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Kirchentag

Rheinischer Präses fordert zum Dialog der Religionen auf

Der rheinische Präses Manfred Rekowski hat zu einem besseren Austausch zwischen den Religionen aufgerufen. „Zu Begegnungen gibt es für mich keine Alternative“, sagte er am Freitag in der Diskussionsveranstaltung „Vertrauenssache: Glaube als Weg zur Integration?“´ auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund.

Den Kontakt zu Vertreterinnen und Vertretern anderer Religionen zu suchen, sei ein wichtiges Signal. „Religion ist für mich Teil der Identität von Menschen“, sagte Rekowski, der selbst als Kind aus Polen nach Deutschland gekommen ist. Die Religion sei damals mitgezogen, erzählte der leitende Theologe, der auch Migrationsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist: „Gerade wenn die eigene Identität unsicher ist, sucht man Halt im Glauben.“ Um miteinander ins Gespräch zu kommen, biete die Religion eine gute Grundlage.

Der leitende Theologe empfahl, miteinander über die Werte und Kernelemente des Glaubens zu sprechen. Danach könne man in den Dialog treten. „Es gibt viele Möglichkeiten, Begegnung zu fördern“, betonte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Er verwies beispielsweise auf lokalen Austausch, Besuche anderer Gotteshäuser, gemeinsame Feiern der Religionen oder die Teilnahme an Festen.

Auch die Marler Historikerin Angelika Müller appellierte an Theologen und religiös Gebildete, ihre Werte miteinander zu teilen. „Ich möchte, dass wir einander mitteilen, was unsere Religion schön macht“, sagte Müller. „Ich möchte, dass die religiös Gebildeten die neuen Frommen werden.“ Ohne die Vermittlung religiöser Werte sei die Auseinandersetzung mit anderen Religionen nicht möglich, betonte sie.

Der Erziehungswissenschaftler Ahmet Toprak bewertete Religionen hingegen skeptischer, da sie sowohl Integration fördern als auch hemmen könnten. Zugleich warnte er davor, Menschen mit Migrationshintergrund pauschal zu diskriminieren und ihnen ihre deutsche Identität abzusprechen. „Wenn die Anerkennung nicht stattfindet, ist der Rückzug meist die Folge“, sagte der Dekan, der als Junge aus der Türkei nach Deutschland kam: „Ich bin deutscher Staatsbürger und Beamter, aber mir wird mein Deutschsein immer noch abgesprochen.“ Für eine bessere Integration müsse noch stärker auf Chancengleichheit in der Bildung gesetzt werden.

 

ekir.de / epd / 21.06.2019



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