Losung

für den 14.12.2019

HERR, du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren.

Psalm 30,4

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SEGEN

Gottes Geleit auf dem Lebensweg

Menschen sprechen anderen Menschen den Segen zu und empfehlen sie so Gottes gutem Geleit.

Auch - aber nicht nur - Pfarrer können segnen: Segenszuspruch für die Gemeinde am Ende des Gottesdienst (Foto: ekir.de) Auch - aber nicht nur - Pfarrer können segnen: Segenszuspruch für die Gemeinde am Ende des Gottesdienst (Foto: ekir.de)

Wenn ein Gremium einen Entwurf absegnet, klingt das abfällig nach uninteressiertem Abnicken. Wenn jemand mit Heißhunger an einer Mahlzeit teilnimmt, redet man gern flapsig vom gesegneten Appetit. Das Wort "Segen" gehört bei vielen zum aktiven Wortschatz. In der Kirche geht es um die ursprüngliche Bedeutung: Segen ist Gottes Geleit auf dem Lebensweg. Segen ist Gottes Zuneigung.

Nicht nur Pfarrer
Den Segen sprechen Menschen anderen Menschen zu - nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer. Das können Eltern sein, die vor dem Einschlafen ihr Kind segnen. Oder Kollegen, wenn einer zu einem schwierigen Einsatz aufbricht. Oder die Pastorin, die am Ende des Gottesdienstes der Gemeinde den Segen Gottes zuspricht. Ein Segenszuspruch kann einfach aus drei Worten bestehen - "Gott segne dich" - vielleicht verbunden mit einer Geste wie der Handauflegung oder einem Kreuzzeichen auf der Stirn. Er kann aber auch viele Worte enthalten wie der so genannte aaronitische Segen, den die Christen mit der jüdischen Tradition teilen:

"Der HERR segne dich und er behüte dich. Er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden."

Gegenstände jedoch, seien es Autos oder Altäre, segnet Gott nach evangelischem Verständnis nicht. Menschen sprechen den Segen kollektiv zu - etwa am Ende des Gottesdienstes. Sie können ihn auch individuell zusprechen - zum Beispiel bei Taufe und Konfirmation, Trauung und Ordination. Beliebt sind auch der Reisesegen, der Segen zum Schulbeginn oder zum Jubiläum.

Kein Zauberspruch
Weil Gott entscheidet, worauf Segen liegt, funktioniert das Segnen bei den Menschen nicht automatisch. Ein Segenswort ist kein Zauberspruch. Es ist eine Bitte, bei der Menschen Gott anrufen, er möge jemand anderen in seine Fürsorge einbeziehen. Und es ist eine Bestätigung, bei der Menschen, die wissen, dass Gottes Segen immer und allen gilt, diesen Segen in einer aktuellen Situation einem konkreten Menschen oder einer Gruppe zusagen. Menschen, die segnen, sind "Handlanger" Gottes, wie eine Pfarrerin einmal predigte. Denn: Segen geht von Gott selbst aus. Den Menschen bleibt: Sie sind eingeladen, Segen zu empfangen und Segen weiterzugeben.

ekir.de/Thomas Förster / 03.05.2008



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