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für den 29.05.2022

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Prädikantin wird in Dorp ordiniert

Verkündigung ist Herzenssache

Iris Borlinghaus-Neumann feiert am dritten Advent ihre Ordination zur Prädikantin. Hinter der Dorperin liegen arbeitsreiche Jahre der Ausbildung, um das besondere Ehrenamt antreten zu können.

Leidenschaft für Gottes Wort: Iris Borlinghaus-Neumann. Leidenschaft für Gottes Wort: Iris Borlinghaus-Neumann.

Manchmal spürte Iris Borlinghaus-Neumann die Aufregung bis in die Fingerspitzen. Nach 30 Jahren im Schuldienst und ihrem Einsatz im Presbyterium machte sich bei der heute 56-Jährigen plötzlich nochmal die Unsicherheit breit. „Es war einfach etwas völlig Neues für mich“, sagt Iris Borlinghaus-Neumann und erinnert sich an jenen Moment in der Presbyteriumssitzung in Dorp, als sie zum ersten Mal darüber nachdachte, diese ehrenamtliche Verkündigungsaufgabe zu übernehmen. „Es ging damals darum, Menschen zu gewinnen, die Prädikanten werden könnten“, erinnert sich Iris Borlinghaus-Neumann. Sie hatte bisher wenig von dem besonderen Ehrenamt gehört, sie recherchierte, sprach mit den Pfarrpersonen ihrer Gemeinde. „Und dann wusste ich: Das ist es. Das möchte ich machen“, sagt sie. Der Prädikantendienst wurde zu ihrer Herzenssache.

Sorge vor Ablehnung
 

Um die Zurüstung, für die die Evangelische Kirche im Rheinland verantwortlich zeichnet, antreten zu können, gab es allerdings zwei Hürden: Zuerst musste das Presbyterium zustimmen. „Das war aufregend und ich weiß, dass ich richtig Angst vor einer Ablehnung hatte“, erzählt die 56-Jährige. Aber im November 2017 bekam sie von ihrem Presbyterium nach einer Andacht grünes Licht. Auch Superintendentin Dr. Ilka Werner sagte ihre Unterstützung zu. Die nächste Hürde nahm sie ein Jahr später bei der Auswahltagung der Landeskirche: „Nochmal Zittern“, erinnert sie sich. Aber die Vertreter der Kirchenleitung befanden sie für geeignet. Die zweijährige Zurüstung konnte beginnen.

Intensive Ausbildung
 

„Das Auswahlverfahren und die intensive Ausbildung zeigen die Wertschätzung der Kirche dem Dienst am Wort gegenüber“, erklärt der Dorper Pfarrer Joachim Römelt die ungewöhnlichen Hürden für das Ehrenamt. Er erinnert an die Anfänge, als die Kirche den Einsatz Ehrenamtlicher auf der Kanzel leidenschaftlich diskutierte, bevor sie ihn schließlich ermöglichte. „Heute ordiniert die Kirche ihre Prädikanten genauso wie ihre hauptamtlichen Theologen“, sagt Römelt, „es ist und bleibt ein besonderes Ehrenamt.“

Erfolgreicher Abschluss
 

Iris Borlinghaus-Neumann hat ihre zweijährige Zurüstung nun erfolgreich hinter sich gebracht. „Es war eine interessante und intensive Zeit, die mich auch persönlich weitergebracht hat“, sagt sie. Zehn Predigten, eine Taufe und ein Abendmahl feierte sie mit der Gemeinde in Dorp – mit ihrem Mentor Joachim Römelt an ihrer Seite. Sie nahm an den Zurüstungstagungen teil. Und am Ende stellte sie sich einem Abschlusskurs, in dem sie eine Predigt hielt und schließlich an einem dreistündigen Prüfungsgespräch teilnahm. Mit Erfolg. Danach folgte noch der Ordinationskurs, am dritten Advent wird sie in der Dorper Kirche nun durch Superintendentin Dr. Werner ordiniert.

An Heiligabend steht sie um 21.30 Uhr in der Arche auf der Kanzel – sehr zur Freude ihres Mentors. „Der Dienst der Prädikanten ist sehr bereichernd und wohltuend für die Gemeinde“, sagt Pfarrer Joachim Römelt, „denn sie bringen noch mal eine ganze andere Lebens- und Berufserfahrung mit als wir Pfarrer.“ Er habe die Entwicklung von Iris Borlinghaus-Neumann in den vergangenen Jahren gerne begleitet und freue sich nun auf die Ordination: „Ich wünsche mir sehr, dass sie spürt, dass ihre Kirche sie zu diesem Dienst beauftragt und dass in diesem Tag viel Segen steckt.“

Segen in der Predigt weitergeben
 

Diesen Segen will Iris Borlinghaus-Neumann künftig auch weitergeben: „Ich möchte den Menschen in meinem Dienst als Prädikantin Hoffnung weitergeben und sie niemals niedermachen“, sagt sie. Selbst jene biblischen Geschichten, die auf den ersten Blick erstmal heikel und wenig trostversprechend wirken würden, sei oft ein Hoffnungsschimmer abzugewinnen. „Den möchte ich herausarbeiten, um ihn im Gottesdienst weiterzugeben“, sagt sie. Diesem Hoffnungsschimmer ist sie selbst während der Zurüstung immer wieder begegnet – in der Unterstützung ihrer Gemeinde, ihres Mentors und der Landeskirche. „Aber vor allem in dem Wissen um Gottes Begleitung“, sagt Iris Borlinghaus-Neumann, „alleine hätte ich das nie geschafft. Ich hatte immer den Eindruck, von ihm getragen zu sein.“

INFO

Der Ordinationsgottesdienst findet am dritten Advent, 12. Dezember 2021, live und online, um 11 Uhr in der Dorper Kirche statt.

 

25.11.2021



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