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Neu: Literatur- empfehlung
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Katharina Nocun / Pia Lamberty


Fake Facts

Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen

 

Quadriga Verlag
Köln 2020

352 Seiten

gebundene Ausgabe 19,90€

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Kleine magische Alltagskunde

Die Magie des Niesens – in Pest- und anderen Zeiten. Hinter dem Phänomen des Niesens verbergen sich nicht nur Fragen der höflichen Etikette, sondern vor allem auch volksmagische und andere dämonistische oder sonstwie eng mit dem jeweiligen Weltbild verbundene Vorstellungen.

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Insiderin von Scientology äußert sich

Spendengelder - Scientology wird von früherer Mitarbeiterin angegriffen

Eine ehemals hohe Mitarbeiterin von Scientology in den USA kritisiert die Organisation und ihren Führer Miscavige massiv und wird dafür diffamiert

Debbie Cook, die sich immer noch zur Lehre L.R. Hubbards, dem verstorbenen Gründer des Psychokultes, bekennt, greift Miscavige wegen dessen aggressiven Spendeneintreibens an. Mehr als eine Milliarde US-Dollar seien angesammelt. Cook knüpft mit ihrer Insider-Kritik an Vorwürfe an, die in letzter Zeit in den USA von einer stetig wachsenden Zahl auch prominenter Aussteiger gegen die Organisation erhoben wurden.

Zudem war Debbie Cook von 1989 bis 2006 an leitender Stelle Scientologys in deren bekannten Zentrum in Clearwater, Florida tätig. Sie gehörte auch zur so genannten Sea Org, einer internen Elitetruppe des Kultes, von manchen auch als deren Geheimdienst bezeichnet.

Typisch ist die Reaktion des Psychokultes auf die Kritik. Üblicherweise wird so getan, als ob es sich um einen Einzelfall einer mehr oder weniger verwirrten Person handelte. Kritiker werden in der Regel persönlich diffamiert, indem ihre geistige Gesundheit, ihr Charakter oder / und ihre persönliche Integrität in Frage gestellt werden. Zu Cook heisst es in einer offiziellen Reaktion des Psychokonzerns: "Die Meinungen von Frau Cook zeugen von einem kleinen, ignoranten und unaufgeklärten Blick auf die heutige Welt. Sie werden nicht geteilt von den Tausenden Scientologen, die hocherfreut über unsere 27 neuen Kirchen und deren Bedeutung für ihre Gemeinschaften sind." Es fällt auf, dass Scientology sich grundsätzlich nicht der Kritik von außen wie von innen stellt, sondern diese personalisiert und in der Person der Kritiker dann, mit z.T. zynischen und diffamierenden Äusserungen, bekämpft. Angesichts der in letzter Zeit immer mehr zunehmenden Kritik an Scientology nimmt sich diese Reaktionsweise inzwischen aus wie die eines Geisterfahrers, der nicht sich als das eigentliche Problem erkennt, sondern all die Autofahrer, die ihm entgegenkommen. Der Scientology-Konzern steckt in einer tiefen Krise.

Andrew Schäfer / Spiegel Online  

 

10.01.2012



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