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Presbyteriumswahlen 2008

Warum ich kandidiere: zwei Statements

Ganz gleich ob jung oder alt, Frau oder Mann, lang dabei oder ganz neu: Rund 9000 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich am 24. Februar 2008 zur Wahl. Sie sind bereit, für ihre Kirchengemeinde Leitungsverantwortung im Presbyterium zu übernehmen.

Kandidiert erneut fürs Presbyterium: Margret Tzschiesche. LupeKandidiert erneut fürs Presbyterium: Margret Tzschiesche.

Nominiert wurden die Kandidatinnen und Kandidaten in den vergangenen Wochen. Die Gemeindeglieder der 786 evangelischen Kirchengemeinden zwischen Emmerich und Saarbrücken waren aufgerufen, geeignete Frauen und Männer vorzuschlagen. Auch Margret Tzschiesche (65) aus Swisttal und Sven Gnädig (28) aus Euskirchen kandidieren.

 

 

Zu den Nominierten gehört Margret Tzschiesche aus Swisttal. Seit zwei Jahrzehnten engagiert sich die verheiratete Mutter von fünf erwachsenen Kindern im Presbyterium. Auch in den kommenden vier Jahren möchte die gemeindliche Finanzchefin dabei sein: „Ich kandidiere wieder, weil ich als Kirchmeisterin meine Arbeit noch zuende machen möchte und die Gemeinde aus den roten Zahl heraus holen will.“

Außerdem reize sie die bevorstehende Umstellung auf das Neue Kirchliche Finanzwesen (NKF). „Ich glaube auch, dass ich einfach noch nicht in die zweite Reihe gehöre“, so die 65-Jährige.

 

 

Kandidiert zum ersten Mal fürs Presbyterium: Sven Gnädig. LupeKandidiert zum ersten Mal fürs Presbyterium: Sven Gnädig.

„Lebendige Kirche und Gemeinde entsteht nie durch die Institution, sondern von unten“, ist Sven Gnädig überzeugt. Der Mitarbeiter beim Rettungsdienst des Kreises Euskirchen war über viele Jahre in der Jugendarbeit seiner Kirchengemeinde aktiv. „Und daher möchte ich jetzt etwas zurück geben von dem, was ich als Kind und Jugendlicher dort bekommen habe.“

Erstmalig kandidiert der 28-jährige für das gemeindliche Leitungsgremium in Euskirchen. „Kirche muss mit ihrer Struktur und Organisation nah am Menschen sein.“ Als Gemeindemitglied wolle er sich daher für eine Gemeinde einsetzen, „in der Menschen für Menschen da sind“.

Sollte er gewählt werden, freue er sich auf spannende, „sicher aber auch Nerven aufreibende Situationen.“ Doch Sven Gnädig hofft, dass letztendlich das Gefühl siegt: „Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, Kirche und Glauben lebendig zu halten und zu machen. Und dass mein eigener Glaube dadurch bekräftigt und gestärkt wird.“

 

Sven Waske /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 8. November 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 9. November 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.