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Partnerkirche in Namibia

Die EKiR gratuliert zum Jubiläum

Auch eine große Geburtstagstorte ist dabei - wenn die rheinische Partnerkirche in Namibia, die Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Namibia (ELCRN) in diesen Tagen ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Zu den Gratulanten gehört Namibias Präsident.

ELCAP heißt das Kürzel für das Aids-Programm der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia. Zum Kirchenjubiläum hat die rheinische Kirche noch einmal einen großen Betrag in das Programm gegeben. LupeELCAP heißt das Kürzel für das Aids-Programm der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia. Zum Kirchenjubiläum hat die rheinische Kirche noch einmal einen großen Betrag in das Programm gegeben.

Ihr Jubiläum feiert die ELCRN in Okahandja vom 4. bis 7. Oktober mit Gästen aus ihren Partnerkirchen und hohen Vertretern aus der Politik, darunter auch der namibische Präsident Hifikepunye Pohamba. Auf dem Programm stehen Gottesdienste, Begegnungen und Grußworte.

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), vertreten durch Oberkirchenrat Wilfried Neusel und Landeskirchenrätin Elke Wieja, wird ihrer südafrikanischen Partnerkirche zu dem besonderen Geburtstag ein besonderes Geschenk überreichen: 25.000 Euro für das Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia Aids Programme (ELCAP).

ELCAP besteht sechs Jahre

Das Programm, das die rheinische Kirche regelmäßig unterstützt, besteht seit sechs Jahren. Der Aufbau von vier Regionalbüros, der Beginn von freiwilliger Beratung und Tests in drei so genannten VCT-Zentren (Voluntary Testing and Counselling) und die Anerkennung durch die namibische Regierung verhalfen dem Programm auf lokaler und nationaler Ebene flächendeckend zum Erfolg.

Seine Kernaufgabe ist die Grundversorgung von Menschen, die mit Aids leben und die Betreuung von indirekt betroffenen Angehörigen, u.a. Halbwaisen und Waisen. Zurzeit betreuen 553 freiwillige Helferinnen und Helfer mehr als 1.100 Menschen, die mit Aids leben, und 1.200 Halbwaisen und Waisen. Die Freiwilligen bieten Dienste in der häuslichen Pflege und Beratung an. Sie machen Hausbesuche, die in nur zwei Fahrzeugen und über enorme Entfernungen geleistet werden müssen.

Aufklärungskampagnen

Daneben sind Schulungen für hauptamtliche kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Freiwillige und von HIV und Aids betroffene Menschen, Präventations- und Aufklärungskampagnen im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen, in Schulen und Gottesdiensten ein fester Bestandteil der Arbeit.

In der Zukunft soll das Programm durch die Anschaffung weiterer Fahrzeuge und den Ausbau von Unterstützergruppen (Support Groups) ausgebaut werden. In den Selbsthilfegruppen, zurzeit gibt es 18, arbeiten Menschen, die mit HIV und Aids leben, und nicht Infizierte zusammen.

Auch eine Wanderausstellung

Die Gründungssynode der ELCRN begann am 4. Oktober 1957 in der Kruis Kerk in Okahandja statt, 80 Kilometer nördlich von Windhoek. Die Kruis Kerk, in der nun auch die Jubiläumsfeiern stattfinden, war eine Kirche der Rheinischen Mission, aus der die ELCRN hervorgegangen ist.

"Fifty years of ELCRN independance" heißt eine Wanderausstellung über die ELCRN, die zum Jubiläum eröffnet wird. Sie ist ein Geschenk der Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). ELCRN und EKiR sind Mitgliedskirchen der VEM. 

 

Quellen der Partnerschaft: Pfarrer i.R. Klaus Gockel hat die Basis der rheinisch-namibischen Partnerschaft dokumentiert. Die Friedenskirche in Windhoek ziert das Cover. Quellen der Partnerschaft: Pfarrer i.R. Klaus Gockel hat die Basis der rheinisch-namibischen Partnerschaft dokumentiert. Die Friedenskirche in Windhoek ziert das Cover.

"Avantgarde der Freiheit"

Die "schwarze" Kirche in Namibia habe sich, unter der Apartheid von der Außenwelt abgeschnitten, zur "Avantgarde der Freiheit" entwickelt, würdigt Oberkirchenrat Wilfried Neusel die Kirche. Ihre Autorität gründe sich nicht auf ideologischer Progressivität, "sondern auf der Treue zur biblischen Überlieferung", so der Ökumene-Chef der rheinischen Kirche.

Im Vorwort der zum Jubiläum erscheinenden Dokumentation für die ELCRN von Pfarrer i.R. Klaus Gockel schreibt Neusel weiter, dass die ELCRN bis heute eine "Mahnerin gegen Selbstverherrlichung, Machtmissbrauch und Korruption" geblieben ist. Sie bewahre die Erinnerung an die bösen Verirrungen der deutschen und südafrikanischen Kolonialära. Außerdem setze die ELCRN Maßstäbe des gesellschaftlichen Lebens.

Spenden für das Aids-Programm in Namibia sind villkommen. Das Spendenkonto der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) für ELCAP lautet: KD-Bank Duisburg (BLZ 350 601 90), Kontonummer 9090908, Stichwort: ELCAP.

"...nicht durch Herr oder Kraft, sondern durch meinen Geist..." (Sacharja 4,6) Partnerschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) mit einer afrikanischen Bekennenden Kirche (Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Namibia ELCRN). Eine Dokumentation von Pfarrer i.R. Klaus Gockel in Zusammenarbeit mit Oberkirchenrat Wilfried Neusel und Annette Rosshoff, Abteilung III Ökumene, Mission, Religionen. Die Dokumentation kann für 5 Euro in der Abteilung III bestellt werden, annette.rosshoff@ekir-lka.de, Telefon 0211 / 45 62-404.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 4. Oktober 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 16. Oktober 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.