Logo EKiR
Britta François, die Programmbeauftragte für das Foyer le Pont, führt auf Spaziergängen durch das „protestantische Paris“.

Britta François, die Programmbeauftragte für das Foyer le Pont, führt auf Spaziergängen durch das „protestantische Paris“.

Begegnungszentrum

Paris entdecken mit dem „Foyer le Pont“

Mit Programmangeboten für Jugendgruppen, Schulklassen und Erwachsenengruppen baut das „Foyer le Pont“ in Paris Brücken – wie es der Name verspricht. Beim Besuch des Begegnungszentrums lässt sich Geschichte und Gegenwart entdecken.

Das aktuelle Programm ist bunt: Besuch eines diakonischen Projektes in einem Pariser Vorort oder bei den Diakonissen von Reuilly in Versailles, musikalische Begegnungen mit Bachkantaten oder Gospelworkshop – oder Spaziergänge auf dem Friedensweg. Das Haus an der Rue de Gergovie im Stadtteil Montparnasse versteht sich außerdem als „europäische, ökumenische Herberge“, die mit 41 Betten in 22 Zimmern gern zur Planung des Aufenthalts in der französischen Hauptstadt zur Verfügung steht.

Vom 16. Jahrhundert in die Gegenwart

„Wenn man als Gruppe zu uns kommt und die Programmangebote wahrnimmt, wird der Blick zunächst historischer, vor allem ins 16. Jahrhundert hinein“, sagt die Programmbeauftragte für das „Foyer le Pont“, Britta François, mit Sicht auf einen Spaziergang durch das „protestantische Paris“. Ein wichtiger Blick sei dann die protestantische Kirche der französischen Geschwister wahrzunehmen, die in einer absoluten Minderheitensituation ihren Glauben leben; dazu die französische Besonderheit der Laizität, der Trennung von Kirche und Staat, die wie ein roter Faden alle Gespräche begleite. „Der Blick weitet sich dann auf die Ile-de-France, denn viele Gemeinden oder diakonische Projekte, die wir besuchen, befinden sich in den kleinen Städten um Paris herum, den sogenannten banlieues“, so François.

„Das Programm des Foyer le Pont baut Brücken zwischen Deutschen und Franzosen, Gemeinden im Rheinland und in der evangelischen Partnerkirche, Christen, Christinnen und andersgläubigen Menschen, zwischen verschiedenen geschichtlichen Epochen“, erklärt Markus Schaefer, Vorsitzender des Vereins „Foyer le Pont“ und stellvertretender Leiter der Abteilung Theologie, Ökumene im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland. Vielfalt und Reichtum, aber auch die aktuellen Probleme Europas würden in der französischen Metropole erlebbar und augenfällig. Wegen der deutschsprachigen Begleitung und der Kontaktmöglichkeiten für alle Gruppen aus Gemeinden und Kirchenkreisen, für Schulklassen, aber auch für Einzelreisende, sei das Begegnungszentrum eine gute Adresse.

Begegnungen und Entdeckungen

Partnerinnen und Partner im Trägerverein sind die rheinische Kirche, das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe, die „Eglise Protestante Unie de France“ und die Deutsche Kirche in Paris. „Im Foyer le Pont kommen regelmäßig Menschen aus der Evangelischen Kirche im Rheinland und der französischen Partnerkirche zusammen“, sagt Schaefer und ergänzt: „Die Zusammenarbeit der Träger ist vertrauensvoll und eng. Die gemeinsame Trägerschaft bildet einen wichtigen Pfeiler der Partnerschaft“.

Daneben gibt es aber auch viele andere Dinge in der Stadt an der Seine zu entdecken. Britta François kennt sich aus und empfiehlt zum Beispiel „Soulkitchen – ein süßes Café auf Montmartre mit leckerem Kuchen“ oder „La Fabrique aux gourmandises“, einen Bäcker mit dem besten Croissant 2019. „Ein kleineres, nicht so bekanntes, aber sehr schönes Museum“, im Marais gelegen, ist das „Maison Européenne de la Photographie“. Als Ausflug für den Sommer empfiehlt sie das Freibad Joséphine Baker, direkt oberhalb der Seine. „Früh da sein allerdings, denn das Freibad ist recht klein“, lautet die Erfahrung der Pariserin.

ekir.de / Ralf Thomas Müller, Foto: privat / 08.08.2019


EKiR von A-Z