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für den 07.12.2019

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Grußwort von Dr. Ilka Werner zur Wiedereröffnung der Christuskirche

„Mehr als ein Kirchenumbau“

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde am Sonntag Trinitatis das umgebaute und erweiterte Gemeindezentrum Christuskirche in Rupelrath eingeweiht. Wir dokumentieren das Grußwort von Superintendentin Dr. Werner im Wortlaut.

Superintendentin Dr. Ilka Werner beim Grußwort im Anschluss an den Festgottesdienst. Superintendentin Dr. Ilka Werner beim Grußwort im Anschluss an den Festgottesdienst.

Grußwort von Superintendentin Dr. Ilka Werner
zur Wiedereröffnung des Gemeindezentrum Christuskirche
der Evangelischen Kirchengemeinde St. Reinoldi Rupelrath
am Sonntag Trinitatis (16. Juni 2019)

„Mehr als ein Kirchenumbau“

„Sollte Gott wirklich auf Erden wohnen?
Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das wir gebaut haben?
Wende dich aber zum Gebet deiner Gemeinde, Herr, unser Gott: Lass deine Augen offen stehen über diesem Hause Tag und Nacht, über der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein!
Wenn jemand betet in diesem Hause, wenn jemand Vergebung sucht oder Zuflucht, Gemeinschaft oder Hilfe, so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und gnädig sein und jedem geben, wie du sein Herz erkennst.“

Liebe Gemeinde Rupelrath, liebe AufderHöher,
liebe Gäste heute morgen,
ich gratuliere Ihnen herzlich zur Wiedereröffnung der Christuskirche, persönlich und im Namen des ganzen Kirchenkreises.

Und ich bin sehr beeindruckt von dem, was Sie hier mit vereinten Kräften geschafft haben – ab und zu habe ich zwischendurch die Baustelle gesehen, und ich habe mit Ihnen im letzten Jahr im schon fertigen, neuen Saal schon Gottesdienste gefeiert, um so mehr freue ich mich, jetzt mit Ihnen hier die Fertigstellung feiern zu können. Und es ist toll: Wow!

Mit vereinten Kräften haben Sie gebaut, und zu manchen Zeiten ging es dem einen oder der andern wohl auch mal über die Kräfte, das muss auch gesagt sein und Raum haben, aber jetzt ist es geschafft, das Ganze ist fertig, sogar so ziemlich im geplanten Rahmen, das ist eine wirklich tolle Leistung: Respekt!

Und was Sie da gebaut haben, das ist mehr als ein Gebäude, hier ist mehr geschehen als ein Kirchenumbau – hier ist auch Gemeinde gebaut worden, neu gebaut, anders gebaut, umgebaut.
Dass da eine Gemeinde in Zeiten, wo vieles an Kirche sich kleiner setzen muss, sagt und sagen kann: „Unsere Kirche ist zu klein, unser Gemeindehaus auch. Wir wollen so umbauen, dass wir mehr Platz für die vielen Menschen haben, die zu uns kommen“ – das ist schon etwas sehr Besonderes.
Dass Sie als Gemeinde das gesagt haben, zeugt von Mut, von Gottvertrauen und Aufbruchsbereitschaft und es zeigt, dass Sie sich nicht scheuen, mal ein großes Rad zu drehen.
Und dass Sie das als Gemeinde sagen konnten, das zeigt, wie sehr Sie hier miteinander verbunden sind, im Glauben und im Engagement für die Kirche und die Gemeinde, dass Sie wussten, dass Sie sich aufeinander verlassen konnten, dass Sie darauf zählen konnten, die Kräfte zu vereinen und Energie und Geld zu sammeln und den Bau zu wuppen.

Was Sie hier geschafft haben, das strahlt weit aus und zeigt, wie lebendig Kirche ist.

Als Superintendentin und damit als Liebhaberin aller zehn Solinger Gemeinden weiß ich und erlebe ich mit, wie nah Aufbruch und Aufbau und Freude und Aufgabe und Verkauf und Trauer beieinanderliegen und dass sie beide zum Leben der Kirche und der Gemeinden heute dazugehören.
Es ist in unserer Stadt an vielen Stellen gelungen, Kirchen aus- und umzubauen oder neu zu gestalten, so dass die Menschen sich in ihnen wohlfühlen. Und gleichzeitig und daneben mussten wir Pfarr- und Personalstellen und auch manche Standorte aufgeben und Arbeit einschränken.
Es ist da nicht immer einfach, eine gute Balance zu finden oder die beste Entscheidung zu treffen. Sätze wie: ‚Menschen statt Steine’ geben eine Richtung vor, aber es ist auch so, dass unsere Kirchen und Gebäude ganz ohne Worte für sich allein predigen, und diese Predigt sollte nicht düster, kalt und altmodisch sein, darum kommt es auch auf die Steine an. Wichtig ist, dass wir da als Solinger Gemeinden beieinander bleiben und miteinander Verantwortung für das evangelische Leben in der Stadt übernehmen und gemeinsam nach guten Lösungen suchen.
Es kommt darauf an, dass Menschen wie Steine lebendig sind und glaubwürdig von Gottes Gnade erzählen.

Ich habe zu Anfang ein paar Sätze aus dem Tempelweihgebet des Königs Salomo zitiert – und möchte das noch mal betonen und Ihnen von Herzen wünschen, dass diese Kirche spürbar ausstrahle, dass Gott mit offenen Augen und Ohren hier ganz nahe ist!
„Wenn jemand betet in diesem Hause, wenn jemand Vergebung sucht oder Zuflucht, Gemeinschaft oder Hilfe, so wollest du, Gott, zuhören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und gnädig sein und jedem Hilfe geben, wie du sein Herz erkennst.
Lass deine Augen offen stehen über diesem Hause Tag und Nacht, über der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein!“

 

 

19.06.2019



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