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Erwartungen von Menschen und kirchliche Amtshandlung - wie geht das bei Bestattungen zusammen?

Erwartungen von Menschen und kirchliche Amtshandlung - wie geht das bei Bestattungen zusammen?

Kommunikationswerkstatt Bestattung

Werkstatt: Die richtige Verständigung bei der Bestattung

Die rheinische Kirche sucht kreative Köpfe für eine „Kommunikationswerkstatt Bestattung“. Menschen mit Erfahrungen als Angehörige, Interessierte am Thema und Menschen mit beruflichen Bezügen sind am 14. März eingeladen, über Kommunikationserwartungen rund um die kirchliche „Dienstleistung“ Bestattung zu sprechen.

In kaum einem anderen Bereich kommen Menschen der Kirche so nahe wie bei der Bestattung. Für die Kirche ist das Aufgabe und Chance zugleich. Viele empfinden die kirchliche Bestattung längst als „Dienstleistung“ und stellen entsprechende Erwartungen an Pfarrerinnen und Pfarrer sowie an die Mitarbeitenden in den Gemeindeämtern und Friedhofsverwaltungen.

Angehörige gehen davon aus, dass Kirche für sie erreichbar ist und auf ihre Wünsche eingeht, von der ersten Kontaktaufnahme über die Gestaltung der Trauerfeier bis zur Musikauswahl und der Lage des Grabes. Die Bestattung bietet die Chance, Menschen mit unterschiedlicher Nähe zur Kirche die Botschaft des Evangeliums nahezubringen.

Wie geht das zusammen: Die Erwartung der Menschen und die kirchliche Amtshandlung? Wie kann eine gute Verständigung im Trauerfall gelingen? Und wie sollte Kirche auf unerfüllbare Erwartungen reagieren? Wie sollte sie mit Kritik und Beschwerden umgehen? Das sind Fragen einer „Kommunikations-Werkstatt Bestattung“, die am 14. März 2020 in Wuppertal stattfindet.

Die Kommunikation verbessern

Die Idee zur „Kommunikations-Werkstatt Bestattung“ ist innerhalb eines Teilprojekts des Projektes „Leichtes Gepäck“ der Evangelischen Kirche im Rheinland entstanden. Die Teilprojektgruppe, die sich Gedanken um mögliche Vereinfachungen und Optimierungen der Kommunikation macht, möchte exemplarisch an einer zentralen kirchlichen Handlung Ideen entwickeln, wie zukünftig die beteiligten Personen, die unterschiedlichen Ebenen und Professionen besser interagieren und gemeinsam eine hilfreiche und wertvolle Begleitung anbieten können.

 

Dabei soll es vor allem um folgende Fragen gehen: Wie finde ich den richtigen Ansprechpartner? Was hindert mich, das kirchliche Angebot in Anspruch zu nehmen? Was meint Kirche, wenn sie von Amtshandlung spricht und was möchte ein Mitglied, wenn es eine Dienstleistung erwartet? Was bekommt Verwaltung von einer seelsorglichen Begleitung mit und welche Vorstellungen von administrativen Prozessen haben Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker oder Pfarrerinnen und Pfarrer? Was kann evangelische Kirche anders machen und wie kann sie intern und extern besser darüber kommunizieren? Wie gelingt es, gesellschaftliche Veränderungen und Digitalisierung dabei mit zu bedenken?

 

Gemeinsam mit den Teilnehmenden soll erkundet werden, was Kirche aus ihrer Binnensicht vielleicht übersieht und oft nur vom Hören-Sagen kennen gelernt hat. Es soll gedanklich experimentiert und erste Ansätze für Verbesserungen gefunden werden, die sich lohnen, erprobt zu werden.

 

Die „Kommunikationswerkstatt Bestattung“ findet am Samstag, 14. März 2020, 8.30 bis 17.30 Uhr im Tagungszentrum „Auf dem Heiligen Berg“ in Wuppertal statt. Ggf. kann auch eine Übernachtung ermöglicht werden. Reisekosten werden nach dem kirchlichen Reisekostenrecht erstattet. Ansprechpartner ist Rüdiger Rentzsch, ruediger.rentzsch@ekir.de, Tel. 0211 4562-207.

 

Zur Anmeldung schicken Sie bitte eine E-Mail an ruediger.rentzsch@ekir.de, in der Sie beschreiben, was Sie zur Teilnahme motiviert. Für ist Kommunikationswerkstatt ist eine große Vielfalt unter den Teilnehmenden gewünscht, die Kapazitäten sind aber begrenzt, so dass möglicherweise nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. Sie bekommen bis zum 18. Februar 2020 eine verbindliche Rückmeldung.

 

ekir.de / red, Foto: Henning Kaiser / 28.01.2020


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