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Ökumene

Lehmann-Rücktritt: "Partner auf Augenhöhe"

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Karl Kardinal Lehmann, tritt von diesem Amt nach der Frühjahrsvollversammlung und zum 18. Februar zurück. Grund für die Aufgabe des Postens seien die im Dezember erlittenen Herz-Rhythmus-Störungen.

Gibt den Vorsitz der katholischen Bischofskonferenz ab: Karl Kardinal Lehmann. LupeGibt den Vorsitz der katholischen Bischofskonferenz ab: Karl Kardinal Lehmann.

 

Großes Geschenk: Bischof Wolfgang Huber (v.l.), Vizepräses Petra Bosse-Huber, Karl Kardinal Lehmann und Präses Nikolaus Schneider im Mai 2006 beim Ökumene-Symposium der rheinischen Kirche in Düsseldorf. LupeGroßes Geschenk: Bischof Wolfgang Huber (v.l.), Vizepräses Petra Bosse-Huber, Karl Kardinal Lehmann und Präses Nikolaus Schneider im Mai 2006 beim Ökumene-Symposium der rheinischen Kirche in Düsseldorf.

Er bedauere Kardinal Lehmanns Rücktritt sehr, erklärte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Nikolaus Schneider. "Seine Entscheidung respektiere ich natürlich, denn seine Gesundheit hat Priorität." Weiter sagte Schneider: "Besonders schätze ich an Kardinal Lehmann sein großes ökumenisches Wissen und seine vorbildliche ökumenische Haltung. Er ist uns als Evangelischer Kirche im Rheinland stets als ein Partner auf Augenhöhe begegnet."

Lehmanns ruhige und besonnene Art habe dem Klima zwischen den großen Kirchen in Deutschland stets gut getan. "Er war und ist ein Segen, nicht allein für seine römisch-katholische Kirche, sondern für alle Christinnen und Christen und für unser ganzes Land.“

Als "ausgewiesenen Ökumeniker" pries Schneider Lehmann am Abend in den ARD-Tagesthemen. Er sei den Kirchen der Reformation auf Augenhöhe entgegengekommen, so der Präses im Fernsehen über den Mann, der Bischof von Mainz bleibt.

Das Wirken von Kardinal Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz "war ein großes Geschenk nicht nur für die katholische Kirche in unserem Land, sondern für die Gemeinschaft der Christen und der Kirchen, ja für unser Land insgesamt", schreibt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber. Der Ratsvorsitzende äußert außerdem außerordentliches Bedauern, tiefen Respekt und großes Verständnis.

 

 

 

neu, Fotos: EKiR.de/Sergej Lepke /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 15. Januar 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 16. Januar 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.