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für den 26.09.2020

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Wort des Kirchenkreises zur Tragödie in Solingen

"Wo warst Du, Gott?"

Die Evangelische Kirche in Solingen teilt die Bestürzung vieler Menschen  angesichts der furchtbaren Nachricht von den getöteten Kindern. "Wir beklagen diese sinnlosen Tode und richten unsere Klage auch an Gott", schreibt Synodalassessor Thomas Förster.

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Wort des Evangelischen Kirchenkreises Solingen
zu der furchtbaren Nachricht des gestrigen Tages

Einen „Stich ins Herz unserer Stadt“ hat der Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach die Tragödie des gestrigen Tages genannt. Angesichts der furchtbaren Nachricht über den gewaltsamen Tod der fünf Kinder teilt die Evangelische Kirche in Solingen die Bestürzung vieler Menschen in Solingen. Wir trauern mit ihnen. Wir beten mit ihnen für die Getöteten und für ihre verzweifelten Angehörigen und Freunde. Wir fühlen uns mit vielen Menschen machtlos, weil es offenbar nicht möglich war, diese schreckliche Tat zu verhindern.

Wir beklagen diese sinnlosen Tode nicht nur vor uns selbst und vor der Welt. Wir richten unsere Klage auch an Gott. Gemeinsam mit vielen fragen wir: Wo warst Du gestern, Gott?

Wir richten unsere Bestürzung an Gott. Und bleiben davon überzeugt, dass unser Fragen und Klagen bei ihm nicht ungehört bleibt. Wir glauben, dass Gott auf unsere Worte und Gedanken achtet, auch wenn wir ihn manchmal nicht verstehen können. Wir halten uns an ihm fest, auch wenn wir ihn manchmal kaum zu erkennen glauben. Und wir wollen darauf vertrauen, dass Gottes Möglichkeiten weiter reichen als die Möglichkeiten dieser Welt und dieser Zeit. Auch für die fünf Kinder, die viel zu früh aus dieser Welt gerissen wurden. Auch für ihre Familie und Freunde, die jetzt so unfassbar leiden. Auch für uns selbst, die wir jetzt nach Antworten und nach Gewissheit suchen, wo es keine zufriedenstellenden Antworten geben kann.

Die Menschen in Solingen bitten wir, in dieser Situation zusammenzustehen, aufeinander Acht zu geben, die Bestürzung und Trauer miteinander zu teilen und für die gestorbenen Kinder und ihre Angehörige zu beten.

Pfarrer Thomas Förster, stellvertretender Superintendent

Gebet

Gott,
wo warst Du, als gestern das Unfassbare geschah?
Manchmal können wir Dich gar nicht verstehen.
Doch wir halten daran fest, dass Du unsere Klagen hörst und unsere Tränen siehst.
Darum liegen wir Dir auch weiter in den Ohren!
Und bitten Dich für die fünf Kinder, die aus dem Leben gerissen wurden,
für die Trauernden, deren Verzweiflung so groß ist,
für unsere Stadt Solingen, in der jetzt viele Menschen so aufgewühlt sind,
und für Deine ganze Welt, in der uns vieles manchmal so zerrissen und unverständlich erscheint.
Gib uns wieder Frieden und die Zuversicht, dass Du uns treu bleibst!
Amen.
 

Auch der Dorper Pfarrer Joachim Römelt hat ein Gebet auf Facebook gepostet:

„Gott, wir sind nach wie vor fassungslos. Wir begreifen nicht, was geschehen ist.
Wir wünschen uns eine Welt, in der so etwas nicht geschieht. In der Du so etwas verhinderst.
Aber so ist es nicht. Wir halten Dir alles hin: unseren Schmerz, unsere Sprachlosigkeit, unser Nicht-Begreifen.
Und bitten Dich: Lass die Kinder bei Dir geborgen sein.
Sei allen ganz nahe, die sie jetzt von ganzem Herzen vermissen und untröstlich sind.
Sei bei ihrem Bruder und ihrer Mutter. Was muss in ihr vorgegangen sein? Was kann ihr jetzt helfen, zu leben?!

Gott, wir bitten Dich für die Polizei- und Rettungskräfte, die gestern vor Ort waren.
Für alle Menschen, die sich dieser schrecklichen Situation stellen mussten und müssen.
Lass sie offene Ohren, Trost und Begleitung finden.
Stell den Bildern des Schreckens neue Bilder des Lebens und des Lichts zur Seite,
die sich nach und nach heilsam in ihnen ausbreiten.
Amen.“

 

 

04.09.2020



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