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Johanneskirche, Düsseldorf

Johanneskirche, Düsseldorf

Feiertage

Karfreitag

Am Karfreitag gedenken Christinnen und Christen der Kreuzigung und des Sterbens Jesu Christi. Der Tag steht ganz im Zeichen der Trauer.

Hanna Jacobs

Karfreitag ist zugleich der brutalste Tag im Jahr wie auch der liebevollste, erklärt im Video zum Karfreitag die Theologin Hanna Jacobs. Die Pfarrerin aus Essen (raumschiff.ruhr) beschreibt das Geschehen als "Gipfel der Unmenschlichkeit". Der Karfreitag erinnere daran, zu welchem Hass, zu welcher Gewalt Menschen fähig sind. "Jesus wurde gefoltert. Man hat ihm die Klamotten vom Leib gerissen. Man hat ihn bespuckt. Hat sich über ihn lustig gemacht. Ihn ausgepeitscht. Und dann ans Kreuz geschlagen.“

Zugleich aber sei der Karfreitag auch „der liebevollste Tag im Jahr.  Es ist der Gipfel der Menschenliebe und des Mitgefühls Gottes.“ Jesus, Gottes Sohn, sei auch selber Gott. Und so sei es auch Gott selbst, „der da leidet und hilflos ist und schreit, wenn Jesus gekreuzigt wird und stirbt. Dadurch ist Gott immer bei uns. Er kennt jede Art von Schmerz und Verzweiflung, die wir auch kennen.“

Hanna Jacobs: „Karfreitag ist für mich ein Raum für Risse. Ein Raum für Verzweiflung. Ein Raum für das, was schief gelaufen ist. Raum fürs Vermissen. Für Kreuz. Für Leiden. Und für den Tod.“   

"Kara" bedeutet Klage

Tag der Trauer - das zeigt auch der Name an: Das Althochdeutsche „Kara“ bedeutet „Klage“. In den Gottesdiensten schweigen an diesem Tag in der Regel Glocken und Orgel, und auch auf Blumen und anderen Schmuck wird verzichtet. Der Karfreitag ist ein stiller Feiertag, an dem nicht nur die Kirchen innehalten; auch im gesellschaftlichen Leben sind besondere Einschränkungen zu beachten. 

Gründonnerstag, Karfreitag & Ostern

ekir.de / neu, Fotos: Sergej Lepke, Marcel Kuß / 17.04.2019


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