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für den 19.07.2019

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Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hat getagt

Zukunft, junge Erwachsene, Seenotrettung und eine neue Geschäftsführerin

Die Synode des Kirchenkreises hat am Wochenende (28./29.06.2019) in Ketzberg getagt. Zukunftsfragen, die Arbeit mit jungen Erwachsenen, die Situation geflüchteter Menschen auf dem Mittelmeer und die Neubesetzung wichtiger Ämter prägten die Tagesordnung.

70 Synodale und viele Gäste waren im Gemeindesaal Ketzberg versammelt (Foto: Jörg Schmidt) Lupe70 Synodale und viele Gäste waren im Gemeindesaal Ketzberg versammelt (Foto: Jörg Schmidt)

Der notwendige Umbau der Evangelischen Kirche in Solingen als Zukunftsaufgabe für das kommende Jahrzehnt war ein wichtiges Thema der heute zu Ende gegangenen Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. „In den kommenden zehn Jahren wird sich das Erscheinungsbild unserer Kirche auch in Solingen stark verändern“, erläuterte Superintendentin Dr. Ilka Werner und belegte ihre Prognose mit der aktuellen Pfarrstellenplanung für die Evangelische Kirche im Rheinland. So rechne die Evangelische Kirche im Rheinland für das Jahr 2030 nur noch mit etwa zehn Gemeindepfarrstellen für die insgesamt zehn Gemeinden in Solingen. Aufgrund der stark unterschiedlichen Gemeindegrößen hätten dann möglicherweise nur noch vier Solinger Gemeinden Anspruch auf mindestens eine ganze Pfarrstelle. Vier andere Gemeinden könnten rein rechnerisch sogar unter die Mindestgröße für eine halbe Pfarrstelle fallen. Zwar werde sich die Realität mit Sicherheit etwas abweichend zur Prognose entwickeln, so die Superintendentin. Trotzdem sei zu erwarten, dass im Jahr 2030 die pastorale Versorgung  der Menschen in den evangelischen Gemeinden Solingens weiterhin nur dann flächendeckend gewährleistet werden könne, wenn bis dahin neue Formen der Zusammenarbeit im Kirchenkreis und zwischen den Gemeinden entwickelt würden.

Noch keine fertigen Lösungen
„Eine fertige Lösung dafür hat der Kreissynodalvorstand jetzt auch noch nicht“, betonte Werner. „Aber wir fänden es falsch, die Dinge einfach so laufen zu lassen, weil dann in Zukunft sowohl die Arbeitsfähigkeit von Gemeinden als auch gute Arbeitsbedingungen für Pfarrerinnen und Pfarrer gefährdet wären.“ Werner skizzierte zwei Richtungen, in die sich die Evangelische Kirche in Solingen entwickeln könnte: Einmal wäre denkbar, dass sich die Gemeinden ähnlich der katholischen Entwicklung im Solinger Westen zu größeren Einheiten zusammenschlössen, sodass es am Ende in der Klingenstadt vielleicht nur noch drei Großgemeinden gäbe. Zurzeit bevorzuge der KSV aber eher eine Entwicklung, in der die Gemeinden erhalten blieben und der Kirchenkreis sich als starke Gemeinschaft eigenständiger Gemeinden verstünde, in der strukturelle Entscheidungen zum Beispiel über Personal, Gebäude und Finanzen zukünftig gemeinsam getroffen würden.

Breite Diskussion gewünscht
Superintendentin und KSV riefen die rund 70 Vertreter der Gemeinden und der evangelischen Arbeitsbereiche auf, diese Prognose für 2030 sowie die daraus entstehenden Zukunftsfragen in ihren Gremien intensiv zu beraten. Zwischen 2020 und 2024 sollen dann auf den Synodaltagungen die notwendigen Zukunftsentscheidungen entwickelt und getroffen werden.

Stellte das neue Projekt "Brückenschlag" vor: Schulreferentin Pfarrerin Corinna Maßmann (zusammen mit der Leitung der Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof Dipl.-Päd. Anke Rikowski-Bertsch und Pfr. Karl Hesse. Zur Gesamtansicht bitte klicken!) LupeStellte das neue Projekt "Brückenschlag" vor: Schulreferentin Pfarrerin Corinna Maßmann (zusammen mit der Leitung der Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof Dipl.-Päd. Anke Rikowski-Bertsch und Pfr. Karl Hesse. Zur Gesamtansicht bitte klicken!)

Projekt für junge Erwachsene
In einem weiteren Schwerpunkt beriet die Kreissynode über neue Aktivitäten, um stärker mit jüngeren Menschen ins Gespräch zu kommen. Von Aktionen in der Fußgängerzone bis zu einer zentralen Jugendkirche lauteten die Ideen, die in Arbeitsgruppen bedacht wurde. Konkret vorgestellt wurde das Projekt „Brückenschlag“, das ab 2020 in Zusammenarbeit des Kirchenkreises mit der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Ohligs starten wird, um schulischen Religionsunterricht und gemeindliche Jugendarbeit stärker miteinander zu vernetzen.

Geflüchtete Menschen aus Seenot retten
Zur Sprache kam auch die bedrückende Situation um ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer. Einstimmig unterstützte die Synode die Forderung vom vergangenen Kirchentag in Dortmund an die Evangelische Kirche in Deutschland, ein eigenes Schiff für die Seenotrettung geflüchteter Menschen im Mittelmeer zu entsenden. Nach Angaben des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen sterben täglich sechs Menschen in den Gewässern zwischen Afrika und Europa. Der UNHCR nennt sie darum „die tödlichste Seeroute der Welt“. Gleichzeitig beschlossen die Synodalen, das Thema auch in Solingen im Herbst in Presbyterien und Gemeindeversammlungen zu diskutieren und dabei für ein verstärktes kommunales Engagement zur Aufnahme geflüchteter Menschen zu werben. Darüber will die Synode dann auch mit der Stadt Solingen ins Gespräch kommen.

Neue Landessynodale gewählt
Zur neuen theologischen Delegierten des Kirchenkreises Solingen bei der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde Pfarrerin Michaela Röhr aus der Luther-Kirchengemeinde mit großer Mehrheit gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Pfarrer Helmut Benedens an, der im Frühjahr den Kirchenkreis verlassen hatte.

Freut sich auf die Arbeit als neue Diakonie-Geschäftsführerin: Ulrike Kilp. LupeFreut sich auf die Arbeit als neue Diakonie-Geschäftsführerin: Ulrike Kilp.

Neue Diakonie-Geschäftsführerin vorgestellt
Schließlich stellte Superintendentin Dr. Werner den Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirche in Solingen auch die neue zukünftige Geschäftsführerin des Diakonischen Werks vor: Ulrike Kilp ist gelernte Diakonin und Sozialarbeiterin, bringt viel Berufserfahrung aus Kirche und außerkirchlicher Verbandsarbeit mit und wird ihren Dienst am 1. Oktober 2019 beginnen. Wenn nach Horst Koss, der im März verabschiedet wurde, zum Jahresende auch die zweite langjährige Geschäftsführerin, Friederike Stratmann, in den Ruhestand gewechselt hat, wird Ulrike Kilp das Diakonische Werk Solingen als alleinige Geschäftsführerin leiten.

alle Fotos: Jörg Schmidt

Neue Landessynodale: Pfarrerin Michaela Röhr

Neue stellvertretende Landessynodale: Pfarrerin Renate Tomalik

Gab der Synode am Samstagmorgen einen Impuls mit auf den Weg: Oberbürgermeister Tim Kurzbach

 

29.06.2019



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