Losung

für den 02.06.2020

Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN.

1.Samuel 2,1

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Wie geht es weiter mit Onlinegottesdiensten?

Von Präsenzgottesdiensten und Gottesdiensten zu Hause

Seit dem 1. Mai sind unter strengen Auflagen wieder Gottesdienste mit Anwesenden möglich. Die Gemeinden prüfen sorgfältig, wie Gottesdienst unter Corona-Bedingungen geht und welche Konsequenzen für die Zukunft gezogen werden können.

Laptop und Gesangbuch: die Zukunft des Gottesdienstes ist auch digital. Laptop und Gesangbuch: die Zukunft des Gottesdienstes ist auch digital.

Seit wenigen Wochen kennt die Kirchensprache ein neues Wort. „Präsenzgottesdienst“ wird zu Coronazeiten genannt, was bis vor kurzem einfach nur „Gottesdienst“ hieß: eine mehr oder weniger große Zahl von Menschen, die meist in einer Kirche gemeinsam beten, singen, auf das Wort Gottes hören und Gemeinschaft miteinander erleben. Wer mitfeiern wollte, musste wie alle anderen in die Kirche kommen: zur selben Zeit am selben Ort.

Eine direkt zu Beginn des Corona-Lockdowns entstandene Alternative zum Präsenzgottesdienst ist der Online-Gottesdienst. Predigerinnen und Prediger, Musikerinnen und Musiker werden für den Gottesdienst ein paar Stunden vorher als Video aufgezeichnet. Anschließend werden Liedtexte hineingefügt oder Übergänge zwischen verschiedenen Kameraeinstellungen gestaltet. Sonntags, zur gewohnten Stunde, wird die Aufzeichnung dann auf einem Videokanal freigegeben. Es fühlt sich an, wie der seit Jahrzehnten bewährte Fernsehgottesdienst, nur dass die Kanzel jeden Sonntag in der eigenen Gemeinde steht.

Eine andere Alternative heißt Gottesdienst zu Hause: Per Messengerdienst, als Download von der Gemeindewebsite oder ganz analog mittels Papiertüten zum Mitnehmen, die jede Woche neu an der Kirchentür aufgehängt werden, kann man aus angebotenen Texten, Lieder, vorformulierten Gedanken und sogar Altarkerzen in Form eines Teelichts Zuhause einen eigenen Gottesdienst feiern. In Gemeinschaft mit anderen, die zu Haushalt gehören, oder allein. Auch hier läuten sonntags am Vormittag wie gewohnt die Glocken an der Kirche: Wer damit den Gottesdienst am Küchentisch beginnt, darf sich dann besonders verbunden wissen mit anderen, die es genauso machen.Egal ob digital oder analog, Rückmeldungen an die Gemeinden zeigen: Menschen feiern zu Hause mit – direkt am Sonntagvormittag oder im Laufe der folgenden Woche, wenn es ihnen besser passt.

Alle Solinger Gemeinden, die in den vergangenen Wochen konsequent auf Online-Gottesdienste gesetzt haben, waren zunächst einmal vorsichtig bei der Rückkehr zu Präsenzgottesdiensten. Denn wegen der Ansteckungsgefahr dürfen in den meisten Kirchen nur bis zu 30 Menschen gleichzeitig am Gottesdienst teilnehmen. Bei ihren Online-Gottesdiensten können die Verantwortlichen pro Gottesdienst dagegen zwischen 150 und 600 Klicks zählen. Ein einzelner Gottesdienst wurde sogar über 1500 Mal aufgerufen. Längst gibt es aus Solinger Gemeinden auch Gottesdienstangebote für Kinder und Jugendliche im Netz. Keine Frage: Wurden die Gemeinden zu Anfang ins kalte Wasser geworfen, haben sie mittlerweile viel Knowhow dabei gewonnen, ihre Angebote auch im Web zu präsentieren.

Jetzt bereiten sich einige auf den nächsten Schritt vor. Die erste Gemeinde hat bereits angekündigt, ab Christi Himmelfahrt den Präsenzgottesdienst mit maximal 30 Menschen gleichzeitig live übers Internet zu übertragen. Das ist anspruchsvoll, denn die technischen Hürden für eine fehlerfreie Übertragung sind sehr viel höher als bei der Aufzeichnung. Und die Kirche selber muss eine gute Internetanbindung haben. Denn Übertragungswagen wie beim klassischen Fernsehgottesdienst gibt es hier natürlich nicht.

Im Interview für das Radio RSG-Kirchenmagazin „Himmel und Erde“ rechnet die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner damit, dass spätestens zu Pfingsten die meisten Solingen Gemeinden wieder Präsenzgottesdienste feiern werden. Sie bestärkt die Gemeinden aber darin, behutsam vorzugehen: „Wenn Menschen aus unseren Gemeinden, die sonst immer kommen, dann lieber nicht kommen würden, weil sie zur Risikogruppe gehören und sich fürchten, dann wäre das nicht die Form von Gemeinschaft, nach der wir uns gesehnt haben.“ Darum war es wichtig erst ein wenig abzuwarten, „bis etwas mehr Sicherheit in der Situation ist“, und genau zu prüfen, welche Gottesdienstformen möglichst wenige ausschließen.

Außerdem, so Werner, sei es auch sinnvoll, jetzt zu fragen, welche Angebote auch in Zukunft weitergeführt werden sollten: „Wir haben jetzt die Chance zu gucken, welche Angebote wir Menschen machen können, die vielleicht sagen: Eine Stunde Gottesdienst am Sonntagmorgen, das kommt für mich nicht in Frage - aber irgendwann im Laufe der Woche eine Viertelstunde Kirche zum Nachdenken, das finde ich gut!“

Übrigens: Ein neues Wort für Gottesdienst, die Gemeinden mit anwesenden Menschen feiern und gleichzeit zum Online-Abruf ins Netz stellen, gibt es auch schon: "Hybrid-Gottesdienste".

Das ganze Radio RSG-Interview mit Superintendentin Dr. Ilka Werner gibt es unten zu Nachhören.

 

19.05.2020



© 2020, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung