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für den 05.12.2021

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Große Nachfrage bei der Orangenaktion der Evangelischen Kirche

Süß statt bitter: 15.000 Orangen für Solingen

Fair gehandelte Orangen bringt die Evangelische Kirche nach Solingen. Das Projekt will italienischen Bauern und afrikanischen Arbeitskräften ein Leben in Würde ermöglichen. Die bestellten Orangen können Anfang Dezember in Solingen abgeholt werden.

Menschen, die zuvor bestellt hatten, konnten die Früchte im Hackhauser Hof abholen (Foto: Christine Reinert-Bohne) LupeMenschen, die zuvor bestellt hatten, konnten die Früchte im Hackhauser Hof abholen (Foto: Christine Reinert-Bohne)

Update vom 28. November 2021

2,8 Tonnen fair gehandelter Orangen aus dem italienischen Projekt SOS Rosarno wurden an den ersten Dezembertagen in Solingen verteilt. Die Früchte konnten zuvor bei der Evangelischen Kirche in Solingen bestellt werden. Das Projekt unter dem Motto "Süß statt bitter" soll dabei helfen, italienischen Bauern und afrikanischen Arbeitskräften ein Leben in Würde zu ermöglichen. Mit dem Direktverkauf der Südfrüchte unterstützt die Evangelische Kirche das ökologisch-faire Landwirtschaftsprojekt „SOS Rosarno“ aus dem italienischen Kalabrien.

"Von den Bestellungen förmlich überrollt"

Bis Mitte November konnten die Orangen geordert werden. „Bereits im September, als wir unsere Orangenaktion beim Fest ‚Leben braucht Vielfalt‘ vorstellten, hat Oberbürgermeister Tim Kurzbach für die Stadt Solingen die ersten tausend Orangen bestellt“, erzählt Christine Reinert-Bohne vom Projektteam „Süß statt bitter“: „Ab da wurden wir von den Bestellungen förmlich überrollt und waren schon zwei bis drei Wochen vor Ende der Bestellfrist ausverkauft.“

30 Euro pro Kiste

Allen eingegangenen Bestellungen konnte das Projektteam in diesem Jahr darum nicht nachkommen. Doch auch so werden mehr als 15.000 Früchte an den ersten drei Dezembertagen in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Ohligs umgeschlagen. Dort geben Christine Reinert-Bohne, Ökumene-Pfarrer Matthias Schmid sowie Ehrenamtliche des Evangelischen Kirchenkreises Solingen und der Kirchengemeinde Rupelrath die Orangen in Kisten à 10 Kilogramm an die Bestellerinnen und Besteller aus. Im Gegenzug bezahlen die Glücklichen, deren Bestellung als erste eingegangen waren, für die 50 bis 60 Früchte pro Kiste 30 Euro. Über die genauen Abholzeiten waren sie zuvor in einem Schreiben informiert worden.

Traum wäre ein Orangennetzwerk

2022 soll die Orangenaktion weitergehen. Wenn zusätzlich noch mehr Menschen bei Lagerung und Verteilung der Orangen helfen und sogar einzelne Bio- oder Weltläden Früchte für den Verkauf bestellen, könnte die Aktion vielleicht weiter ausgedehnt werden. Ein Online-Treffen mit Interessenten soll im Februar stattfinden. „Mein Traum wäre ein Orangennetzwerk“, sagt Christine Reinert-Bohne.

 

 

Artikel vom 7. Oktober 2021:
In Italien werden für die Orangenernte afrikanische Migrantinnen und Migranten ausgebeutet: Weil kleine Bauernhöfe unter dem enormen Preisdruck von Supermarktketten stehen, müssen sie ihre Orangen zu Hungerpreisen verkaufen. Damit sie selber überleben können, werden für die Ernte afrikanische Wanderarbeiterinnen und -arbeiter eingesetzt, die während der Haupterntemonate im November und Dezember unter erbärmlichen hygienischen Bedingungen untergebracht und mit einem Hungerlohn (1 Euro pro Stunde) abgespeist werden.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Projekt aus Kalabrien. Bauernhöfe haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen und produzieren Orangen nach den Kriterien des ökologischen Anbaus. „Wir wollen mit unserem Projekt zeigen, dass ein humaneres Wirtschaftsmodell möglich ist“, erklärt dazu Nico Quarante, einer der Landwirte, die den Erntekräften Tariflöhne zahlen und mit ihnen reguläre Arbeitsverträge abschließen. Möglich wird die menschenwürdige Entlohnung, weil der Verein die Orangen direkt vermarktet und so dem Preisdruck der Supermarktketten entgeht. So erhalten Arbeitskräfte und landwirtschaftliche Betriebe einen fairen Preis und können in Würde leben. Zudem unterstützt SOS Rosarno die Flüchtlingsarbeit der Waldenser Kirche - das Projekt „Mediterranean Hope“.

"Süß statt bitter" lautet das Motto der fairen Orangenkampagne. "Süß statt bitter" lautet das Motto der fairen Orangenkampagne.

Beispiel für gerechtere Handelsbeziehungen

„Die Orangenernte ist in weiten Teilen Südeuropas eine Form moderner Sklaverei“, sagt Matthias Schmid, Ökumenepfarrer im Evangelischen Kirchenkreis Solingen: „Die Abnehmer der Früchte sind multinationale Konzerne und Handelsketten. Sie diktieren den Bauern Preise, die nicht einmal die Produktionskosten decken.“ Mit der Vermarktung der fairen Bio-Orangen unter dem Motto "Süß statt bitter" will die Evangelische Kirche in Solingen ein Beitrag dazu leisten, dass das Projekt „SOS Rosarno“ ein Erfolg wird und Nachahmung findet. „Es geht darum, einem Beispiel für gerechtere Handelsbeziehungen zum Erfolg zu verhelfen“, erklärt Pfarrer Schmid: „Mit dem Kauf unserer Orangen kann jeder Mensch in Solingen einen kleinen, aber wichtigen Beitrag dazu leisten.“

Die Orangen können in Kisten zu je 10 Kilogramm bestellt werden. Das sind etwa 50 bis 60 Orangen. Jede Kiste kostet 30 Euro. Wer nicht so viele Orangen verbrauchen will, kann sich einfach mit anderen zusammentun und gemeinsam eine Kiste bestellen. Die Bestellung ist ab sofort bis spätestens 15. November 2021 möglich. Die Orangenkisten werden um den 30. November 2021 zur Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Ohligs geliefert und können dann dort nach Absprache abgeholt werden. Die Benachrichtigung zur Abholung erfolgt per Mail.

Alle Informationen und eine Bestellmöglichkeit gibt es unten zum Download.

"Süß statt bitter"  in Solingen ist eine Initiative von: Evangelischer Kirchenkreis Solingen, Weltladen Rupelrath, Weltladen Wald e.V., Ev. Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof, Rheinischer Dienst für Internationale Oekumene (RIO). Kooperationspartner ist die Stadt Solingen.

 

07.10.2021



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