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für den 21.08.2019

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Erste Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland

Solinger Jugenddelegierter wünscht sich „mehr Mut zum Aufbruch“

Premiere zum Jahresbeginn: Die Evangelische Kirche im Rheinland veranstaltet ihre erste Jugendsynode. Der Rupelrather Lukas Schrumpf ist auf der Suche nach evangelischen Antworten für junge Menschen in der Evangelischen Kirche maßgeblich beteiligt.

Lukas Schrumpf hofft, dass die Evangelische Kirche sich weiter für Menschen seiner Generation öffnet. Die Jugendsynode in Bad Neuenahr ist für ihn dabei eine wichtige Station. Lukas Schrumpf hofft, dass die Evangelische Kirche sich weiter für Menschen seiner Generation öffnet. Die Jugendsynode in Bad Neuenahr ist für ihn dabei eine wichtige Station.

Lukas Schrumpf ist Entwickler. Der 24-jährige Solinger arbeitet nicht nur als Entwicklungsingenieur bei Ford in Köln, sondern er leistet auch Pionierarbeit in seiner Evangelischen Kirche. Wenn vom 4. bis 6. Januar 2019 die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) die erste Jugendsynode in ihrer Geschichte veranstaltet, dann ist Lukas Schrumpf als Delegierter der Evangelischen Jugend im Rheinland und als Vorsitzender des Tagungsausschusses „Neue Gemeindeformen“ daran maßgeblich beteiligt.

Für die Evangelische Kirche sieht Schrumpf durchaus Entwicklungspotential, wenn sie junge Menschen besser erreichen wolle. Sie solle die konkrete Lebenswirklich junger Menschen stärker in den Blick nehmen, empfiehlt Schrumpf. Formen und Sprache in der Kirche müssten sich verjüngen, ohne banal oder anbiedernd zu werden. Neben der klassischen Kirchengemeinde seien auch neue Gemeindeformen wichtig, in denen es Raum für Experimente gebe und wo auch mal ein Versuch scheitern dürfe. Schrumpf: „Hier wünsche ich mir mehr Mut zum Aufbruch, keinen Abbruch des Bewährten, aber einen Aufbruch.“ Die Jugendsynode biete eine gute Gelegenheit, über solche Fragen nachzudenken: „Hier sprechen nicht Alt über Jung oder Jung über Jung, sondern Jung und Alt kommen miteinander ins Gespräch über wichtige Themen der Gegenwart und der Zukunft.“

Die erste Jugendsynode der EKiR wird auch darüber beraten, wie es gelingen kann, jungen Leuten mehr Mitverantwortung in der Evangelischen Kirche zu geben. Lukas Schrumpf hat dazu klare Vorstellungen: „Jugendliche sollen nicht nur die Technik im Gottesdienst machen dürfen, sondern auch mal die Predigt, nicht nur als Helfershelfer gebraucht werden, sondern selber gestalten.“ Zwar tue sich diesbezüglich bereits viel, „aber es wird immer wichtiger,  jungen Menschen auch Leitungsverantwortung zuzutrauen und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch“. Das gelte für Gemeinden, Kirchenkreise und die Ebene der Landeskirche gleichermaßen. Der junge Rupelrather nimmt aber auch seine eigene Generation in die Pflicht: „Damit sich Vieles zum Besseren ändert, müssen wir auch selber bereit sein, uns stärker einzumischen, nicht nur in der Kirche, sondern auch in der Gesellschaft von Gottes Gerechtigkeit zu erzählen und an seinem Reich zu bauen.“ Auf der Jugendsynode werden darum auch aktuelle gesellschaftliche Fragen wie die Armut unter  Jugendlichen oder in Familien sowie die Herausforderungen durch den Zuzug geflüchteter Menschen besprochen. Lukas Schrumpf ist gespannt auf den Verlauf der ersten EKiR-Jugendsynode und hofft, dass sie kein einmaliges Ereignis bleibt.

Die Mitarbeit in Gremien der Evangelischen Kirche ist für den Rupelrather nicht ungewöhnlich. In der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen ist er als „Vertreter der jungen Generation“ berufenes Mitglied. Auch in der Arbeit der Evangelischen Jugend im Rheinland, die die Interessen und Positionen der jungen Leute in der zweitgrößten deutschen evangelischen Landeskirche zwischen Emmerich und Saarbrücken vertritt, ist er in Ausschüssen und Arbeitsgruppen aktiv. Seine Wurzeln hat Lukas Schrumpf in der Evangelischen Kirchengemeinde Rupelrath: „Ich bin ein Gemeindekind. Vom Kindergottesdienst über Jugendfreizeiten bis zu Mitwirkung in Gottesdiensten habe ich in Rupelrath meine Heimat.“

Die erste Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland findet mit 100 Synodalen unmittelbar vor der 71. Ordentlichen Landessynode in Bad Neuenahr statt. 50 Delegierte wurden von der Evangelischen Jugend im Rheinland bestimmt. 50 Delegierte aus Landeskirche und Kirchenkreisen vertreten die Landessynode. Neben Lukas Schrumpf nimmt auch Jonathan Bürger aus der Gräfrather Kirchengemeinde als Jugenddelegierter an der Synode teil. Als Vertreter der Landessynode sind aus Solingen Superintendentin Dr. Ilka Werner, Dr. Horst Butz, Presbyter in Merscheid und Mitglied im Solinger Kreissynodalvorstand, sowie der Ketzberger Pfarrer Helmut Benedens mit dabei. Die Ergebnisse der Jugendsynode sollen direkt in die Arbeit der Ordentlichen Landessynode einfließen, die im unmittelbaren Anschluss vom 6. bis 11. Januar 2019 ebenfalls in Bad Neuenahr stattfinden wird.

 

03.01.2019



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