Losung

für den 18.08.2019

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen.

Psalm 37,5

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Nach dem Terroranschlag

Evangelische Kirche trauert um die Opfer von Nizza

Auch die Evangelische Kirche trauert um die Opfer des jüngsten Terroranschlags in Nizza. Sie hat einen Gebetstext ins Internet gestellt und den Opfern in einem Schreiben an die Evangelische Kirche Frankreichs ihre Anteilnahme übermittelt.

"Die Gute Nachricht vom Sieg des Lebens ist stärker ist als alle Gewalt und aller Hass": der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Pfarrer Christoph Pistorius (Foto: ekir.de/Uwe Schinkel) "Die Gute Nachricht vom Sieg des Lebens ist stärker ist als alle Gewalt und aller Hass": der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Pfarrer Christoph Pistorius (Foto: ekir.de/Uwe Schinkel)

Mit tiefer Trauer und Erschütterung hat die Evangelische Kirche im Rheinland auf den Terroranschlag in Nizza reagiert. „Unschuldige Menschen mussten sterben. Wir gedenken der Opfer und ihrer Angehörigen und beten für sie“, sagte Vizepräses Christoph Pistorius in einer ersten Reaktion auf die Nachrichten aus Frankreich.

Viele Menschen verfolgten die Nachrichten aus Nizza mit einem Gefühl der Ohnmacht – wie auch schon bei früheren Anschlägen. „Die Bilder lassen einen verstummen“, so der Vizepräses weiter. „Doch es ist Kern christlichen Glaubens, dass sich Gott gerade dort befindet, wo Menschen leiden und sterben, wo Angehörige verzweifelt um geliebte Menschen trauern, auch dort, wo Terrorakte Chaos und Verderben hinterlassen.“ Gott leide mit und halte das Schweigen und die Verzweiflung der Menschen aus. Er teile ihre Ohnmacht. „Diese Erfahrung verbinden die christlichen Kirchen mit dem Tod Jesu Christi am Kreuz. Es lässt den Menschen nicht am Leid in der Welt und auch an Gott selbst verzweifeln. Denn die vielen Kreuze in der Welt haben nicht das letzte Wort: Christinnen und Christen sind Zeugen dafür, dass die Gute Nachricht vom Sieg des Lebens stärker ist als alle Gewalt und aller Hass“, sagte Christoph Pistorius.

In einem Solidaritätsbrief an den Präsidenten des Nationalrats der Église Protestante Unie de France, Pfarrer Laurent Schlumberger, hat die rheinische Kirche ihre Anteilnahme an den Ereignissen in Nizza ausgesprochen. „Wir sind sehr betroffen, trauern mit den Familien und Angehörigen der Opfer und beten für die Verletzten und alle diejenigen, die ihnen ärztlich und seelsorglich zur Seite stehen“, heißt es in dem Schreiben, das Vizepräses Pistorius im Namen der Kirchenleitung an die französische Partnerkirche gesendet hat. „In diesen Tagen von Terror, Gewalt und Hass haben wir als Christinnen und Christen eine besondere Verantwortung: denen Worte zu geben, denen es angesichts der Brutalität dieser Tat die Sprache verschlägt: Zeichen des Friedens zu setzen, wo zu Gegengewalt aufgerufen wird und Brücken zu bauen, wo der Hass und die Gewalt tiefe Gräber reißen. Die Evangelische Kirche im Rheinland weiß sich an Ihrer Seite im Dienst der Versöhnung in dieser noch nicht erlösten Welt“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat auf ihrer Internetseite außerdem ein Gebet ins Netz gestellt.

Gebet nach dem Anschlag von Nizza

Schon wieder diese Bilder, Gott!
Paris – Brüssel – Istanbul – und nun: Nizza!
Der Hass hat sich Bahn gebrochen,
eine Schneise des Leidens und des Todes geschlagen.
Mitten durch eine Menge arglos feiernder Menschen:
Staunend hatten sie in den Himmel geschaut,
bevor sie jäh heruntergerissen wurden
auf den nackten Boden des Terrors.
So viele von ihnen sind nun ihres Lebens beraubt,
andere um ihre Gesundheit gebracht.
Trauer und Tränen, Verzweiflung und Schmerz.

Barmherziger,
wir empfehlen dir die Menschen, die ihr Leben verloren haben
oder die noch darum kämpfen müssen.
Wir trauern mit denen, die an ihrer Seite ausharren.
Wir bitten um Kraft für die, die Leben zu retten
und Trost zu spenden suchen.

Und wir legen dir unsere Ohnmacht vor, Gott.
Jeder Anschlag nährt unsere Angst,
lässt die bange Ahnung wachsen,
dass niemand von uns sicher ist vor solcher Gewalt,
nicht wir selbst
und nicht unsere Lieben.

Ohnmächtig sind wir – doch nicht zur Tatenlosigkeit verdammt.
Jesus Christus, dein Sohn hat uns gezeigt:
Tödlichen Hass kann nur beherzte Liebe besiegen.
Darum:
Hilf uns, Vorurteile zwischen Nationen und Religionen zu überwinden.
Lass uns mit dazu beitragen,
dass alle Menschen reelle Chancen auf ein gutes Leben haben,
auch in unserm Land.
Führe uns den nächsten Schritt auf dem Weg zum Frieden.

Gott des Lebens,
erbarme dich über uns und über deine Welt!

 

15.07.2016



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung