Losung

für den 05.12.2021

Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.

Psalm 86,11

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In den evangelischen Gemeinden Solingens finden an jedem Sonntagmorgen zahlreiche Gottesdienste statt. Welcher Gottesdienst wann in welcher Kirche beginnt, finden Sie in dieser Übersicht:

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Service

Jüdisch und christlich

Sukkot beziehungsweise Erntedankfest

Das jüdische Laubhüttenfest Sukkot erinnert an das Überleben in der Wüste und feiert die ersten Früchte der Ernte. Christinnen und Christen danken für die Ernte und bitten um Bewahrung der Schöpfung. Die Erde ist uns allen anvertraut. Feiern for Future!

Sukkot: das jüdische Laubhüttenfest

So beschreibt die jüdische Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg den Charakter des Laubhüttenfests:
Bunt geschmückte Laubhütten, aus denen das Klappern von Geschirr und Singen nach draußen dringen, sind das Zeichen für Sukkot – das Laubhüttenfest. Dieses siebentägige Fest mit seinen vielen Farben und Symbolen wirkt wie ein Kontrast zum gerade erst zu Ende gegangenen Versöhnungsfest ganz in Weiß. Und doch soll auch das sinnenreiche Sukkot vor Augen führen, dass wir nicht die Kontrolle über unser Leben haben und wie wenig in unseren Händen liegt. Darum soll die Nachahmung der provisorischen Behausungen während der Wanderung des Gottesvolkes Israel durch die Wüste daran erinnern, dass Menschen auf den Schutz Gottes angewiesen sind. Die Wände der Laubhütte sind dünn, durchlässig zur Welt, man hört alle Geräusche ringsum, und sie bieten keinen Schutz gegen Kälte und Gefahren.

Sukkot drückt auch den Dank für die Früchte des Feldes und des Gartens aus. Die Ernte ist eingebracht, erst jetzt ist Zeit zum Feiern. Es ist üblich, Gäste in die Laubhütte einzuladen – Familie, Freunde und Nachbarn. Auf eine imaginäre Weise gesellen sich dazu auch bedeutende Gestalten der Bibel und der jüdischen Geschichte. Sie alle sollen helfen, das wichtige Gebot des Festes zu erfüllen: Fröhlich zu sein und sich über den Reichtum in unserem Leben zu freuen.

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Das christliche Erntedankfest

So beschreibt die christliche Theologin Dr. Christiane Wüste das Erntedankfest:
In den christlichen Kirchen sind zum Erntedankfest die Kirchen und Altäre mit allerlei Früchten des Feldes bunt geschmückt. Gottes reichhaltige Schöpfung soll sicht- und greifbar werden. Zum Erntedankfest steht der Dank für die Gaben der Natur im Mittelpunkt. Dahinter steht die Erfahrung, dass sich der Mensch nicht sich selbst verdankt. Die christliche Tradition sieht – ebenso wie die jüdische Tradition – Gott als den Schöpfer der Welt, der ihr Leben und Nahrung schenkt. Gleichzeitig erinnert das Fest daran, dass die Gaben der Schöpfung gerecht verteilt werden sollen.

In der liturgischen Feier des Erntedankfestes werden die Erntegaben, die den Altar schmücken, gesegnet, wird für die Ernte gedankt und um ein solidarisches Miteinander mit den Notleidenden gebetet. Im Anschluss werden die Gaben, die den Altar schmücken, häufig an bedürftige Menschen verschenkt.

Mehr über die Bezüge zwischen dem jüdischen Laubhüttenfest und Erntedank auf christlicher Seite sowie über die Bezüge zwischen jüdischen und christlichen Feiertagen insgesamt zeigt die Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst“.

 

23.09.2021



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