Losung

für den 19.08.2019

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel.

Sacharja 9,9

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Salbung

Heilsame Berührung Gottes

Die Evangelische Kirche legt besonderes Gewicht auf die Kraft des Wortes. Aber auch Handlungen wie die Krankensalbung bekommen seit einiger Zeit zunehmend Bedeutung.

Die Zuwendung Gottes körperlich erfahren: Salbungsgottesdienst (Foto: ekir.de). Die Zuwendung Gottes körperlich erfahren: Salbungsgottesdienst (Foto: ekir.de).

"Heilungsgeschichten stehen nicht in der Bibel, damit der Pfarrer darüber predigt, sondern damit die Gemeinde entsprechend handelt." Zu diesem Ergebnis kam der Schweizer Theologieprofessor Walter Hollenweger in der Begegnung mit Christinnen und Christen aus China, Indien und Afrika, wo die Erfahrung durchaus keine Seltenheit ist, dass Menschen nach einem Gebet um Heilung gesund werden. Seither bemüht er sich, den vernunftbetonten Protestantismus aus seiner Selbstreduzierung auf das Wort zu wecken und die Ganzheitlichkeit des Heils wieder zum Zuge zu bringen. Gemeinsam mit Krankenhauspersonal entwickelte Hollenweger deshalb eine Liturgie für den alten biblischen Ritus der Krankensalbung. In ihm soll die heilsame Kraft des Glaubens für Menschen von heute wieder erfahrbar werden.

Wiederentdeckung einer verschütteten Praxis
Auch in Solingen wird die über Jahrhunderte im Protestantismus verschüttete Praxis der Krankensalbung mittlerweile wieder entdeckt und im Gottesdienst praktiziert – etwa regelmäßig zwei- bis dreimal im Jahr in einem Salbungsgottesdienst in der Dorper Kirche oder bei einem speziellen Gottesdienst im Rahmen der „Solinger Nacht der offenen Kirchen“ in der Kapelle des Städtischen Klinikums. "Das hat Menschen, die daran teilgenommen haben, ungeheuer gestärkt. Sie haben berichtet, die Salbung habe sie tief berührt und sie hätten die Nähe Gottes besonders intensiv gespürt", erzählt Klinikpfarrerin Renate Tomalik, die auch in Krankenzimmern gute Erfahrungen mit der Krankensalbung gemacht hat. Auf Kirchentagen gehören Salbungsfeiern längst zum normalen Programm.

"Und der Herr wird ihn aufrichten."
Zu vollmundigen Heilungsversprechen wie sie in der Esoterikszene oder in manchen charismatischen Gottesdiensten an der Tagesordnung sind, geht man dabei aber auf Distanz. Für die Praxis der Krankensalbung findet sich eine Anleitung im Neue Testament. Im Jakobusbrief ist zu lesen, wie mit den Kranken in der Gemeinde umgegangen werden soll. Die Gemeinde soll für sie beten und sie mit Öl salben. „Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten", heißt es dort. Dieses Aufrichten bedeutet aber nach evangelischem Verständnis nicht zwangsläufig das Ende der Erkrankung: Salbung kann nach biblischer Verheißung Gesundung bewirken oder zumindest Erleichterung und Besserung verschaffen oder auch nur dazu beitragen, besser mit unveränderlichen Beeinträchtigungen zu leben.

ekir.de/Thomas Förster / 03.05.2008



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung