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Presbyteriumswahlen 2008

Die Suche intensivieren: Verlängerung der Nominierungsphase

Wo noch nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die Presbyteriumswahlen 2008 gefunden wurden, muss in den kommenden Wochen die Suche noch einmal intensiviert werden.

„Bis zum 15. November müssen die Presbyterien dem zuständigen Kreissynodalvorstand berichten, was sie unternommen haben, um genügend Kandidaten zu finden“, erläutert Landeskirchenrätin Susanna von Zugbach de Sugg das neue Wahlverfahren der rheinischen Kirche. Der Kirchenkreis könne dann eine Verlängerung der Nominierungsphase und intensive Beratungen bis zum 3. Dezember veranlassen. Schließlich solle in möglichst vielen Kirchengemeinden gewählt werden.

Zugleich müssten aber gewachsene lokale Traditionen respektiert werden, so die Düsseldorfer Kirchenjuristin. Daher haben die Kreissynodalvorstände auch die Möglichkeit, die Nominierten als „gewählt“ zu erklären. „Aus manchen ländlichen Gemeinden ist bekannt, dass neue Kandidaten nur bei dem Ausscheiden eines alten Presbyteriumsmitglieds aufgestellt werden.“ Dadurch komme es in diesen Kirchengemeinden recht selten zu einer Wahl. „Wenn aber gewählt wird, ist die Wahlbeteiligung hoch – das macht die Zustimmung zu diesem Verfahren sichtbar“, so Susanna von Zugbach. Hier könne man also nicht von einem Missbrauch sprechen.

Manchmal scheint nicht wirklich gesucht zu werden

Aber es gebe auch andere Situationen: „Manchmal entsteht der Eindruck, dass nicht gesucht werden sollte“, berichtet die Landeskirchenrätin. Pfarrer hätten teilweise kein wirkliches Interesse, neue Mitglieder zu suchen. Oder Presbyter fänden die aktuelle Zusammensetzung so erhaltenswert, dass eine Wahl vermieden wird.

Folge bei der Presbyteriumswahl vor vier Jahren: Nur in rund der Hälfte aller Wahlbezirke konnten die Gemeindeglieder ihre Stimmen abgeben. „Durch die neuen rechtlichen Bestimmungen versuchen wir diesem Missbrauch einen Riegel vor zu schieben.“

In Ausnahmesituationen bedeutet das: Die Wahl kann durch den zuständigen Kreissynodalvorstand um maximal ein Jahr verschoben werden. Die alte Gemeindeleitung bliebe bis 2009 in der Pflicht beispielsweise durch die Reduzierung der Sitze im Presbyterium doch noch eine Wahl zustande zu bringen.

 

 

 

Sven Waske /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 8. November 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 8. November 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.