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Evangelische Kirche im Rheinland

Von Solingen in die Kirchenleitung

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat vor Ostern den neuen Präses Dr. Thorsten Latzel und die neugewählte Kirchenleitung in ihr Amt eingeführt. Zu den 15 Mitgliedern des Gremiums gehören jetzt gleich zwei Solinger: Hartmut Rahn und Lukas Schrumpf.

Seit zwölf Jahren Mitglied der Kirchenleitung: Hartmut Rahn. Seit zwölf Jahren Mitglied der Kirchenleitung: Hartmut Rahn.

Hartmut Rahn und Lukas Schrumpf begegnen sich zuweilen im sonntäglichen Gottesdienst – in ihrer Gemeinde Rupelrath. Der eine kennt den anderen fast ein ganzes Leben. „Ich glaube, der tut unserer Kirche gut“, sagt der 67-jährige Hartmut Rahn über den heute 26-jährigen Lukas Schrumpf, „der nimmt kein Blatt vor den Mund.“ Künftig begegnen sich die beiden nicht nur auf dem Kirchhof in Rupelrath – sondern auch bei den monatlichen Treffen der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Hartmut Rahn engagiert sich seit zwölf Jahren für das Leitungsgremium, zu dem neben dem Präses fünf hauptamtliche und neun nebenamtliche Mitglieder gehören. Lukas Schrumpf wurde im Januar von der Landessynode für acht Jahre in die Kirchenleitung gewählt.

Auf vielen Ebenen kirchlich aktiv: Lukas Schrumpf. Auf vielen Ebenen kirchlich aktiv: Lukas Schrumpf.

„Ich bin gewählt worden, weil ich 26 bin“, sagt Lukas Schrumpf. Da mache er sich nichts vor. Die Evangelische Kirche im Rheinland habe in den vergangenen Jahren die Tür für eine neue Generation geöffnet. „Und wir haben diese offene Tür genutzt“, sagt Schrumpf und denkt auch an Lisa-Marie Appel aus Bonn, ebenfalls Jahrgang 1994, die ebenfalls in die Kirchenleitung gewählt wurde. Er freue sich, dass für die verantwortungsvolle Aufgabe auch junge Leute gefragt worden seien. Und wie steht er nun zu dem Kompliment von Hartmut Rahn? „Ich kenne ihn mein ganzes Leben“, sagt Schrumpf, „und ich freue mich darauf, ihm in diesem neuen Rahmen zu begegnen.“ Tatsächlich hat Schrumpf in den vergangenen Jahren viel Erfahrung in Gremienarbeit gesammelt – im Presbyterium, im Kirchenkreis, in der Evangelischen Jugend, zuletzt auf der Landessynode und nicht zuletzt in der Politik. Ein Blatt vor den Mund nehme er wohl wirklich eher selten. Aber: „Jetzt ist vor allem eines von mir gefordert: Einarbeitung“, sagt Schrumpf. Es könne jetzt nicht darum gehen, die Welt verändern zu wollen. „Ich will mich in die Themen einarbeiten und mich dann einbringen“, sagt er und denkt vor allem an Bereiche wie digitale Chancen und neue Gemeindeformen. Mitdenken und mitgestalten – auch wenn es um den Verwaltungsbereich geht: „Das finde ich spannend“, sagt Schrumpf.

Hartmut Rahn erinnert sich ganz gut an seine eigenen erste Schritte auf Kirchenleitungsebene: „Ich wusste damals nicht, worauf ich mich einlasse“, sagt er heute und lacht. Aber er mache diese Arbeit sehr gerne. Einmal im Monat, zur Vorbereitung der Synoden auch öfter, treffen sich die Mitglieder der Kirchenleitung – meistens von Donnerstagnachmittag bis Freitagmittag. „Das oberste Gremium unserer Kirche ist die Landessynode“, erklärt Rahn, „aber unterjährig vertritt die Kirchenleitung die Synode.“ Also müssen Entscheidungen getroffen, aber auch gesellschaftliche und kirchenpolitische Diskussionen geführt werden. Wie definiert die Kirche ihr Verhältnis zum Islam? Welchen Einfluss haben leere Kassen in Kommunen auf kirchliches und gesellschaftliches Leben? Welche Haltung nimmt die Kirche in der Flüchtlingsfrage ein? „Wir sprechen darüber und laden Gäste ein, die zu den Themen referieren“, erklärt Rahn, der inzwischen Mitglied im Board of Directors von Nes Ammim, einem christliches Dorf im Norden Israels ist, das sich für die Versöhnung zwischen den Völkern und Religionen in Israel und Palästina einsetzt. „Die Versöhnungsarbeit liegt mir am Herzen“, sagt Rahn. Die Kirchenleitung ist auch gefragt, um die Synoden inhaltlich vorzubereiten. Und zweimal im Jahr besuchen die Mitglieder Einrichtungen oder Kirchenkreise. „Schließlich sind wir nicht für uns selbst da und wollen nicht im eigenen Saft schmoren“, erklärt der 67-Jährige.

Die Atmosphäre in dem Gremium sei gut, kündigt Rahn dem jungen Kollegen bereits an. „In den meisten Fällen gelingt es uns, am Ende mit einer Stimme zu sprechen“, sagt Rahn, „und wir haben trotz unterschiedlicher Meinungen einen geistlichen Grundkonsens.“ Das hat Lukas Schrumpf schon im Presbyterium und der Kreissynode erlebt. „Und ich bin am Ende ja auch ein Gemeindekind“, sagt der 26-Jährige, „ich habe für diese Arbeit im kirchlichen Rahmen einfach ein Herz.“

Fünf nebenamtliche und zwei hauptamtliche Plätze in der Kirchenleitung standen dieses Jahr bei der Synode zur Wahl: „Wir haben uns also deutlich verändert“, sagt Hartmut Rahn und denkt auch an den neuen Präses. Dr. Thorsten Latzel hat die Aufgaben von Manfred Rekowski übernommen. „Und natürlich hat jeder Präses auch seinen eigenen Stil“, sagt Rahn, der inzwischen den dritten Präses in der Kirchenleitung miterlebt. Lukas Schrumpf nimmt bereits seit seiner Wahl im Januar als Gast an den Treffen der Kirchenleitung teil. „Ich freue mich jetzt sehr, richtig einzusteigen“, sagt er.

Und was hat es nun mit der großen Solinger Präsenz in der Kirchenleitung auf sich? „Zufall“, sagen beide einmütig und ergänzen dann, dass es schon immer Solinger gegeben habe, die sich an verantwortungsvollen Stellen auf Landeskirchenebene engagiert hätten. Und doch: Die Verbindung zur Gemeinde in Rupelrath bleibt beiden wichtig – auch wenn Corona viel verändert hat. Hartmut Rahn engagiert sich im Finanzausschuss, schätzt die regelmäßigen Gottesdienste und Begegnungen mit Freunden. Schrumpf ist im Kreissynodalvorstand und in der Kreissynode engagiert. „Ich möchte irgendwo fest gemacht sein“, sagt er. Auch jetzt, als Teil der Kirchenleitung.

 

Theresa Demski / 31.03.2021



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