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Integration

Trier: In diesem Hotel werden Behinderte arbeiten

Das Diakonische Werk Trier plant das erste Integrationshotel. Im ehemaligen "Monopol" entstehen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.

Das Diakonische Werk Trier hat das Hotel „Monopol“ gekauft und baut es zum Integrationshotel „Vinum“ um. Auslöser dieser Aktion sind die Erfahrungen des Diakonischen Werkes aus der Arbeit mit und für Menschen mit einer Behinderung, deren Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt immer schwieriger wird. „Ausgehend von radikalen gesellschaftlichen Veränderungen wird es für eine immer größer werdende Anzahl erwerbsfähiger Menschen unmöglich, eine Arbeitsstelle zu erlangen“, erläutert Bernd Baumgarten, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Trier.

Im "Vinum" sollen Menschen mit und ohne Behinderung "Hand in Hand" zusammen arbeiten. Es werden jeweils sechs Stellen geschaffen. „Wir haben das Knowhow, mit behinderten Menschen arbeiten und sie entsprechend schulen zu können“, erklärt Baumgarten. Der Name „Vinum“ verweist auf das Thema Wein, das sich nicht nur in der Einrichtung wieder finden wird. Vielmehr ist auch die Zusammenarbeit mit einem Moselwinzer geplant. Er wird Weinproben anbieten.

Das Hotel ist in der Nähe des Trierer Hauptbahnhofs gelegen und somit für Städtereisende ideal. „Wer gute Dienstleistung in Übernachtung und Service sucht, wird diese bei uns finden“, meint Baumgarten. Zurzeit findet der behindertengerechte Umbau des Aufzugs und der Zimmer statt. Das Hotel wird 28 Zimmer mit rund 60 Betten haben. Eröffnung ist am 1. Dezember. Das Projekt wird von der Aktion Mensch und vom Land Rheinland-Pfalz gefördert, wie die Diakonie Trier mitteilt.

ekir.de / dt, neu / 10.08.2010