Logo EKiR
Buß- und Bettag

Tag der Umkehr

Buße tun und beten? Für die evangelische Kirche ist der Buß- und Bettag nach wie vor ein wichtiger Feiertag. Warum eigentlich - und was bedeutet das, Buße tun?

Buße tun hat eine lange Tradition. Schon die Bibel erzählt davon. So berichtet zum Beispiel Jona 3,4-10 von den Menschen von Ninive, die in ihrer Bedrängnis Buße tun und ihr Leben umkrempeln, in der Hoffnung auf Gottes Gnade. Der Begriff "In Sack und Asche gehen" findet hier eine Anlehnung, wenn Jona von "dem Sack der Buße" berichtet.

Doch Buße - damit ist heute kein graues "in Sack und Asche gehen" mehr gemeint, kein kleindenken und trauern. Buße - das bedeutet Umkehr, oder zunächst vielmehr ein Innehalten, Stillwerden und Prüfen, ob das eigene Leben noch in den richtigen Bahnen verläuft. 

Martin Luther spricht von der Buße dann auch als von einem "fröhlichen Geschäft"! Denn da soll es Zeit geben für eigene Gefühle, für Kummer, der unterdrückt, für Fragen, die offen blieben - da soll bedacht werden, was den Menschen letztlich gut tut. Denn in aller Hektik, Geschäftigkeit und Schnelligkeit - oder auch nur im ganz normalen Alltag - bleibt manches von dem auf der Strecke, das wirklich zählt. Buße tun, das heißt Innehalten und manchmal auch Umdenken - zum Leben und zu Gott hin.

 

 

 

 

 

mai /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 20. November 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 20. November 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.