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für den 25.08.2019

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Internationaler Tag des Flüchtlings

Synode trauert um Ertrunkene und bittet um sichere Wege für Flüchtlinge

 Mit einer Mahnwache und einer Klageandacht hat die Evangelische Kirche in Solingen am Samstag (20.6.2015) Situation der Flüchtlinge gedacht. In einer Erklärung fordert die Synode sichere Fluchtwege und verspricht eigenen Beitrag zu einer Willkommenkultur.

Rund 150 Menschen beteiligten sich an der Mahnwache vor der Stadtkirche in der Solinger Innenstadt. LupeRund 150 Menschen beteiligten sich an der Mahnwache vor der Stadtkirche in der Solinger Innenstadt.

In einer Erklärung zur aktuellen Situation der Flüchtlinge hat die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen am heutigen Weltflüchtlingstag einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen gefordert. Zuvor hatten die Synodalen gemeinsam mit zahlreichen weiteren Menschen bei einer Mahnwache vor der Stadtkirche und einer anschließenden Klageandacht in der Kirche zum Weltflüchtlingstag der zahlreichen Menschen gedacht, die auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken oder anderswo ums Leben gekommen sind.

Auf zwei violetten Bannern hieß es: „Jesus Christus spricht: Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Und: „Die Evangelische Kirche klagt über mindestens 25.000 Tote auf ihrer Flucht nach Europa 2000 und über mindestens 1.800 ertrunkene Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer seit dem 1.1.2015.“ Aus Anlass des Weltflüchtlingstages hatte die Evangelische Kirche in Solingen zu dem Gedenken eingeladen. Gemeinsam mit vielen anderen Christen weltweit wolle man an diesem Tag um die zahlreichen Opfer des Flüchtlingselends trauern, erklärte Dr. Ilka Werner, die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen: „Das sind Menschen, die Mütter und Väter, Ehepartner, Geschwister oder Kinder hinterlassen.“ In der Klageandacht berichtete Jutta Degen, Pfarrerin an der Stadtkirche, von einem afrikanischen Jungen, den sie bei ihrem Besuch in einer süditalienischen Partnergemeinde kennengelernt hatte. Auf der Flucht hatte er seine beiden Eltern verloren. Jetzt hat er ein neues Zuhause in einer Familie gefunden, nachdem er zuvor in der protestantischen Kirche Zuflucht gesucht hatte.

„Für die biblische Botschaft ist das Schicksal von Menschen auf der Flucht von zentraler Bedeutung“, heißt es in der Erklärung, die die 68 stimmberechtigten Synodalen einstimmig verabschiedet haben. Und weiter: „Jesus Christus hat die Frage nach unserem Umgang mit den Fremden mit der Frage nach unserem Verhältnis zu ihm selbst verknüpft.“ Man wolle über die Situation von Flüchtlingen und über die Ursachen ihrer Flucht informieren und dabei den betroffenen Menschen selbst Gehör verschaffen. Die politisch Verantwortlichen werden gebeten, Möglichkeiten zu eröffnen, damit Flüchtlinge sicher über das Mittelmeer fliehen können. Auch die eigene Verantwortung für die Ursachen der Flucht bringen die Synodalen in der Erklärung zur Sprache: „Wir stellen unseren eigenen Lebenswandel in Frage, der dazu beiträgt, dass in den Herkunftsländern der Flüchtlinge menschenunwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen herrschen.“

Die Menschen in Solingen werden in der Erklärung aufgefordert mitzuhelfen, damit Flüchtlinge in angemessenen Wohnverhältnissen untergebracht werden können. Dazu hatte zuvor auch Jürgen Albermann aufgerufen. Der Leiter des Solinger „Stadtdienstes Soziales“ berichtete, dass es der Wille der Stadt sei, möglichst viele der dauerhaft in Solingen lebenden Flüchtlinge in einzelnen Wohneinheiten unterzubringen. Bei der Betreuung der Flüchtling sei die Stadt dringend auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen.

 

21.06.2015



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