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News aus den Kirchenkreisen

70 Jahre Grundgesetz: Glaubensfreiheit heute

Artikel 4 des Grundgesetzes gewährt das Grundrecht der Glaubensfreiheit und der Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses. Alle Menschen sollen ihre innersten Anschauungen und Überzeugungen frei bilden und nach außen bekennen können, alleine und in Gemeinschaft. Diese Freiheit gilt Menschen, die sich einem Glauben zugehörig betrachten, wie denen, die dies ausdrücklich ablehnen. Es ist die Aufgabe aller staatlichen Einrichtungen, die Glaubensfreiheit zu achten und zu fördern. Abwegig erscheinen uns die Zeiten, als der Landesherr über die Religionszugehörigkeit seiner "Landeskinder" entscheiden durfte. Dass ein Staat sogar die Auslöschung einer Religion und ihrer Gläubigen vollzieht, ist für uns Nachgeborene in Deutschland unvorstellbar geworden. Repressionen gegen Kirchen und ihre Mitglieder gehören in unserem Land der Vergangenheit an. Der Artikel 4 hat dazu seinen Beitrag geleistet. Heute dürfte allerdings die Glaubensfreiheit unter den Freiheitsrechten des Grundgesetzes den meisten Menschen in unserem Lande am unbedeutendsten erscheinen. Es wird als gegeben hingenommen, dass man einer Religionsgemeinschaft angehören kann oder auch nicht, religiöse Feiern öffentlich abhalten darf, die Konfession oder die Religion wechseln kann, eine individuelle Spiritualität praktiziert oder Religion entschieden ablehnt. Glaubensfreiheit vermischt sich in einer säkularen Gesellschaft mit anderen Grundrechten, die eher im Vordergrund stehen, z.B. mit der Meinungsfreiheit und dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, die fundamentale Grundüberzeugungen über Leben und Sterben teilt, diese öffentlich bekennt, danach zu leben versucht und in einer langen Tradition verankert ist, hat an Relevanz verloren und damit auch die Wertschätzung der Glaubensfreiheit. Das konnten die Väter und Mütter unserer Verfassung nicht vorhersehen. Es erwächst daraus aber eine neue Herausforderung. Es gilt, das Grundrecht auf Glaubensfreiheit zu bewahren, wenn Glaube und Religion aus der Mitte der Gesellschaft heraus mit Gleichgültigkeit, Unverständnis, Verachtung oder sogar Aggression begegnet wird. Am schärfsten zeigt sich das an antisemitischen Angriffen und an der populistischen Auseinandersetzung mit dem Islam. Der Artikel 4 schützt auch Religionen, die uns fremd sind, soweit ihre Ausübung mit der Verfassung und den Gesetzen nicht in Kollision gerät. Hier gilt es, ein gegenseitiges tolerantes Miteinander...


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„Kinder können Gemeinschaft erleben und gestalten“

Die Kinderstadt „Mini-Siegburg“ hat im vergangenen Sommer zahlreiche Kinder, aber auch jugendliche Helfer begeistert. In diesem Jahr startet die Neuauflage, seit Februar organisiert von Jennifer Lübke. Die verheiratete Mutter einer Tochter studierte Kulturwissenschaften, Politische Wissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Bonn. Von 2010 bis 2018 war die 36-Jährige wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Ethnologie und Altamerikanistik. „An der Universität war ich in der Bildungsarbeit für junge Erwachsene und Museumspädagogik tätig, habe Lehrveranstaltungen gegeben und das kleine Museum der Abteilung betreut“, so Lübke. „An der Arbeit im Evangelischen Kinder- und Jugendreferat und speziell an meiner Stelle als Projektreferentin für Mini-Siegburg hat mich die intensive Zusammenarbeit mit jungen Leuten der verschiedensten Altersgruppen gereizt.“ Kinder zwischen sechs und zwölf erleben mit Spiel und Spaß eine Gesellschaft bzw. Demokratie, die sie aktiv selbst gestalten können. Doch ist Mini-Siegburg nicht nur ein Kinder-, sondern auch ein Jugendprojekt: Rund 30 Jugendliche werden die Kinderstadt als Betreuer mitgestalten und die Kinder begleiten und unterstützt. „Das Konzept einer Kinderstadt fand ich von Anfang an toll und es hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Die Möglichkeit zu haben Mini-Siegburg zu organisieren und mitzugestalten, ist eine wunderbare, neue Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.“ In der zweiten Mini-Siegburg Woche sind übrigens noch ein paar Plätze frei. Interessenten melden sich bei Jennifer Lübke, Mail jennifer.luebke@ekir.de, Tel. 0 22 41 - 25 601 16. Mini-Siegburg ist eine Initiative des Evangelischen Kinder- und Jugendreferates An Sieg und Rhein und Bonn im Auftrag der Stadt Siegburg. Weitere Kooperationspartner sind die Evangelische Kirchengemeinde Siegburg-Kaldauen sowie das Kulturcafé der Evangelischen Jugend An Sieg und Rhein.


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Singen mit Aussicht - Ökumenische Klänge im Johannesgarten

Ökumenische Klänge ertönen am Samstag, 29. Juni, von 16 Uhr bis 17.30 Uhr, auf dem Michaelsberg im Johannesgarten, Bergstraße 26. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Siegburg lädt zu einem offenen Singen unter freiem Himmel über den Dächern der Stadt ein. Ein Teil der mittelalterlichen Festungsanlage auf dem Michaelsberg ist das Johannestürmchen – benannt nach einer inzwischen verschwundenen kleinen Kapelle. Von dem ehemaligen Wehrgang hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung. Im dazugehörenden Johannesgarten soll das Lob Gottes erklingen und mitten in der Natur dem Dank für die Schöpfung Stimme geben. Hubert Arnold, Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde Bonn-Beuel und vielfältig erfahrener Chorleiter, gestaltet das gemeinsame Singen. Der Eintritt ist frei – Getränke (Wasser & Saft) sind vorhanden. (Bei strömendem Regen fällt die Veranstaltung aus.)


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[UPDATE 23. Juni 2019] Tagebuch des Kirchentages

[22. Juni 2019 - Schlussgottesdienst] Saphira Stief, Jugendleitern der Ev. Christuskirchengemeinde Rheinhausen: "Wir waren im Stadion zum Abschlussgottesdienst. Es war eine tolle Stimmung mit vielen Eindrücken. Tolle Musik und wieder ein beeindruckender Posaunenchor!


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"Wir werden 50!" - Gemeindefest der Evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen

50 Jahre alt wird die Evangelische Gemeinde Neunkirchen - und das wird gleich an zwei Tagen gefeiert. Zu einem "Mitsing-Konzert" lädt der Kirchenchor unter Leitung von Ulrike Menkhoff-Gallasch als Auftakt am Samstag, 29. Juni, um 17 Uhr in die Kirche in der Dahlerhofer Str. 3-7 ein. Draußen, rund um Feuerschalen und Grill, geht es im Anschluss weiter - Ende offen. Mit einem Gottesdienst unter Mitwirkung des Gospelchores "Freedom" startet das Fest dann am Sonntag, 30. Juni um 10 Uhr in den zweiten Teil.Für das leibliche Wohl wird mit Grill, Salat- und Kuchentheke gesorgt. Eine Hüpfburg und weitere Attraktionen gibt es für die Kinder.Die Gemeinde lädt herzlich zum Mitfeiern ein.


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Mathe-Nachhilfe für Jugendliche im Kulturcafé

Ab sofort gibt es im Kulturcafé Siegburg ein neues Nachhilfeangebot für Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung. Jeden Freitag zwischen 16 und 18 Uhr bietet ein syrischer Lehrer mit deutschen, kurdischen und arabischen Sprachkenntnissen Nachhilfeunterricht im Fach Mathematik an. Weitere Infos gibt es direkt im Kulturcafé, Ringstrasse 6A oder telefonisch (022411680164), bzw. per E-Mail (kulturcafe@ekir.de).


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Theateraufführung „Die Erbschaft“ im Gemeindezentrum

Hier bleibt kein Auge trocken! Die Theatergruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Siegburg-Kaldauen führt am Freitag, dm 28. Juni, die Komödie „Die Erbschaft“ auf. Ab 18.30 Uhr können sich die Zuschauer im Evangelischen Gemeindezentrum Siegburg, Annostraße 14, einfinden. Die Inszenierung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht. Interessierte sollen sich aufgrund der begrenzten Plätze über das Evangelische Gemeindeamt voranmelden. Im Mittelpunkt des Stücks steht das Aufeinandertreffen einer Familie im Haus der Großtante. Als deren Testament eröffnet wird, führt das zu einer Neuordnung der Familienverhältnisse. Um Voranmeldungen bittet das Gemeindeamt per Email unter gemeindeamt@ev-kirche-siegburg.de oder telefonisch unter 02241 9688-0.


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Gottesdienst im Wahnbachtal am 7. Juli um 11 Uhr

Gottesdienst im Grünen zu feiern, macht riesig Spaß! Und noch viel mehr, wenn zwei benachbarte Gemeinden sich dafür zusammentun. Neunkirchener und Seelscheider machen sich am 7. Juli von ihren Höhen auf den Weg ins Tal des Wahnbaches. Klein und Groß, Jung und Alt sind eingeladen! Die Kirchengemeinden danken dem Hundesportverein Seelscheid, der seine Wiese hinter der Holzhandlung Hoja zur Verfügung stellt. Der Gottesdienst startet um 11 Uhr, danach bleibt noch Zeit zu einem kleinen Grillimbiss und zum fröhlichen Beisammensein. Bei schlechtem Wetter findet der Gottestdienst in einer der Kirchen statt. Nähere Hinweise zum Treffpunkt für den Fußweg werden noch bekanntgegeben.


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Abend zu Reichtum und Gefährdung Indonesiens

Die Evangelische Kirchengemeinde Bonn-Beuel lädt am Donnerstag, 27. Juni ein zu einem Abend mit Gästen aus der indonesischen Partnerkirche. Mitgestaltet wird das Treffen durch die Ökumenische Kreditgenossenschaft Oikocredit. Die Besucher aus Indonesien erzählen vom Leben in ihrem Land. Ulrike Chini stellt die Möglichkeiten vor, durch Mikrokredite die Menschen in Ländern des Südens zu fördern. Dr. Eberhard Löschcke gibt Informationen zum Thema Palmöl und eine Gruppe der indonesischen PERKKI-Gemeinden aus Köln bereichert durch Lieder den Abend. Los geht es um 19.30 Uhr im Ev. Gemeindehaus Beuel-Mitte, Neustr. 4.


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"Ohne Vertrauen geht nichts"

Seit über 25 Jahren betreut Paul Zenner als Pfarrer für Behindertenarbeit schwerbehinderte Kinder an der Frida-Kahlo-Schule in Sankt Augustin. Nun wird der gebürtige Traben-Trarbacher am Donnerstag, 4. Juli um 10 Uhr in der Klosterkirche der Steyler Missionare, Arnold-Janssen-Str. 30 entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet. Im Laufe der Zeit ist der gelernte Religionspädagoge und Theologe für Schüler, Eltern und Lehrer an der Förderschule für Körperbehinderte zu viel mehr als einem Religionslehrer geworden. "Mir ist schnell klar geworden, dass die Arbeit mit den behinderten Kindern nur Früchte trägt, wenn die Vertrauensbasis stimmt", so Zenner. Vertrauen zu den Kindern, aber auch den Familien, ohne die eine Entwicklung der Persönlichkeit, aber auch ein guter Umgang der Eltern mit der Situation nicht möglich wäre. "Das ist das Ziel meiner Arbeit, sowohl im Unterricht als auch auf Familienfreizeiten, in Elterngesprächskreisen oder bei Einkehrwochen in Taizé: Kindern und Eltern soll deutlich werden, dass sie von Gott geliebt und begleitet sind, auch und gerade in ihrer schwierigen und auch belastenden Lage." Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von Paul Zenner wurde die Trauerkultur in der Schule. Fast jedes Jahr sterben Schüler an den Folgen ihrer Behinderung. "Das war der Schule bewusst, es gab aber keine Trauer- und Gedenkkultur." Zusammen mit den Schülern und Mitarbeitern baute Paul Zenner einen zentralen Gedenkort für die verstorbenen Mitschüler auf, der von den Kindern und Lehrern sehr gut angenommen wird. "Auch den Kindern ist klar: Es ist wichtig, zu trauern, sich zu erinnern und das Thema Tod nicht an den Rand zu drängen." Miteinander über das Leben nachdenken, sich und den Anderen entdecken, feiern und trauern: Dankbar blickt Paul Zenner auf seine Zeit in der Schule zurück, dankbar sind sicher auch viele Schüler, Lehrer und Eltern, die er in seiner Arbeit begleitet hat.


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Jugendliche verschönern Tonstudio im Kulturcafé

In neuem Glanz erstrahlt das hauseigene Tonstudio des Siegburger Kulturcafés in der Ringstr. 6a. Unterstützt auch mit Mitteln des Landschaftsverband Rheinland, konnten die Besucher des Jugendzentrums das Studio ganz nach ihrem Geschmack verschönern. Sie erneuerten nicht nur Beleuchtung, Belüftung und Sitzgelegenheiten, das Studio bekam auch einen neuen Anstrich. Das von den Jugendlichen liebevoll „Ufo“ getaufte Tonstudio kann im Rahmen des Rap- und Gesang-Workshop-Reihe nun noch effektiver genutzt werden. Angeleitet durch Coach und Produzent „JJD“ sowie Rap-Coach Daniel haben die Jugendlichen jeden zweiten Donnerstag zwischen 16 und 21 Uhr die Möglichkeit, eigene Rap- und Gesangstücke zu komponieren und im neu gestalteten „Ufo“ aufzunehmen.


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Zwei evangelische Pfarrerinnen beim katholischen Fronleichnamsgottesdienst

So geht Ökumene! Eigentlich ist Fronleichnam ein Feiertag, der als sehr katholisch gilt. Dabei geht es um die Gegenwart Christi im Brot und Wein der Eucharistie. Die reformierten Protestanten am Niederrhein verstehen das Abendmahl eher als Erinnerung an Jesus Christus. Doch der katholische Pastor Heinrich Bösing schrieb seinen evangelischen Kolleginnen Barbara Weyand und Dorothea Mathies eine ganz freundliche Einladung, beim Fronleichnamsgottesdienst am 20. Juni um 10 in der Katholischen Kirche St. Ida, Eicker Grund 102, Moers, mitzuwirken:


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Das Geschehene verliert seine zerstörerische Kraft

Andrea Kröger, Leiterin des Ev. Familienbildungswerks Moers, und die Fotografin Andrea Zmrzlak haben vor drei Jahren Menschen nach Erlebnissen der Vergebung und des Vertrauens gefragt und wie das Leben wieder lebenswert wurde. Herausgekommen sind das Buch und die Ausstellung „Du hast mich freundlich angesehen“. Die Ausstellung war bereits mehrfach erfolgreich zu sehen, unter anderem in Moers, Duisburg-Homberg und Rheinberg. Und jetzt auch in Dortmund beim Kirchentag, Lutherkirche, Kanzlerstr. 2–4, Hörde


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Veranstaltungen im Karl Barth-Jahr 2019: Ökumene heißt: Ruf in die Freiheit folgen

Zum Abschluss der herausragenden Karl-Barth-Reihe in der Endenicher Trinitatiskirche sprach der reformierte Theologieprofessor Michael Weinrich über die Ökumene. K. Rüdiger Durth berichtet:


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