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Wanderausstellung

Migrantinnen in der Gefahr

"Frauen in der Migration - Wege in die Gefahr?" So lautet der Titel einer Wanderausstellung. Sie besteht aus zehn Tafeln in der Größe A1 und kann ausgeliehen werden. Die Ausstellung stammt vom Netzwerk Le Pont und der Arbeitsgruppe Migration RWL.

Die besonderen Gefahren für Migrantinnen beschreibt eine neue Ausstellung, die ausleihbar ist. LupeDie besonderen Gefahren für Migrantinnen beschreibt eine neue Ausstellung, die ausleihbar ist.

Weltweit haben rund 191 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, die Hälfte von ihnen Frauen. Als Migrationsgründe nennt die Ausstellung unter anderem Flucht vor Krieg, Verfolgung, Umweltkatastrophen und Armut. In den Zielländern arbeiten Migrantinnen vor allem in Haushalten, in der Kranken- und der Altenpflege. Mehr noch als Männer schicken sie Geld zurück in die Heimat, sorgen auf diese Weise zum Beispiel für Kinder.

Allerdings: Frauen in der Migration sind ungenügend geschützt, sind  von Menschenrechtsverletzungen betroffen. Das macht die Ausstellung deutlich. Sie greift mit den besonderen Gefahren für Frauen in der Migration "ein Thema auf, das sich mit einem vernachlässigten Bereich der weltweiten Migration befasst", so Landeskirchenrat Jörn-Erik Gutheil (Evangelische Kirche im Rheinland, EKiR) und Rita Kühn (Diakonisches Werk Westfalen) im Informationsflyer zur Ausstellung.

 

 

Migrantinnen werden unter anderem Opfer häuslicher Gewalt. LupeMigrantinnen werden unter anderem Opfer häuslicher Gewalt.

Frauen sind in Krisengebieten besonders von Gewalt betroffen, heißt es weiter in der Ausstellung. Nur ein Beispiel: Bei ethnischen Konflikten wie dem Balkankrieg wurden Frauen massenhaft vergewaltigt.

Außerdem sei es für Frauen in aller Regel schwieriger, sicher (aus-) zu wandern. Sie begeben sich häufiger in die Hand von Schleusern und Menschenhändlern, geraten in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, in Ehen mit gewalttätigen Partnern und in die Prostitution. "Gewalt gegen Frauen muss weltweit eingedämmt werden", das ist eine der Forderungen der letzten Tafel der Ausstellung. 

Häusliche Gewalt, Zwangsverheiratungen und "Ehrenmorde", Menschenhandel, Prostitution, "Handel in die Ehe" sowie Misshandlungen in Privathaushalten sind die Themen der Tafeln im Einzelnen.

 

 

Das internationale Netzwerk Le Pont verantwortet die Wanderausstellung. LupeDas internationale Netzwerk Le Pont verantwortet die Wanderausstellung.

Le Pont ist ein internationales Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen in Belarus, der Ukraine, Moldawien, Rumänien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Marokko zum Thema Gewalt gegen Migrantinnen. Ziele sind verbesserter Opferschutz und Vorbeugung. Die AG Migration RWL ist eine Arbeitsgruppe der Evangelischen Kirchen im Rheinland, von Westfalen und der Lippischen Landeskirche sowie ihrer Diakonien zum Themenfeld Migration und Integration.

"Frauen in der Migration - Wege in die Gefahr?" Eine Ausstellung des Netzwerks Le Pont in Kooperation mit der AG Migration RWL. Kosten: 20 Euro plus Transportkosten. Kontakt und Bezug: Evangelische Kirche im Rheinland, Frauenreferat, Telefon 02 11/45 62 - 680, E-Mail: frauenreferat@ekir.de

 

 

ekir.de/neu / 11.02.2009

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 16. November 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 11. Februar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.