Logo EKiR

Abschiebebeobachtung am Düsseldorfer Flughafen

Doppelter Blick auf Menschenrechte

Die Abschiebungsbeobachtung der Diakonie RWL hat Verstärkung bekommen. Die personelle Aufstockung war nötig geworden, weil die Zahl der Abschiebungen vom Düsseldorfer Flughafen in den vergangenen sechs Jahren um das Vierfache gestiegen ist.

Mit der Abschiebebeobachterin Dalia Höhne arbeitet nun auch - auf halber Stelle - Elena Vorlaender. Gemeinsam achten sie bei Rückführungen auf die Einhaltung der Menschenrechte. Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann: „Mit dieser Stellenausweitung auf 150 Prozent stärkt das NRW-Innenministerium die unabhängige Abschiebungsbeobachtung. Im deutschlandweiten Vergleich ist unser Bundesland damit nun am besten aufgestellt.“ Zwar gibt es auch in Frankfurt zwei unabhängige Abschiebungsbeobachterinnen, aber auf zwei halben Stellen. In Hamburg und Berlin arbeiten jeweils nur ein Beobachter bzw. eine Beobachterin.

Wenn die Abschiebebeobachterinnen einen Verstoß gegen humanitäre Standards bei Abschiebungen feststellen, melden sie dies dem „Forum Flughäfen in NRW“. Diesem Gremium gehören neben der Diakonie RWL noch die evangelische und katholische Kirche, weitere Nicht-Regierungsorganisationen wie Amnesty International, UNHCR sowie das NRW-Integrationsministerium, die Bundespolizei und die Zentralen Ausländerbehörden an.

Elena Vorlaender (25) ist Sozialarbeiterin. Nach dem Abitur absolvierte sie einen Freiwilligendienst in Gambia und arbeitete mehrere Monate für eine Kinderrechtsorganisation in Marokko. Bislang war sie in der stationären Jugendhilfe tätig und hat dort unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut.

ekir.de / neu / 27.07.2018


EKiR von A-Z