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Christiane Parlings (v.l.), Katrin Meinhard, Sevim Tavsan, Aysel Bahci und lydie Hege.

Christiane Parlings (v.l.), Katrin Meinhard, Sevim Tavsan, Aysel Bahci und Lydie Hege.

Tag des christlich-islamischen Dialogs

Näher gekommen durch das gemeinsame Singen

„Der Tag ist absolut erfolgreich“, sagt Christiane Parlings (51), katholische Frauen- und Krankenhausseelsorgerin der Region Krefeld im Bistum Aachen. Sie hat den Frauen-Workshop „Morgens und abends im Licht des Mondes“ mit vorbereitet und geleitet.

Ein Tag, der aus ihrer Sicht „ein Experiment“ war. Sechs Proben seit November. „Dadurch sind wir zusammengewachsen.“ Das Singen sei die Form schlechthin, um aufeinander zuzugehen. Dabei kennen sich die Initiatorinnen längst vom „Christlich-Muslimischen Frauenfrühstück“ in Krefeld, rund 80 Frauen zieht der offene Kreis an, acht Treffen im Jahr gibt es im „Haus der Familie“ in Krefeld.

„Das Singen war total inspirierend, es hat uns nochmal näher gebracht“, sagt die Frauenreferentin der Kirchenkreise Krefeld-Viersen und Gladbach-Neuss, Katrin Meinhard (49). Bis zum Probenbeginn habe sie keins der muslimischen Lieder gekannt – „woher?!“. Von den Musliminnen kam der Liedvorschlag „Taleal“, dort heißt es „Aufgegangen war über uns der Mond…“. Und so brachten die Christinnen „Der Mond ist aufgegangen“ mit, erzählt Meinhard.

„In den Proben hatte noch nicht alles geklappt“, wird Sevim Tavsan (45) deutlicher. Und dann der Workshop: „Das Ergebnis war überwältigend!“ Es habe Spaß gemacht. Auch sie sagt: „Wir sind mit unseren christlichen Freundinnen enger zusammen gekommen.“

Aysel Bahci (42), Vorsitzende der „Islamischen Denkfabrik“ in Krefeld, freut sich, dass die Workshopteilnehmerinnen nicht nur zugehört, sondern auch mitgemacht haben. Das Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“ kannte sie bisher nicht – aber es sei doch ihren Liedern ähnlich. Zum Dialogtag sagt die Kinderkrankenschwester und Dolmetscherin: „Ich hoffe, dass er weitergetragen wird.“

„Die Gesichter haben sich durch die Sprache der Musik geöffnet“, so hat es Lydie Hege von der Mennoniten-Gemeinde Krefeld empfunden. Sie habe die arabischen und türkischen Lieder nicht gekannt, aber schnell gelernt durchs Vorsingen und die Hilfen zur Aussprache, erzählt die Theologin. Über den Dialogtag sagt sie: „Der Tag gefällt mir sehr gut.“

ekir.de / neu / 11.05.2014


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