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20. März 2006

Universelles Leben: "Sie bekennt sich zu der Organisation des Martin Luther"

SPD-Landtagsabgeordnete wehrt sich gegen Schmähkritik

Empört reagiert SPD-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Kirchheim und sektenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, Carla Bregenzer, auf ein Schmähflugblatt, das flächendeckend auch in Kirchheim verteilt wurde. Hinter dem Schreiben steckt eine Unterorganisation des "Universellen Lebens".

KIRCHHEIM In dem Flugblatt, das in den vergangenen Tagen in die Briefkästen im Wahlkreis geflattert war, wird angeblich "Aufklärung über Carla Bregenzer" betrieben. Unter anderem heißt es darin: "Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum Carla Bregenzer für Sie gefährlich werden kann. Sie bekennt sich zu der Organisation des Martin Luther."

Als "ferne Einmischung aus Bayern in den baden-württembergischen Wahlkampf" bezeichnet die Landtagsabgeordnete das Schmähflugblatt gegen sie und die evangelische Kirche. "Das Universelle Leben ist eine  Organisation, so der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, die Merkmale einer totalitären Neureligion aufweist und deren Lehre im Widerspruch zur Wertordnung des Grundgesetzes steht", weiß Carla Bregenzer aus Erfahrung
mit der Organisation, die im Umkreis von Würzburg angesiedelt ist.

Anlass des Schmähflugblattes ist wohl ein Antrag der Abgeordneten vom Dezember 2005, in dem sie und andere Vertreter der SPD-Landtagsfraktion die Landesregierung um Stellungnahme zu Aktivitäten des "Universellen Lebens" gefragt hatten. Beispielsweise tauchten Verkaufsstände der Unterorganisation "Gut zum Leben" vermehrt auf Märkten auf. Die für das Flugblatt verantwortliche Organisation "Bürger beobachten Kirchen" gehöre zum "Universellen Leben" und schüre Hass gegen die Evangelische Kirche, weil die Gründerin des "UniversellenLebens" Gabriele Wittek sich Posaune Gottes nennt und nur durch sie Gott spreche.

In dem Antrag wurde die Landesregierung unter anderem gefragt, welche Informationen sie über das Gebaren der Organisation hat. Seit Jahren gehöre dazu die Aufforderung zum Kirchenaustritt, so Kultusminister Rau in seiner Antwort. Verstärkt werde auch die Propagierung einer Aversion gegen die "Gesellen des Todes" (Metzger) und gegen "Lusttöter" (Jäger) betrieben. Zudem heißt es in dem Antwortschreiben: "Provokationen, die in Richtung eines religiösen und ideologischen Extremismus gehen, sowie fanatisierende Strömungen stehen ständig im Blickpunkt der Arbeit der Interministeriellen Arbeitsgruppe. Aktivitäten des 'Universellen Lebens' finden unter diesem Aspekt die entsprechende Beachtung."

Dass das Flugblatt jetzt verteilt wird, wertet Bregenzer als Versuch, sie vor den Wahlen in ein schlechtes Licht zurücken. "Von Schmähkritik lasse ich mich nicht mundtot machen."

Quelle: Teckbote vom 20.3.2006

 

ank / 21.03.2006



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