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Kanzelabkündigung von Superintendentin Dr. Ilka Werner zum 3. Advent

„Recht auf Asyl ist auch in der Bibel ein Menschenrecht“

In einer Kanzelabkündigung für die evangelischen Gottesdienste zum 3. Advent dankt Superintendentin Dr. Werner allen, die sich für Flüchtlinge einsetzen, und erinnert an die Friedensverheißung in der Weihnachtsgeschichte.

"Auch die Heilige Familie hatte keine feste Bleibe": Superintendentin Dr. Ilka Werner. "Auch die Heilige Familie hatte keine feste Bleibe": Superintendentin Dr. Ilka Werner.

Die Evangelische Kirche in Solingen danke allen, die nicht nachlassen, trotz aller Probleme den Zuflucht suchenden Menschen zu helfen und in der Klingenstadt für eine Willkommenskultur zu werben. Das erklärt die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Dr. Ilka Werner, in ihrer Kanzelabkündigung zum dritten Advent (13.12.2015). „Herzlichen Dank allen, die die einzelnen Menschen nicht aus dem Blick verlieren und die denen ins Wort fallen, die scheinbar einfache Lösungen propagieren“, heißt es in dem Text, der am kommenden Sonntag in vielen Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises verlesen werden wird.

Werner räumt ein, dass es berechtigte Sorgen angesichts der großen Zahl von Menschen, die bei uns ankommen, geben kann. Gleichzeitig mahnt sie: „Lassen Sie uns, soweit wir können, dafür sorgen, dass die Besorgnisse nicht auf Kosten der Hilfesuchenden gehen." Die Theologin betont, dass das Recht auf Asyl in der Bibel als Menschenrecht ebenso verbürgt sei wie die Weisung, Menschen ohne Unterkunft zu helfen: „Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führen ins Haus." So laute es im Buch des biblischen Propheten Jesaja. Auch die Weihnachtsgeschichte erzähle schließlich, dass das neugeborene Jesuskind mit seinen Eltern Maria und Josef in Bethlehem ohne feste Bleibe in einem Stall zur Welt gekommen sei, weil es für sie sonst keinen Raum in der Stadt gegeben habe: „Als Christinnen und Christen lesen wir manche Sätze in der Geschichte von Jesu Geburt in diesen Tagen mit mehr innerer Anteilnahme als in anderen Jahren.“ Ausdrücklich verweist die Superintendentin darauf, dass in Solingen noch mehr Wohnraum gebraucht wird.

Auch auf die Reaktionen auf die letzten Terroranschläge in Paris geht Werner ein. Sie bedauert, dass „die Friedensverheißung der Engel der Weihnachtsgeschichte ungehört verhallt“ und stattdessen dem Krieg offen das Wort geredet werde. Dabei zeige die Erfahrung, dass durch Kampfeinsätze nicht mehr Sicherheit erreicht werden könne. Stattdessen gehe es in diesen Adventstagen darum, der Friedensbotschaft des Weihnachtsengels ein Echo zu verschaffen: „Wir können um Frieden beten. Und für unseren Glauben einstehen, dass Frieden nicht mit Waffen gewonnen wird.“

Superintendentin Dr. Werner möchte auch zukünftig mit regelmäßigen Kanzelabkündigungen einen Beitrag dazu leisten, dass die Aufnahme und Integration geflüchteter Menschen in Solingen gelingen kann. Der vollständige Text ist im Internet unter „www.evangelische-kirche-solingen.de“ nachlesbar. Er ist dieser Presseinformation außerdem als Anhang beigefügt.

 

11.12.2015



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