10. Asylrechtstagung

Der Traum von Europa wird auch in Marokko geträumt

Fragen der Migrations- und Asylpolitik Europas stehen im Mittelpunkt der 10. Europäischen Asylrechtstagung, die vom 5. bis 10. September in Casablanca stattfindet.

Unterwegs in Casablanca: Die 10. Europäische Asylrechtstagung findet zum ersten Mal außerhalb Europas statt Unterwegs in Casablanca: Die 10. Europäische Asylrechtstagung findet zum ersten Mal außerhalb Europas statt

Veranstaltet wird die 10. Europäischen Asylrechtstagung von der Evangelische Kirche im Rheinland in Kooperation mit dem Frauenreferat der rheinischen Kirche, dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche von Westfalen, der französischen Partnerkirche Église Réformée de France und der CIMADE. Die CIMADE gilt heute als eine der wichtigsten Sozialeinrichtungen der Entraide Protestante de France. Sie widmet sich der Aufgabe, Einwanderer aus Algerien und Marokko in Frankreich zu integrieren. Sie ist die einzige ökumenische Bewegung, die auch in der (französischen) Regierung aktiv und offizieller Vermittlerin im Dialog zwischen Vereinen und laizistischer Regierung ist.

Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter von NGO’s und kirchliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus sieben europäischen Ländern (Belarus, Ukraine, Moldawien, Rumänien, Deutschland, Frankreich und Spanien) tauschen sich über die Asylpolitik der Europäischen Union und Migration und Frauenhandel/Menschenhandel in Westafrika aus, treffen mit örtlichen Regierungsvertretern, dem UNHCR und örtlichen NGO’s zusammen und besuchen Hilfsprojekte.

Modernes Marokko

Zum ersten Mal treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem außereuropäischen Land. Marokko ist mit seinen 30 Millionen Einwohnern eines der größten arabischen Länder. Der islamischer Staat ist modern wie kein anderer in der arabischen Welt. Marokkos König Mohammed VI., der nicht nur König, sondern auch das geistliche Oberhaupt des Landes ist, reformiert die Traditionen mit einem modernen Familienrecht, Ehescheidung inklusive. Wie vielerorts, wo Menschen in ärmlichen und scheinbar unveränderlichen Verhältnissen leben müssen, wird auch in Marokko der große Traum von Europa geträumt, wenn es Flüchtlinge bis dorthin geschafft haben.

Der Traum ist nicht kostenlos

Was das konkret bedeutet, werden die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in Gesprächen mit Betroffenen erfahren. Ebenso erfahren sie von Migrationsexperten mehr über die besonderen Migrationsprobleme Marokkos: "Traum sucht Risiko" und "Der Traum ist nicht kostenlos – Afrikas Frauen und Männer als Opfer von Gewalt", heißt es im Tagungsprogramm. Doch wird auch Ermutigendes thematisiert, z.B. die Initiativen des Netzwerks "Le Pont", das die Globalisierung der Menschenrechts- und Flüchtlinksproblematik mit gleichen "Waffen" bekämpft – mit Information und Prävention über Grenzen und Kontinente hinweg. Und auch ein Fest mit den Initiativen und Gästen wird es geben, mit Auftritten und Präsentationen von Flüchtlingen.

In der Vergangenheit haben die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer während ihrer Asylrechtstagungen auf www.ekir.de von den Stationen ihres Programms berichtet. Dies wird auch dieses Mal versucht werden.

 

 

 

 

es /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 5. September 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 10. September 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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