Losung

für den 09.12.2019

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Landessynode beginnt am Sonntag

Solinger Synodale entscheiden mit

Um schwierige Sparentscheidungen und ein wichtiges theologisches Thema geht es bei der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland, die am Sonntag beginnt. Auch vier Delegierte aus Solingen entscheiden mit über die Zukunft der Landeskirche.

"Unsere Kirche bleibt auch in Zukunft nah bei den Menschen": Superintendentin Dr, Ilka Werner. "Unsere Kirche bleibt auch in Zukunft nah bei den Menschen": Superintendentin Dr, Ilka Werner.

„Wie Gott zur Welt kommt“, lautet das theologische Hauptthema der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland, die am kommenden Sonntag, 11. Januar 2015, mit einem Gottesdienst in Bad Neuenahr beginnt. Mitverantwortlich für die Vorbereitung des theologischen Themas war auch die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner, die Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der Synode ist. Sie sieht zwischen den Glaubensfragen und den harten finanziellen Entscheidungen über kirchliche Arbeitsgebiete, die auf dieser nachtweihnachtlichen Synode ebenfalls verhandelt werden, einen Zusammenhang: „Wie Gott zur Welt kommt - das hat er uns Weihnachten spüren lassen: als kleines Kind, einer wie wir und uns nah in unserem Alltag, aber nicht als Mächtiger mit großem Pomp und ebenso großer Gewaltbereitschaft. Wie Gott zur Welt kommt – so will und wird auch in Zukunft unsere rheinische Kirche sein: nah bei den Menschen, neugierig und interessiert an ihrem Alltag.“ Zwei Impulsvorträge sollen das Thema beleuchten: Prof. Dr. Hellmut Zschoch von der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel wird fragen, von welcher Welt eigentlich die Rede ist, und dabei auf die Ergebnisse der fünften Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der EKD eingehen, und Prof. Dr. Cornelia Richter von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wird über das Wesen des dreieinigen Gottes sprechen. Auch ein palästinensischer Christ, eine Jüdin, eine Diplom-Ingenieurin und ein Physikers werden in den Morgenandachten zum Thema beitragen.

Als Delegierte des Evangelischen Kirchenkreises Solingen fahren auch Dr. Horst Butz und die Walder Pfarrerin Martina Köster-Schneider nach Bad Neuenahr. Als Delegierte des Evangelischen Kirchenkreises Solingen fahren auch Dr. Horst Butz und die Walder Pfarrerin Martina Köster-Schneider nach Bad Neuenahr.

Zweites Hauptthema: Sparen

 Als Delegierte des Evangelischen Kirchenkreises Solingen werden Superintendentin Dr. Ilka Werner und die Walder Pfarrerin Martina Köster-Schneider sowie als nichttheologische Vertreter die Medizinerin Dr. Irmela Müller-Stöver und der Jurist Dr. Horst Butz zusammen mit weiteren 209 stimmberechtigten Synodalen über gemeinsame Angelegenheiten der 731 Gemeinden in den 38 Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland entscheiden. Darüber hinaus sitzt der Diplomkaufmann Hartmut Rahn als Mitglied der Kirchenleitung im Präsidium der Landessynode.

Zweites Hauptthema wird das Sparpaket für die landeskirchliche Ebene sein, das die Kirchenleitung den Synodalen vorschlägt. Nachdem die Synode bereits 2014 ein erstes Sparpaket in Höhe von 8 Millionen Euro beschlossen hatte, liegt ihr nun ein zweites Paket von Kürzungsmaßnahmen in Höhe von 11,36 Millionen Euro zur Konsolidierung des landeskirchlichen Etats zur Beratung vor. Dabei geht es nicht um die Haushalte der Kirchengemeinden oder Kirchenkreise, die sich finanziell selbst verwalten, sondern um übergreifende Aufgaben der landeskirchlichen Ebene, die aus einer Umlage von 10,1 Prozent der Kirchensteuereinnahmen finanziert werden. Bei seinem Vortrag auf der Solinger Kreissynode im November vergangenen Jahres hatte Präses Manfred Rekowski die Notwendigkeit dieser Sparmaßnahmen betont, um langfristig einen ausgeglichenen Haushalt der Landeskirche zu erreichen. An der Erarbeitung des Sparpakets hat auch der Solinger Horst Butz als Vorsitzender des Finanzausschusses der Synode mitgewirkt. „Diese Synode wird wichtige Weichen stellen für die Zukunft“, kündigt Superintendentin Dr. Ilka Werner an: „Die Notwendigkeit großer Einsparungen führt dazu, dass ganz neu nach der konkreten inhaltlichen Ausrichtung unserer Kirche gefragt werden muss und gefragt werden wird.“ Vorgeschlagen werden darum nicht nur Einschnitte, sondern auch der gezielte Ausbau einzelner Arbeitsgebiete. So sollen im Bereich der kirchlichen Arbeit in staatlichen Schulen die Fortbildungsangebote für Religionspädagogen ausgeweitet sowie die Arbeit in der Schulseelsorge verstärkt werden.

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist mit 2,7 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte evangelische Landeskirche in Deutschland und erstreckt sich vom Niederrhein bis ins Saarland. Die Synode wird bis zum Freitag, 16. Januar 2015, dauern.

 

Almut Hammerstaedt-Löhr / 08.01.2015



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