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Neuer Maya-Kalender entdeckt: Weltuntergang geplatzt?

Für Dezember 2012 wird der Weltuntergang angekündigt und sich dazu vermeintlich auf alte Maya-Kalender bezogen. In Guatemala wurden nun die bislang ältesten kalendarischen Aufzeichnungen der Maya entdeckt, die nach Angaben von Experten 1.200 Jahre alt und damit vier Jahrhunderte älter sind als die Kalender, die bislang als die ersten der Maya galten. Deren Berechnungen umfassen eine Zeitspanne von mehr als 6.000 Jahren - und gehen damit deutlich über Dezember 2012 hinaus. 

Diese Inschriften wurden in einem Gebäude in der Ruinenstadt Xultún im Norden Guatemalas entdeckt. Es handelt sich unter anderem um Berechnungen von Mondphasen, aber auch um rätselhafte Aufzeichnungen, die vermutlich mit Mars, Merkur und Venus zu tun haben. Derartige Hieroglyphen seien noch nie entdeckt worden, so der Archäologe William Saturno von der Boston University, demzufolge es sich um verschiedene Kalendersysteme der Maya handeln soll: einem zeremoniellen Kalender mit 260 Tagen, einem Sonnenkalender mit 365 Tagen und einem Kalender nach Venus und Mars mit 584 und 780 Tagen. 

Die astronomischen Berechnungen der Maya sind dafür bekannt, dass sie vermeintlich den Weltuntergang im Dezember 2012 vorhersagen. Experten erklären dagegen, dass die überlieferten Texte der Maya dies nicht aussagen. Zwar endet der Kalenderzyklus, danach beginnt aber ein neuer. „Die alten Maya sagten voraus, dass die Welt fortbestehen und in 7.000 Jahren alles noch genau sein wird wie damals. Wir konzentrieren uns immer auf die Endlichkeit. Die Maya suchten nach Beständigkeit.", so der amerikanische Archäologe. 

In der Esoterik wird das Motiv vom bevorstehenden Weltuntergang am 21.12.2012 in den Kontext einer kosmischen Transformation gestellt. In Krisenzeiten können solche Weltuntergangsphantasien zu Projektionsflächen der eigenen Ängste werden. Wenn ich aufgrund von Weltuntergangsspekulationen zu wissen meine, wann die Katastrophe eintrifft, bin ich vorbereitet oder weiß vielleicht sogar einen Ausweg.

Andrew Schäfer / WDR / www.zeit.de    

 

16.05.2012



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