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Diakonie

Ein-Euro-Jobs müssen reformiert werden

Die Ein-Euro-Jobs müssen reformiert werden. Das verlangt das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Basis dafür ist die Studie "Ein-Euro-Jobs - umstritten und dringend reformbedürftig", erstellt im Auftrag der Diakonie.

Zu oft führt der Ein-Euro-Job nicht weiter, bleibt reguläre Arbeit versagt. Das ist einer der Kritikpunkte der Diakonie. Zu oft führt der Ein-Euro-Job nicht weiter, bleibt reguläre Arbeit versagt. Das ist einer der Kritikpunkte der Diakonie.

 

Studie über Ein-Euro-Jobs: Michael Wiedemeyer. Studie über Ein-Euro-Jobs: Michael Wiedemeyer.

Ein-Euro-Jobs helfen Arbeitslosen kaum, in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis zu kommen. Außerdem erreicht das Instrument nur wenige Langzeitarbeitslose und gering Qualifizierte. "Besonders benachteiligte Personenkreise - etwa Menschen mit Migrationshintergrund, gering qualifizierte Langzeitarbeitslose - sind unterporportional vertreten", heißt es weiter in der Untersuchung des koelnInstitut iPEK unter der Leitung von Sabine Diemer und Michael Wiedemeyer. Weiter heißt es in der Studie, die die EKiR mitfinanziert hat, dass die Ein-Euro-Jobber selbst sehr motiviert und zufrieden sind. Noch ein Pluspunkt: Mit der Umsetzung bei den diakonischen Trägern sind die Ein-Euro-Jobber zufrieden. Allerdings folge dann meist Enttäuschung - weil nach der Maßnahme kein regulärer Job zu finden ist.

 

 

Dringend reformbedürftig: Diakonie-Chef Dr. Uwe Becker (l.) und Nikolaus Immer (r.) von der rheinischen Diakonie bei der Vorstellung der Studie in der Landespressekonferenz NRW. Dringend reformbedürftig: Diakonie-Chef Dr. Uwe Becker (l.) und Nikolaus Immer (r.) von der rheinischen Diakonie bei der Vorstellung der Studie in der Landespressekonferenz NRW.

Wie nun sollte die Reform aussehen? Nach Ansicht der Diakonie sollten die Ein-Euro-Jobs durch einen Zweiten Arbeitsmarkt ersetzt werden. Außerdem sollte für besonders benachteiligte Arbeitslose, die auch bei guter Konjunktur keine Chance auf einen regulären Arbeitsplatz haben, über ein Grundeinkommen nachgedacht werden.

Für die Studie, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden ist, wurden 21 diakonische Beschäftigungsträger aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland und mehr als 260 Ein-Euro-Jobber teilweise mehrfach befragt.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 15. Oktober 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 15. Oktober 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.