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Sektenführer und Serienmörder

Sektengründer Charles Manson ist tot

Der berüchtigte US-Sektengründer und wegen Mordes verurteilte Charles Manson ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren.

Der als mehrfacher Mörder verurteilte Charles Manson ist tot. Er starb am Sonntag in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Kalifornien im Alter von 83 Jahren.

Manson war in den 1960er Jahren für eine brutale Mordserie in Los Angeles verantwortlich. Er gründete die sektenartige Gruppe "Manson Familiy" und stiftete einige seiner Anhänger an, sieben Menschen zu töten, darunter die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, die Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski. Mit ihr wurden im August 1969 vier Gäste in ihrer Villa bei Los Angeles brutal ermordet. In der folgenden Nacht wüteten die Mörder im Haus von Leno und Rosemary LaBianca. Manson war nicht selbst am Tatort, wurde aber als maßgeblicher Drahtzieher der Verbrechen verurteilt.

1971 wurden er und seine engsten Anhänger zum Tod in der Gaskammer verurteilt. Die Strafe wurde aber 1972 - nach vorübergehender Aussetzung der Todesstrafe - in lebenslange Haft umgewandelt. Seine Mitangeklagten Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten, hielten während des Prozesses loyal zu ihm. Später distanzierten sie sich und bedauerten ihre Taten. Atkins starb 2009 im Alter von 61 Jahren im Gefängnis an Krebs.

Manson wollte als Wiedergeburt Christi verstanden werden. Er hatte die Mordserie angezettelt, um – seiner kruden Wahnidee folgend - einen Krieg zwischen Weißen und Schwarzen in den USA zu provozieren, der ihn selbst letztlich zum Herrscher der USA machen sollte. Die Polizeifotos nach Mansons Festnahme zeigten einen Mann mit einem durchdringenden Blick und wirren, dunklen Locken, der sich später ein Hakenkreuz auf die Stirn tätowieren ließ. Diese Darstellungsart bestimmte die öffentliche Wahrnehmung Mansons entscheidend.

Manson war zuvor ein Kleinkrimineller mit langem Vorstrafenregister. Er hatte Tankstellen und Läden überfallen, Autos gestohlen, Schecks zu fälschen versucht und war Zuhälter einer 16-Jährigen. Als er 1966 mit 32 Jahren bereits rund 20 Jahre in Gefängnissen und Besserungsanstalten verbracht hatte, wurde  er mitten in die aufblühende Hippie-Bewegung hinein entlassen. In San Franciscos Hippie-Szene scharte er als charismatischer Guru erfolgreich Anhänger um sich. Die "Manson Family" ließ sich dann in Südkalifornien nieder.

Manson saß zuletzt im Staatsgefängnis von Kalifornien in Corcoran ein. Er hatte insgesamt 48 Jahre ununterbrochen im Gefängnis verbracht. Eine Freilassung auf Bewährung wurde ihm immer wieder verwehrt. Die nächste Bewährungsanhörung war für das Jahr 2027 angesetzt. Während der Haft fiel er immer wieder wegen Körperverletzung und Waffenbesitz auf.

Fok / dpa / Reuters / http://www.spiegel.de/panorama/leute/charles-manson-ist-tot-satan-antichrist-idiot-a-1179287.html / Andrew Schäfer

 

21.11.2017



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