Losung

für den 21.09.2020

Ich liege gefangen und kann nicht heraus, mein Auge vergeht vor Elend. HERR, ich rufe zu dir täglich.

Psalm 88,9-10

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Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis

Von (Kirchen)Tag zu (Kirchen)Tag

Vom 1. bis 5. Mai 2013 fand der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg statt. Der Rückblick auf Hamburg macht Lust auf den nächsten Kirchentag in Stuttgart vom 3. bis 7. Juni 2015!

Auch der Turm der alten Nikolaikirche wies den Weg beim Kirchentag. Foto: Beate Michel LupeAuch der Turm der alten Nikolaikirche wies den Weg beim Kirchentag. Foto: Beate Michel

Mein erster Kirchentag. Bereits bei der Ausschreibung im November 2012 habe ich mich entschlossen mitzufahren. Gedacht – getan. Am 01. Mai 2013 ging es mit einer Gruppe von ca. 30 Personen ab dem evangelischen Gemeindezentrum Duisburg-Wedau mit dem Bus nach Hamburg. Es waren Gemeindemitglieder aller Altersgruppen dabei. Das jüngste Mitglied war 4 Jahre alt. Mit einem pfiffigen Busfahrer waren wir frühzeitig an unserem Ziel: der Fritz-Köhne-Schule in Hamburg-Rothenburgsort.

Die Unterkunft im Klassenzimmer: Campingfeeling pur. Foto: Beate Michel LupeDie Unterkunft im Klassenzimmer: Campingfeeling pur. Foto: Beate Michel

14 Personen wurden in einem Klassenzimmer untergebracht. Die zugewiesene Unterkunft wurde von allen in kurzer Zeit zu einer Schlafstatt umgewandelt. Isomatten und Schlafsäcke, sowie komfortable Feldbetten und Luftmatratzen wurden nebeneinander aufgereiht. Campingfeeling pur. Morgens wurden wir von den Gemeindemitgliedern der anliegenden Kirchengemeinde St. Thomas mit Frühstück versorgt.

Und dann ging es los zum 34. ev. Kirchentag in Hamburg. Das Motto des Kirchentages lautete „ Soviel du brauchst“. Auf vier Großbühnen mit verschiedenen Standorten in der Hamburger City wurden Eröffnungsgottesdienste gefeiert. Unsere Gruppe traf sich auf der Reeperbahn. Bei herrlichem Sonnenschein kamen tausende Menschen um zu singen und zu beten. Die Eröffnung wurde durch Frau Katrin Göring-Eckardt, (Präsidiumsvorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Berlin) ausgesprochen.

Die Nordkirche präsentierte sich vielseitig. Foto: Beate Michel LupeDie Nordkirche präsentierte sich vielseitig. Foto: Beate Michel

Danach ging es durch die Speicherstadt zu den einzelnen Ständen der Regionen der Nordkirche. Natürlich hat jeder einen typischen Kirchentagsschal erworben. Als es dunkel wurde trafen sich alle Teilnehmer noch einmal zum „Abend der Begegnung“ rund um die Binnenalster. Es wurden Kerzen angezündet und Musik gehört. Zusammen wurde das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ gesungen. Danach wurde der Segen gesprochen. Um ca. 23.30 Uhr erreichten wir nach einem langen anstrengenden Tag unser Quartier. Meine Bedenken auf der unbequemen Isomatte nicht schlafen zu können, waren ruck zuck verworfen. Ich freute mich einfach nur liegen zu können und schon war ich eingeschlafen. Allen anderen erging es ähnlich.

Immer wieder der Höhepunkt: Kindernothilfe-Konzert mit den Wise Guys. Foto: Beate Michel LupeImmer wieder der Höhepunkt: Kindernothilfe-Konzert mit den Wise Guys. Foto: Beate Michel

An den nächsten Tagen konnte man zwischen unendlich vielen Veranstaltungsangeboten wählen. Das Programmheft umfasste 620 Seiten. Ab 7.00 Uhr gab es Morgengebete und ab 9.30 Uhr konnte man für eine Stunde an verschiedenen Bibelarbeiten teilnehmen.

Mich als Neuling hat das Angebot glatt erschlagen. Ich hatte ja noch überhaupt keine Vorstellung von dem, was mich erwartet. Auch das Programmheft half mir nicht weiter. So entschloss ich mich, erst einmal alleine durch die Messehallen von Hamburg zu schlendern, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Die anderen Teilnehmer suchten sich die gewünschte Veranstaltung aus und versuchten noch einen Platz zu bekommen. Dies war manchmal gar nicht so einfach. Bei interessanten Rednern und Gesprächen wollten natürlich alle, also tausende, dabei sein.

Bei meinem wahllosen Durchstreifen habe mir sehr interessante Vorträge zu den einzelnen Themen angehört. Es bezog sich natürlich alles auf das Motto des Kirchentages „Soviel du brauchst“. Die Bibeltexte wurden gelesen und dann in die heutige Zeit interpretiert. Oftmals ging es um das globale Thema der Nachhaltigkeit. Aber auch um ökologische, wirtschaftliche und politische Probleme, die die Menschen in Deutschland und in aller Welt beschäftigen. Auf anderen Bühnen wurden Theaterstücke aufgeführt und Musik gespielt. Die Kindernothilfe stellte ihr außergewöhnliches Bildungsprojekt unter dem Motto „Bildung ändert alles“ bei dem Konzert der Gruppe „Wise-Guys“ vor.

Für mich war es an den anderen Tagen weiterhin das Beste, mich durch das Messegelände oder der Innenstadt treiben zu lassen. Ich genoss die Atmosphäre des Kirchentages. Die Zusammenkunft der vielen Menschen, das friedliche Miteinander, freundliche lächelnde Gesichter, aufgeschlossene interessierte Menschen und andächtige Momente.

130.000 Menschen feierten den Abschlussgottesdienst im Hamburger Stadtpark. Foto: Beate Michel. 130.000 Menschen feierten den Abschlussgottesdienst im Hamburger Stadtpark. Foto: Beate Michel.

Der Abschlussgottesdienst am Sonntag bei herrlichem Sonnenschein im Stadtpark bestätigte noch einmal dieses harmonische Zusammentreffen. Zehntausende trafen sich um gemeinsam einen Gottesdienst mit Abendmahl zu feiern. 5000 Pfadfinder und viele andere Helfer machten es möglich, dass die Veranstaltung reibungslos von statten ging. Mit viel Musik, Gebeten und einer wunderbaren Predigt des Bischofs Nick Baines, Bradford (England) ging mein erster Kirchentag zu Ende.

Am Sonntag um 18.00 Uhr trafen wir alle geschafft, aber glücklich vor dem Gemeindezentrum in Wedau ein. Für mich waren es fünf wunderbare Tage, von denen ich viel für den Alltag mitgenommen habe.

Weitere Infos mit Rückblicken auf den Kirchentag in Hamburg und Vorschau auf Stuttgart: www.kirchentag.de

 

Heike Schmitz / 6. Mai 2013



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