischen Klinikpfarrerinnen Renate Tomalik, Antje Blesenkemper und Astrid Klumb (v.l.)</strong> LupeKümmern sich um Kranke wie um Mitarbeitende: die evangelischen Klinikpfarrerinnen Renate Tomalik, Antje Blesenkemper und Astrid Klumb (v.l.)

Für viele Menschen ist die gegenwärtige Situation eine Herausforderung. Besonders belastend ist sie aktuell für Patientinnen und Patienten in den Solinger Kliniken: Wegen der notwendigen Einschränkung aller Kontakte können Besuche von Familienangehörigen oder Freunden so gut wie nicht mehr stattfinden. In dieser Situation versuchen die evangelischen Klinikseelsorgerinnen Angebote gegen die Vereinsamung zu machen.

So hat Klinikpfarrerin Astrid Klumb gemeinsam mit der Musikerin Uta Heidemann für die Ohligser St. Lukas-Klinik ein Angebot mit Musik und Gespräch entwickelt. Dreimal in der Woche besuchen sie abends zwischen 18 und 19 Uhr unterschiedliche Stationen. Während Uta Heidemann mit dem E-Piano musikalische Klänge über den Flur schickt, geht Seelsorgerin Astrid Klumb in die Patientenzimmer und bietet sich für ein kurzes Gespräch an. „Natürlich haben Patientinnen und Patienten die freie Wahl“, betont Klumb: „Wer lieber seine Ruhe haben möchte, dessen Tür schließe ich sofort wieder und die Musik bleibt draußen.“

Den Abschluss der abendlichen Aktion bildet eine Einladung zum gemeinsamen Lied – nicht nur auf der Station. Republikweit lädt die Evangelische Kirche in Deutschland dazu ein, täglich um 19 Uhr vom offenen Fenster oder vom Balkon aus „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen. Zur selben Uhrzeit greift auch Uta Heidemann ein letztes Mal in die Tasten und stimmt das bekannte Lied von Matthias Claudius an. In den Patientenzimmern singen dann immer viele mit. An alle, die mitsingen möchten, hat Astrid Klumb zuvor ein Liedblatt verteilt.
Die abendliche Musik auf den Stationen stößt auf gute Resonanz, weiß die Pfarrerin: „Auch viele Mitarbeitende genießen dieses kleine musikalische Intermezzo auf ihrer Station.
Und mit manchen Patienten ergibt sich daraus ein Gesprächskontakt, den wir dann später fortsetzen.“

Im Städtischen Klinikum haben die Klinikpfarrerinnen Antje Blesenkemper und Renate Tomalik aktuell ebenfalls gut zu tun. „Wir versuchen für viele Menschen in den Krankenbetten da zu sein, die im Moment nur in Ausnahmefällen Besuch bekommen können“, berichtet Tomalik, die seit mehr als 20 Jahren als Seelsorgerin an der Gotenstraße arbeitet. Manchmal gehe es um ganz praktische Unterstützung wie die Hilfe beim Zustandekommen eines Videogesprächs mit der Familie zu Hause per Handy. Aber natürlich seien sie in dieser belastenden Zeit auch für die Mitarbeitenden da. Auch die machten sich schließlich Sorgen um Familienangehörige oder Freunde, die zur Risikogruppe gehören. Gleichzeitig versuchten sie aber so gut wie möglich für ihre Patienten da zu sein. Tomalik: „Wir bieten Zeit an für ein kurzes Gespräch, bei dem sie auch mal loswerden können, was sie gerade bedrückt und nicht immer nur professionell antworten müssen.“

Oft geschehen solche kurzen Begegnungen mit Mitarbeitenden im Vorbeigehen auf den Stationen. Seit einer Woche sei aber auch immer montags bis freitags zwischen 11 und 12 Uhr verlässlich eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger in der Kapelle des Klinikums ansprechbar, berichtet Klinikpfarrerin Blesenkemper. Auch dieses Angebot gelte Patienten wie Mitarbeitenden gleichermaßen. Blesenkemper: „Wer in dieser Zeit die Kapelle aufsucht, kann natürlich mit uns sprechen. Manche möchten aber lieber, dass wir gemeinsam zur Stille kommen.“ Auch sonst bleibt die Kapelle wie gewohnt geöffnet. „Nicht nur für Patientinnen und Patienten“, betont die Seelsorgerin, „auch Mitarbeitende nutzen diesen Ort, um in all ihrer aktuellen Belastung zwischendurch ein Gebet zu sprechen.“

INFO

Die evangelischen Seelsorgerinnen sind telefonisch erreichbar:
Büro der Evangelischen Seelsorge im Städtischen Klinikum: Tel. 0212 / 547 2399;
Büro der Evangelischen Seelsorge in der St. Lukas-Klinik: Tel. 0212 / 705 13101.

 

30.03.2020



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