Losung

für den 06.07.2022

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Jesaja 60,19

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16. Agenda-Nachtcafé zu Freihandelsabkommen

Wirtschaftspartnerschaft oder moderner Kolonialismus

TTIP und CETA kennen die meisten. Viel unbekannter sind EU-Handelsabkommen mit ehemaligen Kolonialstaaten in Übersee. Sie gefährden vor allem die Wirtschaft in den armen Ländern. Das Agenda-Nachtcafé am 18.11.2016 greift das Thema auf.

Lupe

TTIP und CETA - war der Begriff „Freihandelsabkommen“ bis vor kurzem noch ausschließlich etwas für Spezialisten, ist er durch die Diskussion um die beiden Verträge der EU mit dem nordamerikanischen Kontinent in aller Munde. Weit weniger umstritten sind dagegen Wirtschaftsabkommen über Freihandelszonen der EU mit 78 Staaten, die in der Mehrzahl ehemalige europäische Kolonien in Afrika, der Karibik und im Süd-Pazifik sind. Vielleicht weil die Bedrohung hier nicht für den europäischen Partner, sondern fast ausschließlich für die Wirtschaft in Übersee besteht.

So sieht der UN-Wirtschaftsexperte für Ostafrika, Andrew Mold, in den Verträgen eine langfristige Bedrohungen für die afrikanische Wirtschaft: „Die afrikanischen Länder können mit einer Wirtschaft wie der Deutschen nicht konkurrieren. Das führt dazu, dass durch den Freihandel und die EU-Importe bestehende Industrien gefährdet werden und zukünftige Industrien gar nicht erst entstehen, weil sie dem Wettbewerb mit der EU ausgesetzt sind.“

Absurderweise werden so auch Entwicklungsprogramme der EU, die mit viel Geld der Steuerzahler die wirtschaftlichen Fluchtursachen in Afrika bekämpfen sollen, unwirksam, z.B. in Ghana, wo Billigimporte aus der EU die lokale Geflügelwirtschaft mit Tausenden Arbeitsplätzen zerstört.

Zu Information und Diskussion zu diesem Thema lädt das 16. Agenda-Nachtcafé 21 am kommenden Freitag, 18. November 2016, um 19.00 Uhr in die Evangelische Citykirche Wald, Walder Kirchplatz 1, 42719 Solingen. Gäste an diesem Abend, den der der Evangelische Kirchenkreis Solingen mit seinem „Fachausschuss Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung“, dem „Fachausschuss Zuwanderung“ und seinem Friedensbeauftragten in Zusammenarbeit mit „Attac Solingen“ vorbereitet hat, sind Werner Rätz von der globalisierungskritischen Organisation Attac Deutschland, Dr. Boniface Mabanza von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika sowie die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner. Musik kommt von Michel Sanya. Moderator des Abends ist Hans Wietert-Wehkamp.

 

17.11.2016



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