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3 Fragen an Dr. Ilka Werner

„Wer heute das Theologiestudium beginnt, hat später sichere Aussichten auf eine Stelle!“

Im November informiert die Evangelische Kirche wieder junge Menschen vor dem Abitur über das Theologiestudium. Superintendentin Dr. Ilka Werner nimmt sich aus diesem Anlass Zeit für 3 Fragen rund um die Ausbildung fürs Pfarramt.

Denkt gerne an ihr Studium der Theologie zurück: Superintendentin Dr. Ilka Werner. Denkt gerne an ihr Studium der Theologie zurück: Superintendentin Dr. Ilka Werner.

Frau Dr. Werner, denken Sie gerne an ihre Zeit an der Uni zurück?

Ja, sehr gerne – ich habe wirklich mit Begeisterung studiert und werde heute noch bei manchen Buchtiteln oder Vortragsankündigungen ganz kribbelig und neugierig, mich mit neuen Themen oder weitergedachten alten Theorien auseinanderzusetzen. Es ist für mich wirklich faszinierend, den Glauben und seine Geschichte auch in den wissenschaftlichen Motiven und Ausprägungen nachzuvollziehen. Im Theologiestudium ist ja ein ganzer Strauß von Fächern zusammengefasst – Sprachwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Psychologie und Sozialwissenschaften etwa, alles kommt vor, und wer studiert, kann sich wirklich persönlich passende Schwerpunkte setzen. Für mich waren es die systematische Theologie und Philosophie, in dem Bereich habe ich dann später auch promoviert.
Manchmal packt mich die Sehnsucht, mal wieder ein paar Monate ganz ins Studieren eintauchen zu können – das kriege ich in meinem Amt nicht hin, aber ganz aufgegeben habe ich das Lesen, Schreiben und Zur-Diskussion-Stellen von Theologie nie. Es macht einfach zu viel Spaß!

Welche Voraussetzungen sollte jemand mitbringen, um Evangelische Theologie mit dem Berufsziel „Pfarramt“ zu studieren?

Fürs Studium ist es toll, wenn jemand Lust daran hat, sich tief in Texte zu versenken und ihren inneren Zusammenhängen nachzuspüren – gerne lesen ist schon eine Voraussetzung. Das gilt auch fürs Pfarramt, da kommen dann noch zwei wichtige Dinge dazu. Zuerst: Freude am Kontakt und an der Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Menschen, die PfarrerInnen unter vier Augen oder in Grüppchen und Gruppen begegnen, also Lust und Begabung zu Kommunikation überhaupt. Dann: ein Händchen für Organisatorisches – die vielen Aufgaben im Amt und Notwendigkeit, sich selbst zu strukturieren, die Zeit gut einzuteilen, Gremien und Gruppen zu leiten, und vieles mehr machen das wichtig und nötig.

Noch vor zehn Jahren konnte es passieren, dass junge Leute nach Studium, Vikariat und Probedienst nicht dauerhaft im Pfarrberuf arbeiten konnten, weil es mehr Bewerberinnen und Bewerber als freie Pfarrstellen gab. Wie sieht denn heutzutage die Berufsprognose für diejenigen aus, die sich für das Theologiestudium einschreiben?

Das sieht heute völlig anders aus: Wer heute das Studium beginnt, hat sichere Aussichten auf eine Pfarrstelle. Einmal, weil sich Angebot und Nachfrage im Moment einigermaßen stabil einpendeln. Die Planung der Evangelischen Kirche im Rheinland sieht keine Reduktion der Pfarrstellen zwischen 2030 und 2040 mehr vor – nun ist so eine Planung eine Sache und die Realität eine andere, aber nach allem, was man so wissen kann, sind die Berufsaussichten für Menschen, die jetzt ein Studium beginnen, wirklich gut. Dazu kommt, dass man sich seit einiger Zeit in allen deutschen Kirchen bewerben kann und darum einfach mehr Möglichkeiten hat – das war zu meiner Zeit noch anders, da hing man an der eigenen Landeskirche fest.
Auch wenn sich in den Kirchen jetzt viel ändert: das Pfarramt ist und bleibt ein intensiver, toller Beruf mit viel Gestaltungsfreiheit. Zum Studium kann ich nur Mut machen!

 

06.11.2019



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