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für den 02.12.2020

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Totensonntag im Corona-Jahr 2020

Evangelische Gemeinden gedenken ihrer Verstorbenen

Am Sonntag, 22. November 2020, feiern evangelische Christ*innen den Ewigkeitssonntag oder Totensonntag. Im Coronajahr machen die Gemeinden besondere Angebote, damit Hinterbliebene ihrer Verstorbenen noch einmal im Gottesdienst gedenken können.

Licht über dem Grab: Am Ewigkeitssonntag feiern Christen Totengedenken und Ewigkeitshoffnung (Foto: ekir.de) Licht über dem Grab: Am Ewigkeitssonntag feiern Christen Totengedenken und Ewigkeitshoffnung (Foto: ekir.de)

Viele Menschen besuchen an diesem Tag die Gräber verstorbener Angehöriger. In den evangelischen Gottesdiensten erinnern Pfarrerinnen und Pfarrer an die Endlichkeit des Lebens und an die christliche Hoffnung, die über das Lebensende hinausweist.

In allen evangelischen Kirchengemeinden Solingens ist es Brauch, an diesem Tag noch einmal an die Menschen zu erinnern, die in den zurückliegenden zwölf Monaten gestorben sind und unter dem Segen Gottes kirchlich bestattet wurden. In diesem Jahr, in dem die staatlichen Corona-Maßnahmen auch viele Trauerfeiern und Beerdigungen eingeschränkt haben, ist das besonders wichtig, weiß die Dorper Pfarrerin Raphaela Demski-Galla: „Vielen Familien hat es sehr weh getan, dass nur wenige Trauernde bei der Beerdigung ihres lieben Menschen zugelassen waren.“ Schon lange sei daher geplant gewesen, am Totensonntag noch einmal die Gelegenheit zu geben, im Rahmen eines Gottesdienstes mit mehr Anwesenden der Verstorbenen zu gedenken. Da sich in den letzten Wochen die Infektionsgefahr aber wieder erheblich zugespitzt hat, sei auch das schwierig geworden. Trotzdem habe die Gemeinde nach Wegen gesucht, möglichst vielen Hinterbliebenen am Totensonntag ein tröstendes Angebot zu machen, ohne den nötigen Corona-Schutz zu vernachlässigen. Am Evangelischen Friedhof Grünbaumstraße direkt neben der Dorper Kirche wird die Gemeinde darum eine lange Leine zwischen Haupteingang und Friedhofskapelle spannen. An dieser Leine werden am Totensonntag persönliche Karten hängen – mit einem Trostwort und jeweils dem Namen eines verstorbenen und evangelisch bestatteten Menschen aus der Dorper Gemeinde. „Diese Karte können sich die direkten Angehörigen mit nach Hause nehmen“, erklärt Pfarrerin Demski-Galla, „als Erinnerung daran, dass auch für diesen Menschen in unseren Gottesdiensten gebetet wurde.“ In persönlichen Einladungsbriefen werden Hinterbliebene und Trauerfamilien auf diese Aktion hingewiesen. Darin werden sie auch zu jeweils einer der drei Andachten eingeladen, die die Dorper Gemeinde am Totensonntag bei jedem Wetter vor der Trauerkapelle feiern wird. Bei diesen Andachten werden dann noch einmal die Namen der Verstorbenen genannt und Kerzen für sie angezündet.

Gottesdienste und Andachten, bei denen an die im letzten Jahr verstorbenen und evangelisch bestatteten Gemeindemitglieder erinnert und für sie gebetet wird sowie Kerzen entzündet werden, finden auch in allen anderen Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Solingen statt. In vielen Gemeinden finden außer den Gottesdiensten am Vormittag zusätzliche Andachten am Nachmittag statt – teilweise auf dem Friedhof. Dazu werden in diesem Jahr Angehörige in den Evangelischen Kirchengemeinden Dorp, Gräfrath, Luther, Merscheid, Ohligs, Rupelrath, Stadtkirche, Wald und Widdert per Brief eingeladen. Die Lutherkirche und die Walder Kirche sowie die Friedhofskapelle auf dem Evangelischen Friedhof Bonner Straße in Ohligs sind am Mittag oder Nachmittag zum stillen Verweilen geöffnet. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden stehen zum Gespräch bereit.

Bereits am Donnerstag vor dem Totensonntag lädt die Evangelische Klinikseelsorge in der St. Lukas-Klinik in die Kapelle zum Gedenken an die Verstorbenen ein. Wegen der Corona-Beschränkungen können in diesem Jahr aber nur aktuelle Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende den Gottesdienst mitfeiern.

INFO

Viele Familien entzünden an diesem Tag ein Kerzenlicht auf den Gräbern ihrer Verstorbenen. Dieses Licht erinnert an das Licht der Osterkerze und steht für die Hoffnung auf Auferstehung und daran, dass nach christlichem Verständnis die Verstorbenen in Ewigkeit geborgen sind bei Gott. In diesem Sinne gehört der Ewigkeitssonntag bereits seit der Reformation vor mehr als 500 Jahren zum evangelischen Kirchenjahr. Im Jahr 1816 erhielt der letzte Sonntag des Kirchenjahres, bevor nach evangelischer Zählung mit dem 1. Advent ein neues beginnt, durch den preußischen König Friedrich Wilhelm III. auch den staatlichen Charakter des Totengedenkens. Seither ist auch die Bezeichnung „Totensonntag“ im Gebrauch. Bis heute ist dieser Sonntag als so genannter „Stiller Feiertag“ besonders geschützt.

 

13.11.2020



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