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Notfallseelsorge

Das Besondere, den Glauben einbringen

Der nächste Bundeskongress für Notfallseelsorge und Krisenintervention kommt wieder in die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR). Vom 19. bis 21. Mai 2008 treffen sich die Fachleute in Koblenz. Ihr Thema: "Spiritualität und Trauma".

Notfallseelsorge kümmert sich um Verletzte, Angehörige und Einsatzkräfte. LupeNotfallseelsorge kümmert sich um Verletzte, Angehörige und Einsatzkräfte.

 

Joachim Müller-Lange, Landespfarrer für Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland LupeJoachim Müller-Lange, Landespfarrer für Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland

Die Notfallseelsorge bringe in die Krisenintervention eine besondere Ressource ein, "unseren Glauben", erklärt der Theologe Joachim Müller-Lange, Landespfarrer für Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland. In einer Katastrophe oder Krise bräuchten die Menschen zunächst einmal "Stabilität, Stabilität und nochmal Stabilität", berichtet der Fachmann. "Aber dann brauchen sie Orientierung, auch religiöse Orientierung."

Sein Beispiel: Nach dem Amoklauf von Erfurt habe die Notfallseelsorge "Andachten im Stundenrhythmus" angeboten - "weil der Bedarf da war". Schließlich bräuchten die Menschen Zuspruch, Vergewisserung und Trost. Aussegnungen an einem Unfallort, Gebete, Andachten, Gottesdienste - das sind die Formen von Spiritualität, die Notfallseelsorge bietet.

Inne halten, beten, Andacht feiern

Als besondere Erfahrung werde die rheinische Notfallseelsorge die Begleitung der Angehörigen von Opfern des Tsunamis in den Bundeskongress einbringen. Zwei Mal zum Jahrestag hat die Notfallseelsorge Angehörige nach Thailand begleitet. Neben einem zentralen Gedenkgottesdienst gab es ganz individuelle, persönliche Begleitungen von Angehörigen an die Orte, wo sie Menschen verloren haben. Müller-Lange: "Das sind für sie symbolische Orte geworden. Dort haben wir inne gehalten, gebetet, eine kurze Andacht gefeiert."

Das Programm des Bundeskongresses sieht vormittags Vorträge und nachmittags Workshops vor. Die rheinische Vizepräses Petra Bosse-Huber wird die Teilnehmenden zu Beginn begrüßen. Am zweiten Abend folgt auf einen Gottesdienst in der Florinskirche ein Empfang der rheinischen Kirche.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 11. Oktober 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 31. Oktober 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.