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für den 17.02.2019

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Jubiläum des ältesten Gebäudes der Stadt

Wald feiert 1000-jährigen Kirchturm

Mit einem Festjahr feiert die Evangelische Kirchengemeinde Wald ihren Kirchturm, der im Jahr 1019 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Damit gilt der Turm als das älteste Bauwerk in Solingen. Zum Jubiläum sind viele  Veranstaltungen geplant.

Auch im Jubiläumsjahr ein seltenes Bild: die Walder Kirche mit dem 1000-jährigen Turm bei Schnee. Auch im Jubiläumsjahr ein seltenes Bild: die Walder Kirche mit dem 1000-jährigen Turm bei Schnee.

Den Höhepunkt des Festjahres bildet am 22. September 2019 ein großer Festgottesdienst unter Mitwirkung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach mit anschließendem Festumzug und Stadtteilfest. „Die Kirche mit dem 1000-jährigen Turm ist das Wahrzeichen des Stadtteils Wald“, betont Pfarrer Hartmut Schneider die Bedeutung des Denkmals. „Stadtplaner bezeichnen Kirchtürme als Landmarken“, erklärt Oberbürgermeister Kurzbach anlässlich des Jubiläums, „für mich sind sie zuallererst ein Zeichen des Glaubens.“ Er habe darum gerne die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen.

Bereits um das Jahr 900 gab es am heutigen Standort eine einfache Saalkirche aus Holz. Gut 100 Jahre später, um das Jahr 1002/1003, erhielt die Benediktinerabtei Deutz in Köln dort zu ihrer Gründung die „Villa Walda“ mit einer neu errichteten romanischen Basilika zum Geschenk. Der vielleicht schon damals errichtete Kirchturm diente mit seiner Höhe von 41 Metern wohl auch der Sicherheit der Gemeinde. „Als Punkt auf der ersten Anhöhe vom Rhein konnte man Feinde von hier aus frühzeitig ausmachen und sich rechtzeitig im Turminneren in Sicherheit bringen“, erklärt Hartmut Schneider. Ob der Kirchturm damals bereits bestand, kann nur vermutet werden. Sicher ist aber, dass er im Jahr 1019 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird.

Als das Kirchengebäude im 19. Jahrhundert nach einem Gewölbeeinsturz neu errichtet werden musste, blieb der Turm mit seinem zweistöckigen Glockenstuhl bestehen. Doch auch an dem 1824 Neubau im klassizistischen Stil wurde im wieder Arbeiten nötig. Die letzte größere Sanierung fand im Jahr 2000 statt, als der Putz vollständig abgeschlagen und neu aufgetragen werden musste. „Die geplanten Baukosten sollten über eine Million DM betragen. Trotz aller Zuschüsse, konnte die Gemeinde das nur mit Hilfe eines Kredits finanzieren“, blickt Hartmut Schneider zurück. Darum habe sich damals die Denkmalstiftung gegründet, deren stellvertretender Vorsitzende der Gemeindepfarrer ist. Die Stiftung übernahm die Tilgung dieses Kirchenkreisdarlehens. „Viele engagierte Menschen entschlossen sich dazu, uns nach Kräften zu unterstützen. Neben dem Schuldendienst ermöglicht die Stiftung auch Erhaltungs- und Verschönerungsmaßnahmen und will kulturelle Veranstaltungen in der Kirche fördern“, führt Hartmut Schneider weiter aus. So konnte die Denkmalstiftung mit Hilfe großzügiger Spenden der Sparkasse und der unentgeltlichen Mithilfe verschiedener Handwerksfirmen aus Wald das Turmzimmer restaurieren: „Heute finden dort im ältesten Raum Solingens Ausstellungen, Versammlungen und Andachten statt“, erklärt Schneider.

Das  große Jubiläum des Turms, so der Pfarrer, sei auch ein kleineres Jubiläum für die Denkmalstiftung, die in diesem Jahr auf ihre Gründung vor 20 Jahren zurückblicken kann: „Wir danken allen, die die Arbeit der Stiftung durch Spenden unterstützt haben und dies auch weiterhin tun.“ Besonders beliebt sind neben den regelmäßig angebotenen Turmführungen etwa die Schneekugeln mit Motiven der Kirche und ihres Turms, die die Denkmalstiftung jedes Jahr pünktlich zum Weihnachtsmarkt verkauft.

„Unsere Kirche mit ihrem 1000-järigen Turm verbindet Menschen“, meint der Gemeindepfarrer. Dies werde sich auch im Jubiläumsjahr zeigen, in dem viel geplant ist, darunter mehrere Konzert- und Bühnenveranstaltungen. In die Feierlichkeiten integriert werden in diesem Jahr auch bereits traditionelle Veranstaltungen wie die Walder Theatertage, „Wald leuchtet“ oder der Wichtelmarkt am Walder Rundling.

Das Festjahr wird organisiert und vorbereitet von den vier „Waldarbeitern“ Peter Wirtz, Rainer Francke, Guido Rohn und Bernd Reinzhagen. Unterstützt werden sie dabei von der Stadtsparkasse Solingen, den Stadtwerken, der Erzquell Brauerei und dem Solinger Tageblatt.

 

05.02.2019



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