Losung

für den 17.09.2019

Wo sind denn deine Götter, die du dir gemacht hast? Lass sie aufstehen; lass sehen, ob sie dir helfen können in deiner Not!

Jeremia 2,28

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

„Sicherer Hafen“ Solingen

Solinger Engagement für die Rettung geflüchteter Menschen im Mittelmeer

Seit der Frühjahrssynode des Kirchenkreises Solingen gibt es Bestrebungen, zwei Initiativen zur Seenotrettung geflüchteter Menschen im Mittelmeer zu unterstützen: eine kirchliche auf Bundesebene und eine städtische in Solingen.

Die Frühjahrssynode des Kirchenkreises Solingen hat Ende Juni (28./29.6.2019) die Petition „Schicken wir ein Schiff“ des Evangelischen Kirchentages an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), ein eigenes Schiff zur Seenotrettung geflüchteter Menschen im Mittelmeer zu entsenden, einstimmig befürwortet. Schon lange hat der Evangelische Kirchenkreis Solingen Kontakt zum Lager Moria auf Lesbos, das immer wieder durch Kollekten und Spenden unterstützt wurde. Auch aufgrund dieser Erfahrung befürwortete die Synode die Initiative, „ein Schiff der Gemeinschaft, der Solidarität und Nächstenliebe“ ins Mittelmeer zu entsenden, wie es im Aufruf zu „Schicken wir ein Schiff“ heißt. Eine solche Initiative durch die EKD wäre zudem sinnvoll, weil lokal vieles nicht zu verändern ist. Neue politische Rahmenbedingungen zum Umgang mit Flüchtlingen können nur auf Bundesebene geschaffen werden.

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hat darüber hinaus beschlossen, das Bündnis „Seebrücke“ zu unterstützen und die Stadt Solingen zu bitten, sich zum „Sicheren Hafen“ zu erklären.

Und nachdem sie im vergangenen Jahr mehrfach öffentlich Stellung genommen hat, umfasst der Synodalbeschluss diesmal nicht nur Appelle, sondern auch Selbstverpflichtungen: In allen Gemeinden und Gremien soll im Herbst beraten werden, was die Evangelische Kirche dazu tun kann, wenn Solingen sich zu mehr Engagement verpflichtet. Außerdem besuchen einige Synodale alle Solinger Ratsfraktionen, um für Unterstützung der „Seebrücke“ durch Solingen zu werben. Die Stadt soll sich zum „Sicheren Hafen“ erklären, in dem weitere Flüchtlinge leben können. Oberbürgermeister Tim Kurzbach hat zugesagt, einen entsprechenden Antrag in die Ratssitzung Ende September einzubringen. Die ersten Gespräche von Vertreterinnen und Vertretern des Kirchenkreises mit Parteienvertreterinnen und -vertretern haben inzwischen stattgefunden und stimmten durchaus hoffnungsvoll.

 

„Bunt statt Braun“-Demonstration am 31. August auf dem Fronhof

Die Initiativen des Kirchenkreises wurden auch auf der Demonstration „Solingen steht für sichere Häfen“ am 31. August 2019 auf dem Fronhof aufgegriffen. Viele der etwa 250 Teilnehmenden kamen aus kirchlichen Gruppen und wollten hören und darüber sprechen, was Solingen leisten und wie den Appellen der Kommunen mehr Nachdruck verliehen werden kann.

Eine der Redenden – neben Hans-Werner Bertl vom Bündnis „Bunt statt Braun“, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Horst Koss, ehemaliger Diakonie-Vorsitzender des Evangelischen Kirchenkreises Solingen – war Dr. Ilka Werner, die Superintendentin des Kirchenkreises. In ihrem Statement führte sie u.a. aus: „Oft wird gesagt: ‚Wir können nicht die ganze Welt retten’. Das müssen wir auch nicht, darum geht es gar nicht. Es geht darum, zu tun, was wir können. Und es geht darum, das, was wir können, etwas weniger egoistisch zu bestimmen und jetzt für unsere Stadt deutlich zu sagen: Mensch Solingen, da geht noch was! Im jüdischen Talmud heißt es: ‚Wer einen Menschen rettet, der rettet die ganze Welt’. Jesus Christus sagt: ‚Was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.’ Wenn wir nicht alle retten und aufnehmen und integrieren können, ist das keine Entschuldigung dafür, nichts zu tun.“

 

Jörg Schmidt / 11.09.2019



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung