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Erste Superintendentin des Rheinlands wird 85 Jahre alt

„Das größte Geschenk meines Lebens“

„Langsam kapierte die Landeskirche, dass sie wohl ohne Frauen nicht auskommt“, sagt die erste rheinische Superintendentin Hannelore Häusler im Rückblick. Heute sieht sie vor allem die Frauen am Zug, wenn es um leitende Aufgaben in Kirche und Gemeinde geht. Die Theologin feiert am 9. Februar ihren 85. Geburtstag.

Hannelore Häusler ist 1935 im damaligen Ostpreußen geboren. Sie stammt aus einer Beamtenfamilie und begann 1956 mit dem Theologiestudium, das sie in Tübingen, Heidelberg und Bonn absolvierte. Der gleichberechtigte Weg ins Pfarramt war Frauen in der Evangelischen Kirche im Rheinland damals noch versperrt. Kurz vor dem Ersten Theologischen Examen heiratete die Studentin, damit war formal ihre Laufbahn als Theologin beendet und aufs Ehrenamt beschränkt.

Mit Unterstützung des dortigen Superintendenten konnte sie aber in Mülheim an der Ruhr ein Vikariat beginnen und damit ihre Ausbildung fortsetzen. Danach war sie zunächst als Lehrerin und dann als Beauftragte für den Religionsunterricht tätig.

Doch 1975 bot sich die Möglichkeit als Pfarrerin in die Evangelische Kirchengemeinde Brüggen/Erft im Kirchenkreis Köln-Süd zu gehen. Der Kirchenkreis wählte sie dann 1992 zur ersten Superintendentin im Rheinland. „Das ist eigentlich das größte Geschenk meines Lebens gewesen, dass ich dazu beitragen konnte, dass die Evangelische Kirche im Rheinland sich öffnete“, sagt Hannelore Häusler, die weiter in Brüggen lebt, heute.

ekir.de / Video: Marcel Kuß und Ralf Thomas Müller / 07.02.2020


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