Losung

für den 20.11.2019

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.

Psalm 71,23

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Reformationsgottesdienst: Viermal Silbernes Ordinationsjubiläum

Seit 25 Jahren Licht und Salz für die Menschen

Claudia Stark, Dirk Stark, Renate Tomalik und Dr. Ilka Werner wurden vor 25 Jahren zum „Dienst an Wort und Sakrament“ ordiniert. Im Reformationsgottesdienst am 31. Oktober wurde ihr Silbernes Ordinationsjubiläum gewürdigt.

Jubilare und Laudatorin: Pfarrerin Renate Tomalik, Pfarrerin Dr. Ilka Werner, Pfarrerin Friederike Höroldt, Pfarrerin Claudia Stark, Pfarrer Dirk Stark (v.l.) LupeJubilare und Laudatorin: Pfarrerin Renate Tomalik, Pfarrerin Dr. Ilka Werner, Pfarrerin Friederike Höroldt, Pfarrerin Claudia Stark, Pfarrer Dirk Stark (v.l.)

Im Solinger Reformationsgottesdienst am 31. Oktober 2019 wurden auch vier Pfarrerinnen und Pfarrer gewürdigt, die in diesem Jahr ihr Silbernes Ordinationsjubiläum begehen: Die 2. Stellvertretende Superintendentin, Pfarrerin Friederike Höroldt, erinnerte daran, dass Claudia Stark, Dirk Stark, Renate Tomalik und Dr. Ilka Werner 1994, vor 25 Jahren, damit beauftragt wurden, im Auftrag der Evangelischen Kirche Gottesdienste zu leiten und Menschen seelsorglich zu begleiten.

Rückblende
Rückblende 1994: Helmut Kohl ist seit 12 Jahren Bundeskanzler und im Radio läuft gerade der Hit „Mmm Mmm Mmm Mmm“ von den Crashtest Dummies rauf und runter. Der 26. ist der letzte Sonntag im Juni. „Ein schöner, sonniger Tag“, erinnert sich Klinikpfarrerin Renate Tomalik heute. In der Christuskirche in Köln-Dellbrück bereitet sie sich auf einen besonderen Gottesdienst vor. Gleich soll die junge Theologin durch Pfarrer Karl Schick, den Superintendenten des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, ordiniert werden. „Ordination“ - so heißt in der Evangelischen Kirche die feierliche Beauftragung von Menschen zu Predigt, zu Taufe und Austeilung des Abendmahls und zur Seelsorge. „Die Ordination begründet das Recht und die Pflicht zur öffentlichen Wortverkündigung, zur Sakramentsverwaltung und zur Seelsorge“, so steht es bis heute im Ordinationsgesetz der Evangelischen Kirche im Rheinland. Ordiniert werden kann nur, wer für diese Aufgabe zuvor besonders ausgebildet wurde und mindestens 25 Jahre alt ist. Renate Tomalik ist nach einem langen Theologiestudium an den Universitäten Bonn, Zürich und Marburg sowie nach einem anschließenden Vikariat, also der praktischen Ausbildung in Schule und Gemeinde, gut für den Dienst vorbereitet. Die junge Theologin möchte Pfarrerin werden, da ist die Ordination eine notwendige Voraussetzung. Im Ordinationsgottesdienst wird sie feierlich versprechen, sich in den Dienst an Wort, Sakrament und Seelsorge zu stellen. Kirche und Gemeinde werden ihr gleichzeitig die dafür nötige Unterstützung zusagen. Und gemeinsam bitten alle für Gottes Segen zu diesem Dienst.

Seit 20 Jahren im Kirchenkreis
Heute ist das alles 25 Jahre her. Renate Tomalik ist längst Pfarrerin. Seit 20 Jahren arbeitet sie im Evangelischen Kirchenkreis Solingen als Seelsorgerin am Städtischen Klinikum. Zahlreiche Predigten hat sie in der Klinikkapelle und in anderen Kirchen gehalten, das Abendmahl am Bett und in der Kapelle an Patientinnen, Angehörige und Mitarbeitende ausgeteilt, Kinder getauft. Mit ungezählten Menschen hat sie als Klinikseelsorgerin Ängste und Nöte geteilt. Ihre Ordination an jenem warmen Junisonntag vor 25 Jahren ist ihr dabei bis heute wichtig: „Gerade bei schwierigen Herausforderungen in der Klinik gibt der Segen, den ich bei meiner Ordination empfangen habe, mir Kraft für meinen Dienst. Das ermutigt mich bis heute und trägt mich selber, wenn ich Menschen in kritischen Situationen begleite.“

Würdigung und Bitte um Gottes Segen
Im zentralen Solinger Reformationsgottesdienst am 31. Oktober unter der Überschrift. „Da simmer dabei! Wenn Gott Menschen ruft…“ wurden mit Renate Tomalik auch zwei weitere Pfarrerinnen und ein Pfarrer besonders gewürdigt. Sie leisten ebenfalls vor 25 Jahren ihr Ordinationsversprechen und feiern in diesem Jahr das Silberne Ordinationsjubiläum: die Ohligser Pfarrerin Claudia Stark, der Merscheider Pfarrer Dirk Stark und Superintendentin Dr. Ilka Werner. Pfarrerin Friederike Höroldt bezog in ihrer Jubiläumsansprache ein berühmtes Jesus-Wort auf die vier Kollegen: „Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt! In den letzten 25 Jahren wart ihr Salz und Licht für so viele Menschen: Wenn ihr Kranke und Sterbende am Krankenbett tröstet, wenn ihr Kinder im Kindergottesdienst mit Geschichten und Liedern begeistert, wenn ihr mit Konfis über Gott und die Welt diskutiert, wenn ihr die evangelische Stimme in Solingen seid mit wachem Verstand und großem Herzen! Und bei so viel mehr, was ihr getan habt und was gesehen oder auch nicht gesehen wurde.“ Gemeinsam mit der ganzen Gemeinde im Reformationsgottesdienst Höroldt dann noch einmal Gott um seinen Segen für den weiteren Dienst.

Ein besonderer Empfang mit Grußworten wie bei der Ordination von Pfarrerin Tomalik am 26. Juni 1994 wurde zwar nicht ausgerichtet. Im Anschluss nutzen aber zahlreiche Gemeindemitglieder und Kollegen in der gut besuchten Lutherkirche, die Gelegenheit, den vier Jubilaren persönlich zu gratulieren. Auch in diesem Jahr hatte der Kirchenkreis wieder eingeladen, sich nach dem Gottesdienst bei Wurstschnitten, Käsebroten, Limo und Bier gemeinsam an 502 Jahren Reformation zu freuen.

Stichwort „Ordination“
In der Evangelischen Kirche im Rheinland können Menschen, die erfolgreich Evangelische Theologie für das Pfarramt studiert und ein Vikariat absolviert haben, ordiniert werden. Auch Männer und Frauen, die einen anderen Hauptberuf ausüben, von ihrer Gemeinde vorgeschlagen wurden, sich in ihrer Freizeit in speziellen Kursen gründlich haben ausbilden lassen und bereit sind zu den damit verbundenen Rechten und Pflichten, können ordiniert werden. Diese ehrenamtlichen Predigerinnen und Prediger heißen „Prädikant“ oder „Prädikantin“. Voraussetzung zur Ordination ist immer ein Beschluss der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Ordination wird durch die Superintendentin gemeinsam mit zwei Assistenten in einem öffentlichen Gottesdienst vollzogen.

 

 

02.11.2019



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung