Logo EKiR
Hackhauser Hof

Zertifikate für Ehrenamtliche

„18plus – topfit für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, so lautet der Titel der dreiteiligen Seminarreihe an der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Solingen. Nun haben zehn junge Erwachsene ihr Zertifikat erhalten.

Das sind sie: die ersten "18plus" mit dem Zertifikat für ehrenamtliche Jugendarbeit, umrahmt von der Leitung des Hackhauser Hofs, Anja Franke (l.) und Dr. Stefan Drubel (r.). Das sind sie: die ersten "18plus" mit dem Zertifikat für ehrenamtliche Jugendarbeit, umrahmt von der Leitung des Hackhauser Hofs, Anja Franke (l.) und Dr. Stefan Drubel (r.).

 

Die Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Solingen bietet die Reihe "18 plus" auch im kommenden Jahr an. Die Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Solingen bietet die Reihe "18 plus" auch im kommenden Jahr an.

Die begehrten Nachweise auf leuchtend gelbem Papier, verliehen nach der Teilnahme an drei Veranstaltungen, wurden überreicht von Anja Franke und Landespfarrer Dr. Stefan Drubel, die die Jugendbildungsstätte leiten. „In der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde werden dringend erfahrene und qualifizierte Ehrenamtliche benötigt“, erläutert die Diplompädagogin Anja Franke.

Zwar gehe es nicht darum, die hauptberuflich Mitarbeitenden zu ersetzen. „In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind Profis unverzichtbar.“ Aber: In den vergangenen Jahren sei die Notwendigkeit des Einsparens auch an der Kinder- und Jugendarbeit nicht spurlos vorübergegangen. Die hauptberuflichen Kräfte haben weniger Stunden zur Verfügung oder zusätzliche Arbeitsbereiche übertragen bekommen, so Franke.

Und es gibt auch Gemeinden ganz ohne hauptberufliche Kräfte, in denen die Kinder- und Jugendarbeit unter der Leitung einer Pfarrerin/eines Pfarrers steht und viele Ehrenamtliche die Arbeit tragen. Dr. Stefan Drubel: „Besonders dann ist es notwendig, dass Ehrenamtliche Teams anleiten und moderieren, im Jugendausschuss der Gemeinde mitwirken und auch spirituelle Impulse in den Gruppen oder bei Freizeiten gestalten.“

Fortsetzung folgt

Die jungen Erwachsenen, die jetzt den ersten Durchlauf der neuen Seminarreihe absolviert haben, zeigten sich von dem Konzept überzeugt. Sie sind zwischen 18 und 27 Jahren alt und in den unterschiedlichen Bereichen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in ihren Gemeinden engagiert. An jedem der drei Seminare haben jeweils zwanzig junge Menschen teilgenommen. Wer bei einem der Seminare aus terminlichen Gründen nicht dabei sein konnte, kann die fehlenden Seminarbausteine 2008 nachholen. „Die Reihe läuft weiter und wir rechnen im nächsten Jahr mit weiteren 15 bis 20 Ehrenamtlichen mit abgeschlossenem Zertifikat“, prognostiziert Landespfarrer Drubel.
 
Das erste Seminar fand bereits im Februar dieses Jahres statt: "Fit sein – Das Rhetoriktraining". Geübt wurden freies Sprechen vor Gruppen und in Gremien, mit Argumenten zu überzeugen, Körpersprache gekonnt einzusetzen, sicheres Auftreten und eine wirkungsvolle Stimme. Das Ziel: Selbstbewusstsein erlangen – nicht nur im Ehrenamt, sondern auch in Schule, Studium oder Beruf. Gastreferent war ein Nachrichtensprecher und Redakteur des Südwestrundfunks.

Ideen für Spiritualität

Im zweiten Seminar “Workshop - kreative Spiritualität” ging es im Mai darum, kurze Rituale und Andachten für die Kindergruppe zu entwickeln und auszuprobieren. Da auch Jugendliche zunehmend an Spiritualität interessiert sind, stellten sich die Seminarteilnehmenden den Fragen: Wie wollen Jugendliche ihren Glauben feiern, worüber möchten sie ins Gespräch kommen, woran möchten sie sich aktiv beteiligen? Welche Rolle spielt mein eigener Glaube dabei?

Im dritten Seminar „Motivieren - leiten - delegieren“ im Oktober ging es um die Leitungsaufgaben von Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit. Welche Verantwortung sollen und können Ehrenamtliche übernehmen, welche aber nicht? Welchen Leitungsstil entdecken sie für sich, welcher wird von ihnen erwartet? Mit den Methoden des Rollenspiels, der systemischen Beratung und der Erlebnispädagogik wurden nah an der Praxis Fallbeispiele bearbeitet.

Für die Neuauflage des Zertifikatskurses 2008 sind noch einige Plätze frei. Informationen auf der Homepage des Hackhauser Hofs oder per Telefon 0212 / 22201-0.  

 

 

 

eb /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 15. Oktober 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 16. Oktober 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.