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für den 18.08.2019

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Evangelische Kirche trauert um Pfarrer i.R. Rolf Busse

Ein Pfarrer, dessen Haus für viele offen war

Die Evangelische Kirche in Solingen trauert um Pfarrer in Ruhe Rolf Busse, der von 1972 bis 1996 Pfarrer an der Stadtkirche in der Innenstadt war. Am vergangenen Sonntag ist er im Alter von 86 Jahren verstorben.

Pfarrer in Ruhe Rolf Busse (1931-2018) Pfarrer in Ruhe Rolf Busse (1931-2018)

„Pfarrer Busse konnte ernsthafte Theologie und leidenschaftliches Engagement für die Welt mit großem Humor und großer Nähe zu den Menschen verbinden“, würdigt Dr. Ilka Werner den Verstorbenen. „Er war bis zuletzt ein geschätztes Mitglied unserer Solinger Pfarrkonvents.“

Rolf Busse war von 1972 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1996 fast ein Vierteljahrhundert lang Pfarrer der Evangelischen Stadtkirchengemeinde. Als Kind in Solingen aufgewachsen hatte er am Gymnasium Schwertstraße das Abitur gemacht. Bevor er in seine frühere Heimatstadt zurückkehrte, hatte er unter anderem als Pfarrer für Studierende in Saarbrücken und als Gemeindepfarrer in einer Essener Bergmannsgemeinde gearbeitet.

In der Stadtkirche galt sein Augenmerk alten wie jungen Menschen. So sah er als eine Hauptaufgabe die Arbeit mit älteren Mitgliedern der Gemeinde und engagierte sich stark beim damaligen Neubau des Evangelischen Altencentrums Cronenberger Straße. Gleichzeitig war er viele Jahre lang Synodalbeauftragter für die Beratung von Wehrpflichtigen. Verlässlich stand er jungen Männern bei, die manchmal über mehrere Instanzen um ihre Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer kämpfen mussten. Auch für Gemeindepartnerschaften schlug sein weites evangelisches Herz. Wie viele Pfarrer damals engagierte sich auch Rolf Busse für deutsche-deutsche Kontakte in Kirchengemeinden der damaligen DDR, besonders intensiv aber war seine Leidenschaft für die ökumenische Gemeinschaft der Stadtkirchengemeinde mit ihrer süditalienischen Partnergemeinde in Cerignola aus der dortigen Waldenser-Kirche. Prägend für sein Verständnis des Pfarramts war in all dem eine große Nähe zu den Menschen. „Rolf Busse war ein Pfarrer mit offenen Augen, offenem Herzen und offenem Haus“, betont Jutta Degen, heutige Pfarrerin an der Stadtkirche und Vorsitzende des Presbyteriums, die noch einige Jahre mit Busse zusammengearbeitet hatte. „In seinem Arbeitszimmer im Pfarrhaus direkt am Fronhof hatte er keine Gardinen. Das war für ihn wichtig und sollte den Menschen auch zeigen, dass sein Pfarrhaus offen für sie war.“

Auch in seinem Ruhestand war Pfarrer Busse weiter aktiv. So vertrat er regelmäßig Kolleginnen und Kollegen auf der Kanzel und engagierte sich viele Jahre für die Mediothek des Kirchenkreises, in der Religionslehrerinnen und -lehrer Material für ihren Unterricht ausleihen können. 45 Jahre lang war er auch ein geschätztes Mitglied im Solinger Pfarrkonvent. „Pfarrer Busse hat uns bis zuletzt mit seinen klugen Anmerkungen und mit einem augenzwinkernden Humor begleitet“, erklärt Superintendentin Dr. Werner. „Wir werden ihn dafür wie für vieles andere in guter Erinnerung behalten, danken Gott dafür  und vertrauen darauf, dass er jetzt seinen Weg mit Rolf Busse weitergehen wird.“

Die Trauerfeier findet am Gründonnerstag, 29. März 2018, um 13.00 Uhr auf dem Evangelischen Friedhof Grünbaumstraße statt.

 

23.03.2018



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